Eidos Montréal rückt erneut in die Schlagzeilen, dieses Mal nicht wegen eines neuen Spiels, sondern wegen interner Umstrukturierungen. Kürzlich wurden weitere Mitarbeiter entlassen, und erste Berichte deuteten auf die Absage eines Legacy of Kain-Projekts hin. Doch Insider beruhigen: Die Entlassungen hängen nicht direkt mit der Absage des Legacy of Kain-Titels zusammen.
Vielmehr fällt der Blick auf ein anderes, bedeutendes Projekt. Laut dem Insider Tom Henderson arbeitet das Studio derzeit an einem großen Open-World-Action-Adventure in Third-Person-Perspektive, das intern als „P11“ bekannt ist. Hinter dem Projekt steckt das gleiche Team, das bereits Shadow of the Tomb Raider entwickelte. Das Spiel befindet sich seit 2019 in Entwicklung und hat mehrere Entwicklungsphasen durchlaufen.
Von Entlassungen zu Beta: Der Countdown läuft
Die aktuellen Stellenstreichungen scheinen mit der Endphase von P11 zusammenzuhängen. Henderson erklärt, dass Konzeptionsphase und Systementwicklungen abgeschlossen sind, das Team nun auf die Beta-Phase zusteuert. Die Reduzierung der Mitarbeiterzahlen sei ein normaler Schritt, wenn ein Projekt auf die finale Produktionsphase zusteuert – geplant für 2026.
Wenn Eidos Montréal das Spiel wie spekuliert auf den Game Awards in dieser Woche ankündigt, könnte dies ein starkes Comeback nach den letzten Misserfolgen bedeuten, die trotz positiver Kritiken nicht den erhofften kommerziellen Erfolg brachten.
Abgesagte Projekte und ein Blick auf die Zukunft
Die Entlassungen betreffen zudem andere, kleinere Projekte, darunter ein geplantes Kartenspiel mit Story-Elementen zu The Lord of the Rings. Henderson zufolge hat das Studio intern bereits 22 Projekte angestoßen, wobei P11 nach wie vor die größte Hoffnungsträgerin ist.
Für Fans von Tomb Raider und Eidos Montréal ist dies ein Hoffnungsschimmer. Nach Jahren von Unsicherheit, Absagen und Misserfolgen könnte P11 die Rückkehr des Studios zu seinen Wurzeln markieren, und zeigen, dass Eidos Montréal gelernt hat, große, ambitionierte Projekte zu managen, ohne sie auf halbem Weg fallen zu lassen.
Die entscheidende Frage bleibt: Wird P11 die Erwartungen erfüllen und die Community erneut begeistern, oder wiederholt sich die Geschichte eines ambitionierten, aber kommerziell gescheiterten Projekts?

