Einstiger PS5-Exklusivtitel landet erneut im Game Pass: Kojima-Titel überrascht auf Xbox

Death Stranding Director’s Cut erscheint überraschend im Game Pass. Wie ein früherer PS5-Exklusivtitel auf Xbox landet – und nun auch kostenlos im Abo.

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Der Death Stranding Director’s Cut ist ab sofort im Game Pass spielbar, auf Xbox-Konsole und PC, exklusiv für Premium- und Ultimate-Abonnenten. Damit folgt die erweiterte Version dem ursprünglichen Death Stranding, das bereits im Abo verfügbar war. Dass ein einst eng mit der PlayStation-Marke verknüpfter Titel nun erneut Teil von Microsofts Abo-Angebot ist, wirkt selbst Jahre später nicht nur ungewöhnlich, sondern fast schon ironisch.

Wenn Exklusivität plötzlich relativ wird

Kojima Productions und 505 Games haben offiziell bestätigt, dass Death Stranding Director’s Cut jetzt im Game Pass verfügbar ist. Damit erreicht Hideo Kojimas Werk erstmals auch Xbox-Spieler im Rahmen eines Abos, inklusive aller Director’s-Cut-Erweiterungen. Für Microsoft ist das eine wertvolle Ergänzung, für Sony eher eine Fußnote mit historischem Beigeschmack.

Der entscheidende Hintergrund ist, dass 505 Games inzwischen als Publisher für das Spiel agiert, nicht mehr Sony Interactive Entertainment. Rein rechtlich ist der Weg damit frei. Emotional bleibt es trotzdem eine absurde Vorstellung, dass ein Titel, der einst eng mit der PlayStation-Marke verknüpft war, jetzt prominent im Xbox-Ökosystem platziert wird. Branchenrealität schlägt Markenromantik.

Die definitive Version, inklusive aller Extras

Inhaltlich bekommen Game-Pass-Abonnenten die vollständige Director’s-Cut-Erfahrung. Neben der bekannten Rolle als Sam Bridges bietet das Spiel zusätzliche Gameplay-Systeme und Orte. Die „Ruined Factory“ erweitert die Spielwelt um ein klaustrophobisches, kampfbetontes Areal, während neue Hilfsmittel wie Cargo-Katapulte, Rampen oder ein verbesserter Stabilisator den Lieferalltag spürbar verändern.

Auch der Kampf wurde gezielt ausgebaut: Neue Nahkampfmanöver, der elektrische Maser Gun und ein Schießstand zur Loadout-Optimierung ergänzen das ursprünglich eher entschleunigte Design. Hinzu kommen ein Racetrack für Zeitrennen sowie Buddy Bots, die Sam beim Traversieren unterstützen. Kojima bleibt Kojima, nur etwas komfortabler.

Die Xbox-Version wurde zudem für Handhelds optimiert. Besitzer eines ASUS ROG Xbox Ally können den Death Stranding Director’s Cut unterwegs spielen, was angesichts des ursprünglichen PS5-Marketings fast schon wie ein Branchenwitz wirkt. Dazu kommt der weiterhin beeindruckende Cast um Norman Reedus, Mads Mikkelsen, Léa Seydoux und Margaret Qualley, der dem Spiel auch Jahre später Gewicht verleiht.

Der Schritt zeigt, wie sehr sich frühere Exklusivmodelle aufweichen. Plattformgrenzen sind heute verhandelbar, wenn Rechte und Publisher-Strukturen es erlauben. Death Stranding im Game Pass ist weniger ein Affront als ein Lehrbeispiel für die neue Normalität im Markt. Immerhin bleibt den PS5-Usern mit Death Stranding 2 noch ein exklusives Spiel erhalten – aber wie lange noch?

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Crydog
23 Tage zuvor

Na ist doch nicht neues death stranding gibt es sogar fürs iPhone außerdem ist kojima unabhängig und hat das geistiges Eigentum über die Marke ergo kann damit machen was er will. Meiner Meinung nach sollen third Partys kein exlusiv spiele machen das sollen die Plattform holder selbst übernehmen es deren Aufgabe uns Konsumenten davon zu überzeugen warum Plattform A besser sei als B

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