Microsoft überbrückt die jahrelange Wartezeit bis zu einem echten „Fallout 5“ wohl mit Neuauflagen alter Katalogtitel, wobei das erste Remaster laut aktuellen Insider-Berichten für 2027 geplant ist. Bis zu einem vollwertigen neuen Rollenspiel-Ableger der Marke müssen Spieler mit einer Lücke von mindestens einem Jahrzehnt planen.
Die Release-Pipeline der Bethesda Game Studios blockiert ein schnelles Reagieren auf den Erfolg der Fallout-TV-Serie. Das Studio arbeitet intern nach dem Release von Starfield mit Priorität an The Elder Scrolls VI, dessen Veröffentlichung in der Branche nicht vor 2028 oder 2029 erwartet wird.
Ein reguläres „Fallout 5“ rückt dadurch rechnerisch in die Mitte der 2030er-Jahre. Zwischen „Fallout 4“ aus dem Jahr 2015 und einem echten Nachfolger entsteht eine technologische und inhaltliche Pause von rund zwei Jahrzehnten. Das ist die Quittung für extrem lange Entwicklungszyklen. Microsoft hat hier ein strukturelles Problem.
Technischer Ausschlussprozess der Remaster-Kandidaten
Die Eingrenzung des für 2027 geleakten Projekts ergibt sich aus einer einfachen logischen Ausschlussmethode der vorhandenen Codebasen. Die klassischen Serienteile vor der Bethesda-Übernahme basieren auf einer isometrischen 2D-Engine, deren Portierung auf moderne Konsolenarchitekturen ein vollständiges Remake statt eines Remasters erfordern würde.
„Fallout 4“ und „Fallout 76“ nutzen bereits die modernere Iteration der Creation Engine und sind auf PlayStation 5 und Xbox Series X durch native Updates abgedeckt. Es bleiben exakt zwei Kandidaten: „Fallout 3“ aus dem Jahr 2008 und das 2010 extern bei Obsidian Entertainment entwickelte „Fallout: New Vegas“.
„Fallout 3“ gilt aus wirtschaftlicher Sicht als der wahrscheinlichere Kandidat. Es nutzt die Gamebryo-Engine in einer Version, die Bethesda bereits für das jüngst erfolgreich veröffentlichte Remaster von „The Elder Scrolls IV: Oblivion“ modifiziert hat. Die Asset-Pipeline steht also. „Fallout: New Vegas“ besitzt zwar durch die Verknüpfung der Story mit der TV-Serie eine hohe Relevanz, leidet aber bis heute unter einer notorisch instabilen Code-Basis, die zudem von Obsidian gehandelt werden müsste. Diese haben die Herausgabe bis zuletzt verweigert. Ein Remaster von „Fallout 3“ ist für Microsoft schlicht der Weg des geringsten technischen Widerstands.
Bethesda macht mal wieder Bethesda-Dinge. Für dieselben Bugs nochmal Geld abkassieren.