Im Mai 2022 stapfte Evil Dead: The Game mit Kettensäge und Necronomicon bewaffnet in die digitale Spielewelt – ein Multiplayer-Horror, der Fans der legendären Filmreihe ebenso erfreute wie Koop-Enthusiasten. Doch wie so viele Spiele seiner Art war der Höhenflug nur von kurzer Dauer. Nach einem soliden Start mit über 500.000 verkauften Einheiten in den ersten fünf Tagen, begann bereits 2023 der schleichende Tod des Titels: Keine neuen Inhalte mehr, keine Switch-Version, kein Lebenszeichen mehr aus der Entwicklerhölle.
Das schleichende Aus von Evil Dead: The Game
Jetzt folgt der nächste Sargnagel: Evil Dead: The Game wird schrittweise aus den digitalen Stores entfernt – Epic Games Store, PlayStation Store, Steam. Wer es nicht hat, wird es wohl nie wieder bekommen. Was bleibt, ist ein Spiel, das in der Schwebe existiert: nicht mehr im Verkauf, aber auch nicht tot. Denn die Server bleiben online – fürs Erste.
Saber Interactive bestätigt: „Wir können bestätigen, dass wir mit der Entfernung des Spiels aus den digitalen Stores begonnen haben. Jeder, der das Spiel gekauft hat, kann es weiterhin spielen.“ Eine freundliche Geste – oder der digitale Äquivalent zum Steckerziehen mit Verzögerung? Denn man kennt den Fahrplan solcher Zombie-Spiele nur zu gut: Erst keine Updates, dann kein Support, dann keine Verfügbarkeit. Und am Ende ein Serverabschied bei Nacht und Nebel. Das Schema ist bereits aus anderen Spielen bekannt und wie so oft auf Lizenzgründe zurückzuführen.
Dabei war Evil Dead: The Game eigentlich kein schlechtes Spiel. Es hatte Stil, Atmosphäre und ein paar clevere Ideen im Gepäck. Doch im Haifischbecken der asymmetrischen Multiplayer-Titel reicht das oft nicht. Wo Dead by Daylight neue Killer im Monatsrhythmus serviert und Texas Chain Saw Massacre sich noch im Blutrausch suhlt, ist bei Evil Dead schon längst die Party vorbei. Nur das Licht brennt noch.
Für Fans heißt das: Wer noch ein paar letzte Matches mit Ash und Co. erleben will, sollte es bald tun. Denn auch wenn aktuell versichert wird, dass die Server online bleiben – die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, wie schnell sich das ändern kann. Und dann heißt es: „Groovy“ war gestern.



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