F1 25 startet mit quietschenden Reifen in die Saison – doch der Bolide wirkt in Teilen wie aus dem Vorjahr. Codemasters liefert ab, keine Frage, aber bleibt dabei in einigen Bereichen auf der Ideallinie des Vorgängers. Die Frage ist: Reicht das für ein Spiel, das sich Jahr für Jahr aufs Neue beweisen muss?
Feinschliff statt Revolution – das Fahrgefühl als Highlight
Im Zentrum steht erneut das Herzstück der Reihe: das Fahrverhalten. Und hier zeigt F1 25 seine Klasse. Die Fahrzeuge liegen satt auf der Strecke, das Force-Feedback vermittelt jedes Ausbrechen in der Kurve, jede Bodenwelle, jede kleine Unsicherheit beim Herausbeschleunigen. PSX Brazil lobt das zu Recht als „ein hohes Niveau an Exzellenz und Stabilität“. Doch genau da liegt auch ein Hauch von Stillstand: Große Innovationen? Fehlanzeige. Warum Risiken eingehen, wenn das Fundament bereits stabil ist?
Dort, wo F1 25 jedoch aufdreht, ist der Karrieremodus – und zwar gleich doppelt. Die Rückkehr von Braking Point bringt nicht nur erzählerische Tiefe, sondern auch echtes Drama in den sonst so rationalen Formel-1-Zirkus. Entscheidungen auf und abseits der Strecke beeinflussen den Saisonverlauf, die Figuren wirken plastischer denn je. Auch der beliebte My Team-Modus wurde sinnvoll erweitert – etwa durch neue Management-Optionen und feinere Steuerung über Ressourcen und Entwicklung.
Meristation hebt besonders die inhaltliche Tiefe hervor: „Mit der Rückkehr von Braking Point kommt der tiefgreifendste Karrieremodus der Serie hinzu.“ Wer bereit ist, sich in die Welt des Motorsports zu vertiefen, kann hier Dutzende Stunden verlieren – im besten Sinne.
Hoher Standard mit leichten Abnutzungserscheinungen
Doch nicht alles glänzt wie ein frisch polierter Frontflügel. TechRadar bemängelt die fehlende Weiterentwicklung in anderen Modi – und liegt damit richtig. Wer sich auf Neuerungen im Splitscreen oder Online-Bereich gefreut hat, wird enttäuscht. Codemasters spielt auf Sicherheit – verständlich, aber nicht zukunftsweisend.
Mit einem aktuellen Metascore von 79 (Stand: 7 Reviews) pendelt sich F1 25 solide ein – aber eben nicht mehr auf Weltmeister-Niveau. Die Konkurrenz im Rennspiel-Genre schläft nicht, und irgendwann reicht ein perfektes Fahrgefühl allein nicht mehr aus.



