Fallout 3: Spielbarkeit der Originale wichtiger als Remaster oder Remake

Bethesda-Chef Todd Howard erklärt seine Strategie: Morrowind und Fallout 3 müssen erst originalgetreu laufen, bevor Remaster wie Oblivion kommen können.

Lukas Author 2026
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Lukas Neumann
Als "Padawan" von Niklas begleitet Lukas Neumann das PlayStation-Ökosystem bei PlayFront. Er hinterfragt kritisch Grafik-Exzesse und AAA-Budgets, um eine ehrliche Perspektive auf aktuelle Gameplay-Konzepte und die...

Bevor Bethesda über weitere Remaster nachdenkt, müssen die Originale auf moderner Hardware laufen. Dank Microsofts Abwärtskompatibilität sind Morrowind, Oblivion und Fallout 3 heute in 4K und mit 60 FPS spielbar – für Todd Howard die Grundvoraussetzung, bevor man überhaupt die Hand an ein Remaster legt.

Die News ist eine Ansage an alle, die bei jedem Jubiläum sofort nach einem kompletten Remake schreien. Todd Howard hat eine klare Prioritätenliste: Ein Spiel muss als Zeitdokument in seiner Urform zugänglich bleiben. Für ihn war es entscheidend, dass die Community die Klassiker so erleben kann, wie sie damals waren – nur eben ohne die technischen Hürden alter Konsolengenerationen.

In einem aktuellen Interview mit GamesRadar betont er, dass er lange Zeit ein strikter Gegner von Remastern war („No, no, no“). Sein Argument: Die Spiele haben ihre eigene Persönlichkeit, die eng mit ihrer Ära verknüpft ist. Erst als durch die Zusammenarbeit mit dem Xbox-Team sichergestellt war, dass die Titel nativ und stabil auf Series X/S laufen, erwärmte er sich für Projekte wie das (nach Leaks und Howard-Aussagen erfolgreiche) „Oblivion Remastered“.

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Was die Spieler heute schon haben

Man vergisst es oft, aber Bethesda-Fans auf der Xbox sitzen bereits auf einer Goldmine an inoffiziellen Remastern, die Howard als Basis für seine Entscheidung sieht. Durch die Abwärtskompatibilität der modernen Konsolen erleben wir die Klassiker heute in einer Qualität, die weit über das Original hinausgeht: Morrowind läuft in deutlich höherer Auflösung als auf der Ur-Xbox, während „Fallout 3“ und „Oblivion“ dank FPS Boost flüssige 60 FPS und 4K-Output bieten.

Auch die PC-Legacy spielt eine zentrale Rolle; Howard verweist darauf, dass PC-Spieler ohnehin seit jeher Zugriff auf die Originale haben und diese durch Mods oder Hardware-Power aktuell halten. Für Bethesda war die Sicherung dieser Spielbarkeit „Job Nummer eins“, bevor man überhaupt Ressourcen in ein offizielles Remaster gesteckt hat.

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Dieser Fokus auf „Preservation“ zeigt, dass Howard den Wert der Original-Erfahrung höher einschätzt als den schnellen Glanz einer neuen Engine. Er will nicht, dass die Geschichte von Bethesda hinter einer Paywall für Neuauflagen verschwindet.

Das Ende der Remake-Träume?

Wer auf ein „Fallout 3“ im Stile eines „Resident Evil 4 Remakes“ hofft, sollte genau hinhören. Howard bezeichnet sich selbst als „Anti-Remake“. Er möchte die Ecken und Kanten, das „Cringe“-Gefühl alter Mechaniken nicht wegbügeln. Ein Remaster ist für ihn eine „Best-of“-Version des Patchens, keine Neuerfindung.

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Wenn Bethesda Hand anlegt, dann um die Vision von damals zu schärfen, nicht um sie zu ersetzen. Die Tatsache, dass das „Oblivion Remaster“ laut Howard vor allem deshalb existiert, um die Wartezeit auf The Elder Scrolls VI zu überbrücken, unterstreicht diesen pragmatischen Ansatz.

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