Eigentlich sollte die Fallout 4: Anniversary Edition ein kleines Geschenk an Fans sein. Ein symbolisches Update zum zehnjährigen Jubiläum eines Spiels, das viele immer noch lieben. Stattdessen ist es für viele der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Auf Steam häufen sich seit Veröffentlichung wütende Rezensionen, und der Tenor ist eindeutig: „Statt Probleme zu beheben, findet Bethesda immer neue Wege, sie zu verschlimmern.“
Was viele Spieler besonders aufregt, ist, dass das Update die Kompatibilität mit fast allen Mods zerstört, inklusive F4SE, dem wichtigsten Mod-Framework des Spiels. Damit sind unzählige Community-Inhalte, von Bugfixes über Performance-Mods bis hin zu ganzen Gameplay-Überarbeitungen, plötzlich unbrauchbar. Und das bei einem Titel, der ohne diese Mods kaum noch spielbar ist.
„40 Euro für kaputte Mods?“ – Der Community platzt der Kragen
Kaum ein anderer Entwickler lebt so sehr von seiner Modding-Community wie Bethesda. Doch genau diese fühlt sich nun verraten. Viele User sehen in der Fallout 4: Anniversary Edition nichts weiter als den Versuch, altbekannten Content erneut zu verkaufen, diesmal über das Creation Club-System, das kostenpflichtige Mini-DLCs anbietet.
„Ich habe die Game of the Year Edition schon. Jetzt wollen sie nochmal 20 Euro für Inhalte, die größtenteils von Spielern gemacht wurden, und früher kostenlos waren“, schreibt ein User. Andere gehen noch weiter und werfen Bethesda „reine Gier“ vor.
Die Steam-Bewertungen sprechen eine deutliche Sprache: Von frustrierten Moddern, deren jahrelange Arbeit jetzt wertlos ist, bis hin zu Fans, die schlicht nicht verstehen, warum ein zehn Jahre altes Spiel jetzt noch teurer wird. Dass das „Upgrade“ zudem rund 40 Euro kostet, macht die Sache nicht besser.
Stillstand statt Fortschritt
Fallout 4 war schon immer ein widersprüchliches Spiel: faszinierende Welt, fragwürdige Technik. Zehn Jahre später hat sich daran nichts geändert, im Gegenteil. Die Anniversary Edition wirkt wie ein Relikt einer Ära, in der Bethesda immer noch glaubt, alte Spiele mit Minimalaufwand erneut monetarisieren zu können.
Statt Fehler zu beheben, bricht das Update neue Systeme. Statt die Modding-Szene zu feiern, schränkt man sie ein. Und statt Vertrauen zurückzugewinnen, verspielt man es weiter. Für viele Fans, die seit dem ersten Fallout dabei sind, ist das ein Schlag ins Gesicht. Selbst treue Spieler mit hunderten Stunden Spielzeit sehen kaum noch Sinn darin, zurückzukehren. Einige empfehlen inzwischen, die DRM-freie Version bei GOG zu kaufen – einfach, um das Update umgehen zu können.
Trotz des massiven Gegenwinds gibt es auch Spieler, die dem Update etwas Positives abgewinnen können. Einige loben, dass Fallout 4 nach all den Jahren überhaupt noch gepflegt wird und neue Inhalte erhält, wenn auch in kleinem Rahmen. Besonders auf Konsolen, wo Mod-Support ohnehin eingeschränkt ist, freuen sich manche über die Chance, die Anniversary Edition als Komplettpaket zu erleben.
Auch Nostalgiker, die durch die Amazon-Serie Fallout wieder in die Ödnis zurückgekehrt sind, genießen das vertraute Gameplay und die unverwechselbare Atmosphäre. Für sie bleibt Fallout 4 trotz seiner Macken ein faszinierendes Rollenspiel, das mit seiner offenen Welt, dem schwarzen Humor und den zahllosen Möglichkeiten zum Siedlungsbau noch immer fesselt. Diese Stimmen gehen im Lärm des Shitstorms zwar unter, zeigen aber, dass die Liebe zur Serie noch nicht ganz verloren ist.
Ein Jubiläum, das niemand feiern will
Die Fallout 4: Anniversary Edition hätte ein schönes Zeichen sein können. Ein Update, das zeigt, dass Bethesda seine Community versteht und schätzt. Stattdessen ist sie zum Symbol geworden für alles, was Spieler an der heutigen Firmenpolitik kritisieren – fehlender Respekt vor der eigenen Fanbasis, technische Schlamperei und ein überholtes Monetarisierungsmodell.
Habt ihr das Update ausprobiert oder boykottiert ihr es komplett? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!



Jep, seit dem läuft es instabile.
Jemand hat das gekauft?
Das Spiel ist durch! Es hat jetzt zum 2. Mal ne Auffrischung bekommen. Aber wieder ist die Grafik grotten-schlecht, Raytracing und DLSS fehlen immer noch.
Hier wird versucht, ein totes Pferd durch die Manege zu treiben.
Es ist nicht nur die Mod-Kompatiblität.
Ich spiele ohne Mods und bei mir hat das Update sämtliche Add-Ons rausgekickt. Die Spielstände lassen sich zwar noch laden, aber natürlich fehlt ein geraumer Teil des Inhalts.
Eine Neuinstallation der Add-Ons hat das Problem nicht behoben, sie werden im Hauptmenü weiter angezeigt als „Nicht installiert“.
Besten Dank an Bethesda! Mit diesem Update habt ihr mir wirklich viel Freude bereitet.
Ja bei mir auf der ps5
Avakin Luziblackmoon ich habe das gleiche.
Bethesda hätte einfach zum Start der Serie endlich ein neues Fallout fertig haben müssen. Stattdessen melken Sie jetzt das über 10 Jahre alte Fallout 4 und versuchen dort wieder irgendwie Kohle rauszupressen. Er ist nichts für die Fans oder wie auch immer man sich das schön reden kann, es ist einfach nur der Versuch mit einem über 10 Jahre alten Spiel Geld zu verdienen ohne Aufwand reinstecken zu müssen, da man das absolut versemmelt hat, ein neues Spiel zu entwickeln, was schon längst hätte da sein müssen(dasselbe beim Skyrim Nachfolger) die Leute haben mit ihrer Kritik absolut Recht und das ist eine Katastrophe, das Bethesda für die paar creation Club Inhalte wieder die gesamte Mod Kompatibilität zerschossen hat
Die Ausdrucksweise hier, dass das Spiel ohne Mods und spielbar wäre es aber auch absoluter Quatsch, da man Fallout 4 locker in seiner ganz normalen Version mitsamt DLC spielen kann und von den FPS erhöhenden Mods sogar Abstand nehmen sollte, da sie wie bei den elderScrolls spielen die gesamte Stabilität gefährden können man sich sogar den Spielstand zunichte machen kann. Alles andere ist nett aber nicht notwendig um das Spiel genießen zu können
Die Aussage, dass das Spiel ohne Mods quasi kaum spielbar ist ich würde daher wieder mal sehr überzogen nur etwas Stoff für ein Artikel zu haben