Wenn am 22. Januar Final Fantasy VII Remake Intergrade für Switch 2 und Xbox erscheint, bringt Square Enix nicht nur eine der besten JRPG-Neuauflagen der letzten Jahre auf neue Plattformen. Mit an Bord ist auch eine neue Einstellung namens „Optimierte Progression“, die das Spiel grundlegend verändert: unbegrenzte HP, permanente volle MP, maximale Limit-Anzeigen und jeder Angriff trifft mit 9999 Schaden. Mit anderen Worten: ein waschechter God-Mode.
Das klingt erstmal nach einem Paradies für Story-Puristen. Aber gleichzeitig wirft es auch eine alte Frage neu auf: Verliert ein RPG seine Essenz, wenn der Schwierigkeitsgrad komplett ausgehebelt wird?
Hamaguchi verteidigt die Entscheidung
Naoki Hamaguchi, Director von Final Fantasy VII Remake, sieht darin keine Kapitulation vor dem Zeitgeist, sondern eine logische Anpassung an veränderte Spielgewohnheiten. In einem Statement erklärte er, er habe selbst schon Spiele abgebrochen, „weil es so lange dauert, Charaktere aufzuleveln oder das Spiel zu durchlaufen“. Heute sei es normal, dass Spieler Flexibilität erwarten, ähnlich wie beim Streaming, wo man Inhalte nach eigener Zeit und Lust konsumiert.
Vor allem für Neueinsteiger dürfte die Option eine enorme Hürde abbauen. Ein Mammutprojekt wie Final Fantasy VII Remake kann einschüchternd wirken, besonders für Spieler, die wenig Zeit haben oder einfach nur die Geschichte erleben möchten.
Ein Gewinn für die Community oder ein Verlust für die Veteranen?
Auch wenn Spieler JRPGs lieben, bleibt das Grinding oft eine Hassliebe. Gerade gegen Ende zieht sich so mancher Titel, sei es Like a Dragon: Infinite Wealth oder eben klassische Final-Fantasy-Teile. Dass Square Enix hier eine Abkürzung anbietet, bedeutet nicht, dass der „klassische Weg“ verschwindet, er bleibt weiterhin verfügbar.
Die entscheidende Frage lautet also: Muss jedes Spiel für alle gleich schwer sein, oder ist es nicht besser, wenn jeder Spieler sein eigenes Tempo wählen kann? Der God-Mode macht Final Fantasy VII Remake Intergrade nicht kleiner, sondern öffnet es einer größeren Community.
Was denkt ihr? Ist die „Optimierte Progression“ ein Gewinn für die Zugänglichkeit oder ein Bruch mit der Seele des Genres?



