Manchmal verraten Entwickler mehr zwischen den Zeilen als in einer ganzen PR-Kampagne. So auch Naoki Hamaguchi, Director von Final Fantasy VII Rebirth, der in einem ausführlichen Gespräch bestätigte, dass der finale Titel (Name) von Final Fantasy VII Remake Part III längst in Arbeit ist, und inzwischen auf zwei konkrete Optionen geschrumpft wurde. Die Entscheidung soll noch 2025 fallen.
Für Fans mag das wie eine Randnotiz wirken, doch Hamaguchis Erklärung öffnet ein Fenster in die Art und Weise, wie das Team an dieses Finale herangeht. Er spricht davon, wie die Reihe ihn „geprägt“ hat und warum er die Verantwortung spürt, ihr gerecht zu werden. Das wirkt nicht wie die typische PR-Nachricht, sondern eher wie jemand, der seit zwei Jahrzehnten mit dieser Welt lebt und sie jetzt zu Ende führen will.
Warum ein Titel so viel mehr bedeutet
Die Entscheidung für einen Namen klingt trivial, ist für Square Enix aber fast schon Symbolpolitik. Remake und Rebirth waren nicht nur Titel, sondern Aussagen darüber, wie die Geschichte neu gelesen werden soll. Entsprechend dürfte Final Fantasy VII Remake Part III ebenfalls ein Leitmotiv tragen, etwas, das den Abschluss der Interpretation andeutet.
Dass Hamaguchi ständig interne Builds spielt, Abläufe anpasst und Storybeats feinschleift, zeigt, wie eng Titel, Tonalität und Narrative miteinander verzahnt sind. Der Titel verrät nicht die Auflösung, aber er setzt die Erwartungshaltung. Und diese Erwartung muss das Team erfüllen.
Naoki Hamaguchi says him and Tetsuya Nomura have narrowed down the title of FF7 Remake part 3 to two options and will decide on which one by the end of this year! via @JulienChieze
— Genki✨ (@Genki_JPN) December 8, 2025
“Me and Tetsuya Nomura have already narrowed it down to two, within the year we will decide on… pic.twitter.com/AWEMhRTbOv
Mögliche Premiere bei den Game Awards?
Offiziell bestätigt ist nichts. Aber wenn der Titel noch 2025 finalisiert wird, liegt ein möglicher Auftritt bei den Game Awards 2025 am 11. Dezember fast schon auf der Hand. Geoff Keighley hat sich in den letzten Jahren zur Bühne für große japanische Entwickler gemausert, und Square Enix nutzte das Event schon mehrfach für weitreichende Ankündigungen.
Die Frage ist also weniger ob, sondern wann die Bühne passt. Für den Abschluss der Remake-Trilogie steht viel auf dem Spiel – dramaturgisch, kommerziell und für die Fangemeinde, die seit 2015 auf diese Neuinterpretation wartet.
Noch ist unklar, welcher der beiden Titel das Rennen macht. Aber spätestens, wenn Square Enix die finale Entscheidung trifft, beginnt die letzte Phase eines Projekts, das die Serie neu definiert hat. Vielleicht lautet die eigentliche Frage: Kann Part III die Erwartungen erfüllen, die Rebirth entfacht hat – oder wird es sie bewusst brechen?


Gott sei danke noch in diesen Jahrhundert und auch noch vor Renten Eintritt ^^