Die Entwicklung von „Final Fantasy VII Revelation“, dem dritten Teil der Remake-Trilogie verzichtet auf zwei gängige Muster der Spielebranche. Director Naoki Hamaguchi erteilt sowohl der Verwässerung durch Community-Feedback als auch der künstlichen Zugänglichkeit für Neueinsteiger eine Absage. Wer die Story verstehen will, muss von vorn anfangen.
Die Gefahr des Durchschnittsspiels
In einem aktuellen Interview mit Giant Bomb warnt Hamaguchi davor, negative Kritik ungefiltert in Designentscheidungen umzumünzen. Der Versuch, den mathematischen Durchschnittsgeschmack der Community zu bedienen, führt laut dem Regisseur nicht zu einem besseren Produkt.
Wenn Entwickler versuchen, extreme Meinungen von beiden Enden des Spektrums zu versöhnen, leidet die Identität des Spiels. Es entsteht ein Produkt ohne Ecken und Kanten. Das ist das Risiko. Square Enix will diesen Fehler beim Trilogie-Finale vermeiden.
„Wenn man auf jedes negative Feedback eingeht und sogar das positive Feedback berücksichtigt, kommt es manchmal vor, dass man die beiden Extreme der Meinungen vor Augen hat, und wenn man all das berücksichtigt, kann es passieren, dass man ein Produkt entwickelt, das eigentlich keinen Charakter hat.“
Das Ergebnis einer solchen Design-Philosophie beschreibt Hamaguchi drastisch als leeres Blatt ohne echte Anziehungskraft („It’s just a blank state that doesn’t really have any strong appeal“). Für die Praxis bedeutet das: Square Enix behält die kreative Kontrolle und vertraut der eigenen Vision, statt Algorithmen aus Internetforen zu füttern.
Keine Kompromisse bei der Story-Kontinuität
Parallel dazu erteilt das Studio der typischen Publisher-Logik eine Absage, die jeden Nachfolger zwingend für ein Massenpublikum öffnen will. Trotz der strategischen Neuausrichtung von Square Enix hin zu mehr Multiplattform-Releases wird der dritte Teil kein Einstiegspunkt für Neulinge. Der Director stellt klar, dass Spieler mit dem ersten Teil starten müssen, um die Gesamthandlung zu begreifen.
„Es ist nicht der richtige Ansatz zu sagen, dass Spieler die FF7-Remake-Reihe mit ‚Revelation‘ beginnen können. Man muss wahrscheinlich mit dem ersten Teil, dem FF7-Remake, beginnen, um die Geschichte vollständig zu verstehen.“
Dieser Schritt ist mutig, aber wirtschaftlich riskant. Er ignoriert die klassische Marketing-Doktrin, die Barrieren für Späteinsteiger abbauen will. Konsolenspieler auf der Playstation kennen die Struktur seit 2020. Für PC-Spieler und potenzielle Nutzer anderer Plattformen bedeutet diese Entscheidung jedoch eine harte Einstiegshürde. Sie müssen Zeit und Geld in zwei monumentale Vorgänger investieren.
Die Ansage von Square Enix ist trotzdem konsequent. Hamaguchi schützt das Projekt vor der typischen Weichspülung, die Fortsetzungen oft unkenntlich macht. Für Spieler ist das eine gute Nachricht: Der finale Teil behält seinen Charakter.
Für den Massenmarkt ist es ein Dämpfer. Wer jetzt erst einsteigt, kauft kein Einzelspiel, sondern ein dreiteiliges Pflichtprogramm. Kreative Freiheit schlägt hier die schnelle Monetarisierung. Eine Seltenheit im modernen AAA-Geschäft.
„Final Fantasy VII Revelation“ erscheint 2027.

Scheiß auf die Neueinsteiger. Wer fängt denn bitte bei einer Trilogie mit dem dritten Teil an? Besonders wenn die Story so sehr zusammenhängt wie bei Final Fantasy 7🙏🏻
Alles andere macht auch keinen sinn
Genau richtig so 😍
Was soll man dazu sagen. Hätte man das spiel als ganzen veröffentlicht müsste man sich an garnichts anpassen. Bin auch dafür das man es nicht leichter macht aber wenn das spiel nicht in drei teile geteilt wäre musste man sich nicht jedes mal neu einspielen damit man klar kommt. Jetzt kommen Anzüge rein die auch noch gameplay entscheiden sind, das wird doch nur gemacht damit der teil für sich allein stehen kann und 300h endgame conntent hat. Ich weis auch ob sinnvoll ist alle 3 teile nacheinder durchzuspielen ich würde den leuten raten zu warten bis eine version kommt wo alle drei teile als eine durchgängige spiel erfahrung ist