Forza Horizon 6: Japan, Multiplayer-Bauten & Release am 19. Mai

Forza Horizon 6 führt die Serie nach Japan. Größte Map der Reihe, neue Multiplayer-Features und Release am 19. Mai 2026. Erste Einschätzung.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Forza Horizon 6 erscheint am 19. Mai 2026 für Xbox und PC, die PS5-Version folgt später im Jahr, wie Microsoft beim heutigen Xbox Developer Direct enthüllt hat. Schauplatz ist erstmals Japan, inklusive einer riesigen Tokio-Metropole.

Playground Games setzt damit auf Größe, Vernetzung und mehr Freiheit, riskiert aber auch, sich zu verzetteln. Interessant war vor allem aber der Teaser am Ende der Präsentation.

Japan als offene Spielwiese

Tokio ist laut Entwickler fünfmal größer als jede urbane Fläche zuvor in der Reihe. Dazu kommen eine offene Welt mit starker Vertikalität, wechselnden Jahreszeiten und mehreren Biomen. Spieler starten als Tourist und arbeiten sich hoch, inklusive klassischer Rennen, Hindernisparcours und später freischaltbarer Sonderareale wie „Legend Island“.

Neu ist der stärkere Sammelfokus, denn neben Autos gibt es dieses Mal Häuser, Landmarken, Stempel und andere Fortschrittselemente. Über 550 Fahrzeuge sollen zum Launch verfügbar sein, mit besser ausbalancierten Klassen. Details wie kosmetischer Reifenverschleiß oder verbesserte Motorensounds klingen sinnvoll, ob sie aber auch spielerisch mehr sind als Feinarbeit, bleibt abzuwarten.

Mehr Multiplayer, mehr Kontrolle – zumindest auf dem Papier

Forza Horizon 6 rückt gemeinsames Spielen stärker ins Zentrum. Offene Car Meets erlauben es, zusammen Fahrzeuge zu kaufen und direkt Events zu starten. Gebäude und Garagen lassen sich vollständig im Multiplayer errichten und gestalten. Besonders „The Estate“, ein anfangs leeres Tal, dient als Bau- und Sozialhub, den Freunde besuchen können.

Das klingt nach einem logischen Schritt, birgt aber Risiken. Solche Systeme stehen und fallen mit Stabilität, Übersicht und sinnvollen Anreizen, wie The Crew Motorfest zuletzt bewiesen hat. Playground verspricht „mehr zu tun als je zuvor“ in der offenen Welt, ein Satz, der sich erst im Alltag beweisen muss.

Zugänglichkeit, Fanservice – und ein Fragezeichen

Neue Barrierefreiheitsoptionen wie Proximity-Radar, Autodrive und ein anpassbarer High-Contrast-Modus erweitern das ohnehin starke Accessibility-Paket. Auch der Fokus auf japanische Autokultur wirkt ernst gemeint: Das Team arbeitete mit Menschen zusammen, die damit aufgewachsen sind. Kleine kulturelle Details, wie symbolische Hausnummern, unterstreichen dies.

Am Ende des Trailers tauchte zudem ein kurzer Teaser auf, der Raum für Spekulationen lässt, unter anderem über mögliche Crossover wie Gundam. Bestätigt ist dazu nichts, also bleibt Zurückhaltung angebracht. Zusammengefasst:

  • Pro: Größte Map der Serie, klarer Fokus auf Multiplayer und Zugänglichkeit, glaubwürdiger Umgang mit dem Japan-Setting.
  • Contra: Viele neue Systeme gleichzeitig, unklare Tiefe der Open-World-Aktivitäten, PS5-Version erst später.

Forza Horizon 6 will mehr sein als ein neues Festival. Ob daraus echte Weiterentwicklung oder nur mehr Oberfläche wird, entscheidet sich erst nach dem Launch.

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