Update: Laut dem aktuellen PEGI-Rating erscheint „Gears of War: E-Day“ auch für PS5. Das Spiel wurde heute offiziell geprüft.
Original: Ein offenbar fehlerhafter Eintrag beim US-Händler Walmart listet den kommenden Shooter „Gears of War: E-Day“ für die PS5. Die Produktseite verschwand zwar wenige Stunden vor dem heutigen Xbox Games Showcase wieder vom Netz, sorgt seitdem aber für Diskussionen.
Der US-Großhändler schaltete eine Standard-Edition für Sonys Konsole live, versehen mit dem utopischen Preisschild von 99,99 US-Dollar. Die Beschreibung klassifizierte den Titel fälschlicherweise als Ego-Shooter, während leere Platzhalter-Zeilen im Beschreibungstext die handwerkliche Schludrigkeit der Listung belegen.
Es handelt sich um einen klassischen Systemfehler im Vorfeld eines großen Branchen-Events. IGN verifizierte die Existenz der Seite vor der Löschung, da das Spiel 2024 ausschließlich für Xbox Series X|S und PC angekündigt wurde. Ein offizielles Statement zu anderen Plattformen liegt für diesen Teil bisher nicht vor.
Der Schlingerkurs der Microsoft-Führung
Die Verwirrung im Markt ist hausgemacht. Microsofts Portierungspolitik gleicht seit Monaten einem unberechenbaren Zickzackkurs. Ältere Marken wie Halo wandern bereits auf die Konkurrenzplattform. Bei aktuellen Großprojekten rudert das Management nun wieder zurück. Die neue Xbox-Chefin Asha Sharma korrigierte die aggressive Multiplattform-Ausrichtung zuletzt in internen Mails und gegenüber Medien. Exklusive Inhalte seien für den Hardware-Absatz zwingend notwendig.
Zeitgleich vermelden Branchen-Insider wie Jeff Grubb die kurzfristige Stornierung einer bereits geplanten PS5-Version von „Gears of War: E-Day“. Die Kehrtwende der Konzernleitung kollidiert hier sichtbar mit den Vorlaufzeiten der globalen Handelsketten.
Händler-Listungen am Tag eines Plattform-Showcases sind wertlos. Walmart hat Datenfragmente verarbeitet, die den internen Kurswechsel von Microsoft im Frühjahr schlicht verpasst haben. Wer heute Abend eine PS5-Ankündigung des Shooters erwartet, könnte weiterhin enttäuscht werden. Microsoft muss seine verbliebenen Kernmarken schützen, um die eigene Hardware zu rechtfertigen. Gears of War bleibt bis auf Weiteres ein Argument für das Xbox-Ökosystem.
