Ghost of Tsuhima: Japanischer Schrein nach Respektlosigkeit für Touristen gesperrt

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Mark Tomson
Managing Director von PlayFront. Mark Tomson prägt die Vision einer unabhängigen PlayStation-Berichterstattung. Sein Fokus: Technische Analysen, Hardware-Evolution und die strategische Einordnung der Gaming-Industrie. Er steht für...
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Virtuelle Zerstörung mit realen Folgen: Japanischer Schrein zieht drastische Konsequenzen nach Touristenskandal – Assassin's Creed Shadows und Ghost of Tsushima erneut im Mittelpunkt der Debatten.

Das Unvermeidliche ist geschehen: Inmitten der Kontroversen um Assassin’s Creed Shadows hat ein durch Ghost of Tsushima berühmt gewordener Schrein drastische Maßnahmen ergriffen und allen Touristen den Zutritt verboten.

Der Watazumi-Schrein auf der Insel Tsushima, bekannt für sein ikonisches halb versunkenes Torii-Tor, stand lange Zeit im Zentrum der Aufmerksamkeit von Fans und Touristen. Nachdem er 2020 durch einen Taifun beschädigt wurde, hatte die Community des Spiels Ghost of Tsushima großzügig gespendet und rund 260.000 US-Dollar für die Restaurierung bereitgestellt. Doch nun sehen sich die Priester des Schreins gezwungen, harte Konsequenzen zu ziehen.

Kulturelle Wertschätzung oder Tourismus-Wahnsinn?

In einer offiziellen Erklärung auf Instagram verkündeten die Priester, dass ab dem 23. März „das Betreten des Schreingeländes verboten“ sei – mit Ausnahme von Gemeindemitgliedern und lokalen Gläubigen. Ebenso sind Fotografieren und Filmen untersagt, und selbst inländische Reisegruppen dürfen den Ort nicht mehr besuchen.

Der Auslöser für diese drastische Entscheidung? Ein „unverzeihlicher Akt der Respektlosigkeit“, begangen von einem ausländischen Touristen. Trotz wiederholter Konsultationen mit Polizei, Rathaus und Tourismusverband konnte keine nachhaltige Lösung gefunden werden, sodass die Verantwortlichen des Schreins nun zur radikalsten Maßnahme griffen.

„Die Art und Weise, wie Touristen Orte, Dinge und Menschen zerstören, die dem japanischen Volk am Herzen liegen, ist nichts anderes als der Zusammenbruch der japanischen Kultur“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Die Entscheidung solle dem Schutz des Schreins und seiner Bewohner dienen.

Ein Verbot als letzte Konsequenz

Der Vorfall kommt zu einem heiklen Zeitpunkt, denn Assassin’s Creed Shadows gerät zunehmend in die Kritik. Jüngst wurde das Thema dem japanischen Premierminister vorgetragen, der betonte, dass eine Verunstaltung von Schreinen im echten Leben „nicht in Frage“ komme. Zuvor hatte bereits der Itate-Hyozu-Schrein Bedenken geäußert, nachdem Spieler in einer Vorschauversion des Spiels virtuelle Schreine zerstörten. Ubisoft hat daraufhin einen Day-One-Patch veröffentlicht, um bestimmte Objekte unzerstörbar zu machen und so die Tradition zu respektieren.

Die Debatte um kulturellen Respekt und die Auswirkungen von Videospielen auf reale Orte erreicht damit eine neue Eskalationsstufe. Bleibt abzuwarten, ob weitere historische Stätten dem Beispiel des Watazumi-Schreins folgen und ihre Tore für Touristen schließen.

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DerWahreHansWurst
24. März 2025 16:39

ich kann nicht verstehen, dass überhaupt jemand solche gedanken hat. was stimmt mit einem nicht, dass man es cool findet, kulturelle stätten oder symbole zu verunstalten oder zu zerstören? wenn überhaupt ist soetwas unreif, schwach und minderwertig. wer sich dabei mächtig vorkommt oder denkt, er hätte etwas gerockt, hat ganz andere probleme. die menschheit wird immer dümmer…. und entwickelt sich permanent zurück

Crydog
24. März 2025 21:49

Naja ich denke die publisher habe eine gewisse Verantwortung wie sie mit den Kulturen umgehen bzw. Es falsch vorleben es gibt halt menschen die dumm sind und nehmen die videospiele für bare Münze
Nur weil man in der Lage ist in einen videospiel ein schadenmodel bzw. Hit Box bei Kulturen sachen anzulegen sollte man das auch wirklich machen?
Es sind Menschen schon gestorben wegen paar Karikaturen nicht falsch verstehen ich will nicht verharmlosen oder relativieren aber die publisher haben halt durch ihre Reichweite eine gewisse Verantwortung (aus grosser Kraft folgt grosse Verantwortung) und wenn sie Themen wie Kulturen oder Religion thematisieren die sie nur halb verstehen oder gar respektlos wieder geben dann kann halt passieren das es menschen gibt die ihre Kultur bzw. Religion ernst nehmen in ihren Gefühlen verletzt werden. Aber natürlich haben wir Spieler auch eine Verantwortung nur weil man in gta5 Autos klauen kann und leute damit überfahren heisst ja lange nicht das man es in Wirklichkeit auch machen sollte

Chanjo
24. März 2025 16:11

Ich bin mir sicher, dass die Versuchung für den einen oder anderen jetzt umso größer ist, einen solchen Schrein zu zerstören und dem Typen zu zeigen dass er nicht unerreichbar ist. Solche Leute gibt es. Er nimmt seine Rolle zu ernst. Nur weil etwas nicht in Frage kommt, bedeutet das noch lange nicht dass es nicht unmöglich ist.

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