Ghost of Tsushima: Bluepoint wollte Spin-off – und Sony blockte

Bluepoint pitchte ein Ghost of Tsushima-Spin-off und ein Bloodborne-Remake. Sony lehnte ab. War das der letzte Sargnagel fürs Studio?

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Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Padawan von Niklas begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung aktueller Branchenthemen und...

Kennst du das Gefühl, wenn ein Studio eigentlich liefern könnte und dann einfach dichtmacht? Genauso fühlt sich das hier an. Ein neuer Bericht von Jason Schreier bringt Licht ins Dunkel um das Ende von Bluepoint Games – und die Liste der verworfenen Projekte wird immer länger.

Bevor Sony den Stecker zog, pitchte das Team wohl mehrere Hochkaräter: ein Bloodborne-Remake, ein Spin-off zu Ghost of Tsushima und sogar eine überarbeitete Version ihres eigenen Shadow of the Colossus-Remakes. Keines davon wurde umgesetzt.

Warum das Ghost of Tsushima-Spin-off scheiterte

Das geplante Spin-off zu Ghost of Tsushima klingt tatsächlich spannend, wirft aber Fragen auf. Die „Ghost“-Reihe ist als Anthologie angelegt, wie wir spätestens seit der Ankündigung von Ghost of Yōtei wissen. Jede Geschichte steht für sich – technisch gesehen ist damit fast jeder neue Teil bereits ein Spin-off.

Es liegt nahe, dass Sucker Punch Productions die Marke schlichtweg selbst kontrollieren wollte. Wenn man gerade am nächsten großen Release arbeitet, gibt man sein „Baby“ ungern aus der Hand. Doch hinter den Kulissen gab es noch ein ganz anderes Problem.

Live-Service als Stolperfalle: Das God of War-Projekt

Bluepoint war zuvor in die Entwicklung eines God of War-Live-Service-Titels eingebunden. Das Projekt wurde schließlich eingestampft, Ressourcen wurden verbrannt und wertvolle Jahre gingen verloren. Laut Bericht war genau diese Fehlinvestition ein Hauptgrund für die spätere Schließung des Studios.

Hier zeigt sich das Dilemma: Ein Team, das mit Demon’s Souls bewiesen hat, dass es Singleplayer-Perfektion beherrscht, wird auf Biegen und Brechen in das Live-Service-Korsett gepresst. Am Ende zahlt das Studio die Rechnung für eine Strategie, die an der Kernkompetenz vorbeiging. Ein Bloodborne-Remake wäre für die Community ein No-Brainer gewesen, doch stattdessen blieb viel Potenzial auf der Strecke. Ein tragisches Ende für ein renommiertes Studio.

Was meint ihr: Hätte ein Ghost-Spin-off von Bluepoint funktioniert oder war die Skepsis von Sony am Ende berechtigt?

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Crydog
1. März 2026 02:40

Ah man es hätte alles funktioniert wenn man den Studio eine echte chance gegeben hätte. Ich finde es sowieso fragwürdig warum die studios untereinander sich nicht vertrauen ist doch lächerlich. Bend studio hat damals auch ein uncharted gemacht golden abbys und wenn ich so überlege dann war der teil besser als manche teil von ND. Oder ready at dawn haben damals super psps gow teile gemacht gohst of Sparta dort hatte man eine speer und Schild als waffe was das bluepoint war für gow 2018 & ragnarok Schild & sindris speer gameplay war. Ich finde es nicht schlimm wenn man ein spin off jemand anderes entwickelt so kann man ein frischen Wind sorgen wenn die Haupt Entwickler fest gefahren sind

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