Sucker Punch hat mit Ghost of Yōtei die PS5-Besitzer nach einem Jahr Warten wieder ins japanische Inselreich geschickt. Doch die Auswahl an Grafikmodi macht die Entscheidung schwer: Quality, Performance, Raytracing und die exklusive Raytracing Pro-Variante auf der PS5 Pro.
Für Spieler stellt sich damit so oft die Frage: Welche Einstellung bringt das beste Erlebnis, und wo lohnt es sich, Kompromisse einzugehen?
Fakten auf dem Tisch
Bevor wir in persönliche Präferenzen oder Marketing-Versprechen abdriften, schauen wir uns erst die nackten Zahlen an, die sich nach dem Day One-Patch noch einmal leicht verschoben haben: Auflösung, FPS und Raytracing-Optionen. So lässt sich klar erkennen, welche PS5-Version von Ghost of Yōtei für welchen Spielertyp wirklich Sinn macht.
- Quality Mode: Ziel 30 FPS, native 4K-Auflösung auf der Pro, geringere Auflösung auf der Basis-PS5. Maximale visuelle Details, stabile Framerate, aber kein High-FPS-Spielgefühl.
- Performance Mode: 60 FPS, Auflösung 1080p (Basis) oder ~1780p (Pro). Flüssiges Gameplay, ideal für schnelle Kämpfe und präzise Steuerung, aber mit etwas weniger grafischer Schärfe.
- Raytracing: 30 FPS, höhere Licht- und Schatteneffekte. Auf der Pro höhere Auflösung, auf Basis-PS5 moderate 1440p. Visuell spektakulärer, aber Framerate bleibt konservativ.
- Raytracing Pro (Pro exklusiv): PSSR-Upscaling von 1080p, Raytracing aktiv. Kombiniert optische Verbesserungen mit moderatem Upscaling – Kompromiss zwischen Bildqualität und Leistung.

Was ist nun das Richtige?
Wer auf der Suche nach flüssigem Gameplay ist, sollte zum Performance-Modus greifen. 60 FPS wirken sich spürbar auf Kampf, Kamerabewegungen und Reaktionszeiten aus, besonders bei anspruchsvollen Szenen. Spieler, die Wert auf Kino-Optik legen, profitieren von Quality oder Raytracing: Licht, Schatten und Reflexionen heben Ghost of Yōtei auf ein deutliches visuelles Niveau. Raytracing Pro bietet PS5 Pro-Spielern eine solide Mischung: Schönes Licht und stabile Performance, ohne native 4K zu liefern.
Historisch betrachtet folgt Sucker Punch dem PS5-Trend: Multiple Modi für unterschiedliche Zielgruppen. Wer erinnert sich nicht an Ghost of Tsushima: Auch dort war die Wahl zwischen 30 FPS Kino-Optik und 60 FPS Action ein stark diskutiertes Thema. Ist mal wieder nett, dass das Beste aus Ghost of Yōtei erst nach unserem Review aufgedeckt wird.
Für PS5-Besitzer heißt das: Entscheide nach Geschmack und Setup. Großes 4K-TV, du willst in die Landschaft eintauchen → Quality/Raytracing. Kleiner Bildschirm, schnelle Kämpfe, flüssiges Spielgefühl → Performance. Raytracing Pro bleibt eine Pro-Exklusivität, die zeigt, dass Sony und Entwickler weiterhin den Hardware-Vorteil der Pro-Variante vermarkten.

