Ihr kennt das Problem: Ein Spiel erscheint in einem technisch guten Zustand, sieht gut aus, läuft stabil, und trotzdem fühlt es sich später so an, als hätten bestimmte Features bewusst gefehlt. Genau das passiert jetzt schon wieder mit dem 1.100-Patch für Ghost of Yōtei, nur acht Wochen nach Release.
Das Spiel sah von Anfang an stark aus und war technisch sauber, keine Frage. Aber erst jetzt, zwei Monate später, bekommen PS5 Pro-Besitzer die Features, die zur Hardware eigentlich passen müssten: 120 Hz VRR, unlimitierte Framerates und deutlich mehr Spielraum in jedem Grafikmodus. Features, die zum Launch hätten Standard sein sollen.
Acht Wochen sind eine Ewigkeit
Acht Wochen. Das ist genug Zeit, um ein Spiel durchzuspielen, Platin zu holen und weiterzuziehen. Für viele PS5 Pro-User wirkt es jetzt so, als hätten sie zwei Monate lang eine abgespeckte Version gespielt, obwohl sie für die stärkste PlayStation-Hardware bezahlt haben. Das ist weniger ein technisches Problem, sondern eines der Prioritäten und Kommunikation.
Die Frage bleibt: Warum nicht gleich so? Wenn ein Update acht Wochen nach Release fertig ist, war die Technik verfügbar. Die Entscheidung, PS5 Pro-Features nicht gleich zu liefern, war somit bewusst. Ob aus Release-Druck, Marketing-Gründen oder simplem Ressourcenmangel – für Spieler, die 800 Euro für eine Konsole ausgegeben haben, fühlt sich das an wie eine Ohrfeige.
Ähnlich verhielt es sich schon bei Days Gone Remastered. Drei Wochen nach Release kam ein großes Technik-Update mit VRR, Performance Modes und Balancing-Anpassungen. Auch dort die Frage: Warum nicht gleich so starten? Langsam wird aus Einzelfällen ein Muster.
Der späte Feinschliff frisst Vertrauen
Technik-Upgrades sind wichtig und willkommen. Aber sie ersetzen nicht sorgfältiges Timing. Wenn ein Spiel erst Wochen nach Release wirklich die Leistung abliefert, für die man teure Hardware gekauft hat, fühlt sich das an wie ein Eingeständnis: „Wir haben euch nicht die volle Leistung gegeben, weil wir andere Prioritäten hatten.“
Bei Ghost of Yōtei bleibt das Gefühl, dass PS5 Pro-Spieler acht Wochen lang in der zweiten Reihe saßen. Ein PlayFront-User bringt es auf den Punkt: „Ein Armutszeugnis das erst Wochen nach dem Release rauszubringen.“ Wer investiert schon Zeit in einen zweiten Durchlauf, nur weil es jetzt flüssiger läuft? Der späte Boost wirkt wie ein Pflaster auf eine Wunde, die man direkt hätte vermeiden können.
Was bleibt
Ghost of Yōtei liefert mit dem 1.100-Patch endlich ab, was viele von Anfang an erwartet haben: beste Performance, flüssigere Frames, solideres Gameplay. Aber das reale Problem ist der Zeitpunkt. Acht Wochen nach Release bedeutet, dass die meisten das Spiel längst beendet haben und weitergezogen sind. Ich weiß, schockierend: Spieler haben tatsächlich noch andere Titel in der Bibliothek. Publisher würden ja am liebsten, dass wir uns monatelang nur mit ihrem einen Game beschäftigen, aber so funktioniert das halt nicht.
Das Problem liegt nicht nur bei Ghost of Yōtei oder Days Gone, es ist symptomatisch für eine Entwicklung, in der Release-Druck und Marketing wichtiger scheinen als ein durchdachter Launch. So etwas wiederholt sich, und das frisst Vertrauen.
Ich will Updates, Bugfixes und Verbesserungen. Aber nicht als nachträgliche Rechtfertigung dafür, dass man zum Launch nicht fertig war. Wenn ihr mich fragt: Die bestmögliche Qualität sollte beim Release Standard sein, nicht als Bonus zwei Monate später. Sonst fühlt es sich an, als hätte man für ein unfertiges Versprechen bezahlt, auch wenn das Spiel selbst gut lief.
Hinweis: Die Einschätzungen in diesem Artikel sind meine persönliche Meinung. Muss nicht eure sein – soll aber gerne diskutiert werden.


Und was ist mit dem Vorgänger Tsushima? Wo bleibt da das VRR Update?
Es ist grundsätzlich zu empfehlen Spiele ein paar Monate nach Release zu kaufen um zumindest die gröbsten Bug Fixes in der Day One Edition zu vermeiden. Die Spieleliste (Wahnsinn) wird ja nicht kürzer und man spart ein paar Euronen…
Damit bin ich als PS5 Pro User immer sehr gut gefahren…
Aber klar wenn man sehr auf ein Game gehypt (Baldurs Gate 3, Witcher 4…) ist dann ist das schon ernüchternd, aber das ist ja nicht die Regel….
Ich habe gestern 7x Top Games für 27€ gekauft, die alle älter sind. Game of the year edition bzw. Deluxe Versionen also teilweise komplett mit allen DLCs. Das war vernünftig oder?
( Mein Backlog ist aber mehr als unvernünftig haha)
Aber mal ehrlich, gerade in einem Hobby gehören auch Emotionen dazu, wenn man sich auf etwas Mega freut, dann darf die Vernunft auch mal hinten dran stehen. Ich habe dieses Jahr für die Pro genau 2x Spiele dayone zum Vollpreis geholt und bereue keinen Cent ( death stranding 2 und ghost of yotei 2). Und beide waren zum Start ‚‘‘perfekt‘‘
Stimmt, ist nur dumm wenn Spiele teilweise mehrere Beta Tests haben, vermeintlich funktionieren und dann bei Release trotzdem wieder nicht abliefern.
bitte die Kirche im Dorf lassen, der ps5 pro raytracing mode lief zum release mit 60fps, ohne Framedrops, glitches und bugs. Jetzt haben sie 80-85fps rausgekitzelt.
Jeder der eine Pro hat, spielt es so. Die vrr120hr + unlimited schaut dagegen mau aus.
Bischen Fanservice für die anti-fans hier bzw. ehemaligen Sonyexperten, die jetzt alles scheisse finden, aber trotzem noch auf der playstation zocken.
Naja ich denke die werden erstmal schauen das es gut läuft auf der standard PS5, die nunmal den Großteil der Sony Konsoleros ausmacht. Danach kann man sich langsam und die kleinere Pro Gruppe kümmern. Klingt zwar scheiße aber Geld regiert die Welt. Man muss aber auch sagen, dass fast alle Games von Sony zum launch auf deren Konsolen meist rund laufen
Man konnte bereits auf der Ps5 Pro den Raytracing Modus in 60 FPS genießen. Das lief auf der Base Ps5 nur in 30 FPS. Somit hab ich das Spiel sehr zufrieden auf meine Pro durchgespielt.
Weiter ändert der Patch garnichts für Leite die nicht auf einen VRR TV spielen.
Häh, auf der PS5 Pro lief es mit VRR tadellos – wieso wird mal wieder ein relativierenden fiktiver „Sturm im Wasserglas“ erzeugt?
Ist künstliche Empörung im Angesicht nicht vorhandener Kompetenzen (keine Beleidigung, Game Entwicklung ist kein Malen nach Zahlen..) der neuste Schrei?
Ist die Medienlandschaft und die vermeintliche Community-Heulerei, mittlerweile so berechenbarer copy Pasta content geworden als was ironischerweise bei den Entwicklern angeprangert wird?
Oder bin ich – und diverse andere -mittlerweile zu alt und zu festgefahren, als dass so angeblich drängende Probleme gar als Armutszeugnis von dem scheinbar nicht sehr resilienten Teil der Community, Content Creator und Gaming-Journalisten so wahrgenommen werden könnte?
Quo Vadis Journalismus?
Das Spiel lief gut, keine Frage. Aber ‚tadellos mit VRR‘ ist nicht dasselbe wie ‚120Hz VRR + unlimitierte Framerates zum Launch‘. Die Frage bleibt: Warum 8 Wochen später?
Dass du das nicht als Problem siehst,ist völlig okay. Andere, die 800 Euro für die PS5 Pro ausgegeben haben, sehen das anders. Genau dafür gibt’s Meinungskolumnen: Perspektiven teilen und diskutieren.
‚Quo Vadis Journalismus?‘ – genau hier: Kritische Fragen stellen, auch wenn’s unbequem ist.
Man kann von Sony halten was man will, aber ihre Spiele optimieren sie wirklich sehr gut! Egal ob Santa Monica, Insomniac oder Naughty Dog….
Hab das schon mal hier angesprochen das es da ganz andere Kandidaten gibt, die einen kritischen Journalismus verdient hätten! Aber ok, Hauptsache mal wieder irgendwas (obwohl es positiv ist) kritisch darstellen und auf die Klicks hoffen. Mehr ist das hier nicht.
Mmmh würde mich jetzt auch ärgern wenn ich es bereits durchgespielt hätte, um nach so kurzer Zeit zu erfahren, nicht die beste Erfahrung auf der teuersten Hardware gehabt zu haben. Klar sind das Kleinigkeiten, aber dann sollen sie es kommunizieren: Achtung, da kommt noch was Besseres, wenn ihr kurz abwartet. Aber das hätte wohl die Launchverkäufe gefährdet. Mieses Timing von Sony. Und für PS5 Pro-User ist es sicherlich keine Kleinigkeit, genau dafür zahlen sie mehr.
Denke einfach sie haben das Spiel bis zu Release so gut fertig gestellt, wie sie konnten. Und die Pro lieferte von Beginn an eine bessere Performance, oder nicht? Andere Studios geben sich da weit weniger Mühe bzw kommen gar nicht zum optimieren, da sie vorher ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben und noch mit kritischen bugs ect zu tun haben…die in der Häufigkeit nichts in einer Release Version zu suchen haben. Das hier nenne ich mal jammern auf sehr hohem Niveau. Kann natürlich jeder anders sehen.