God of War: Komponist Bear McCreary offen für Rückkehr

God of War-Komponist Bear McCreary zeigt sich offen für eine Rückkehr zur Reihe. Warum seine Musik God of War: Ragnarök geprägt hat, und was das für die Serie bedeutet.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Der Komponist von God of War (2018) und God of War Ragnarök schließt eine Rückkehr zum Franchise nicht aus. Bear McCreary erklärte gegenüber IGN, dass er grundsätzlich offen sei, erneut an Projekten rund um Kratos zu arbeiten, auch über klassische Spiele hinaus.

Die Aussage kommt zu einem interessanten Zeitpunkt. Zwar ist die geplante God of War-TV-Serie noch weit von einer Veröffentlichung entfernt, doch sie nimmt langsam Form an. Entwickelt wird sie von Sony Pictures Television und PlayStation Productions für Prime Video. Inhaltlich soll sie sich an der nordischen Saga orientieren und Kratos sowie Atreus auf ihrer Reise durch die neun Reiche begleiten.

„Meine Arbeit fühlte sich abgeschlossen an – aber nicht endgültig“

McCreary hatte in der Vergangenheit betont, dass seine musikalische Arbeit an God of War für ihn abgeschlossen wirkte. Im Gespräch mit IGN relativiert er diese Aussage. Er sei stolz auf das Erreichte, sehe die Musik aber nicht als etwas Starres. Wenn sich eine sinnvolle Möglichkeit ergäbe, das musikalische Fundament weiterzuentwickeln, wäre er dabei.

McCreary gehört zu den wenigen Komponisten, die interaktive Musik wirklich als erzählerisches Werkzeug begreifen. God of War Ragnarök ist dafür ein anschauliches Beispiel.

Tausende Stunden für Musik, die reagiert

Besonders spannend sind McCrearys Einblicke in die technische Seite. Für God of Ragnarök galt intern eine klare Regel: „Do no harm to melody“. Heißt konkret: Musik darf nicht abrupt abbrechen, nur weil ein Kampf endet. Gewinnt der Spieler eine Auseinandersetzung, wird das musikalische Thema sauber zu Ende geführt, angepasst an Situation und Begleiter.

Klingt simpel, war es aber nicht. Laut McCreary stecken dahinter tausende Arbeitsstunden eines spezialisierten Teams. Dynamische Übergänge, variable Instrumentierung und saubere thematische Auflösung mussten exakt auf das Gameplay abgestimmt werden. Genau hier unterscheidet sich Spielekomposition fundamental von Film oder Fernsehen.

Ob McCreary tatsächlich an der Serie beteiligt sein wird, ist offen. Er hat aber definitiv Lust, weiter mit dem Material zu arbeiten, wenn es kreativ Sinn ergibt. Für die Serie wäre das ein Gewinn. Die Musik ist ein zentraler Identitätsanker der neueren God of War-Teile.

McCreary lässt die Tür bewusst mit einem realistischen Blick auf das Franchise offen, das musikalisch Maßstäbe gesetzt hat. Wenn God of War in Zukunft weiter wachsen soll, wäre seine Rückkehr mehr als nur Nostalgie. Es wäre logisch.

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