Sony Santa Monica bricht das Schweigen um die wichtigste Unbekannte der Nordischen Saga und macht in „God of War Laufey“ Kratos‘ verstorbene Frau zur Hauptfigur. Narrative Director Jimmie Meyers und Lead Writer Elize Morgan enthüllen in einem ersten Video, dass das Spin-off exakt mit ihrer Verbrennung startet.
Bisher kennen wir Faye nur aus den Erzählungen von Kratos und Atreus als Beschützerin Midgards und letzte Riesin. Das Spiel wirft uns nun direkt in den Moment, nachdem Kratos den Scheiterhaufen entzündet hat. Faye erwacht in „The Everyone“, dem Jenseits der Götter, in das alle magischen Wesen nach ihrem Tod wandern.
Die Entwickler beschreiben das Reich als lebendig und farbenfroh, aber völlig korrumpiert und gefährlich. Für Spieler bedeutet das ein komplett neues Setting abseits der bekannten Pfade von Midgard oder Asgard. Faye bemerkt dort sofort, dass ihre Vorhersehung und ihr Plan für ihre Familie in Gefahr sind. Ihr einziges Ziel ist die Rückkehr nach Hause.
Neue Götter und dreckige Kämpfe
Der Weg zurück wird kein Spaziergang. Das Jenseits wird von zwei fremden Kriegsgöttern beherrscht: Begtse und Sekmet. Für sie ist Faye nur eine weitere Beute, die in den Käfig gehört. Sie muss sich wehren, bekommt dabei aber Unterstützung von skurrilen Begleitern. Ein kosmischer Würfel namens Frank und Rue, lebendige Bänder an einem Schwert, bilden ihr Team.
„Faye vermittelt ein Gefühl der Hoffnung und der Möglichkeit zur Veränderung. Ihre Fähigkeit, unüberwindbare Hindernisse zu überwinden, hat sie mit ins Jenseits genommen.“
Das Gameplay in „God of War Laufey“ dürfte sich drastisch von Kratos unterscheiden. Faye gilt als extrem zäh, mächtig, schlägt im Kampf aber auch mal dreckig zu. Sie steht wieder auf, spuckt dem Gegner ins Gesicht und kämpft weiter. Das wird spielerisch ein ganz anderer Rhythmus als die pure Wucht des Kriegsgottes und nicht nur stumpfes Draufhauen.
Die Idee, Fayes Geschichte direkt nach ihrem Tod anzusetzen, schließt die größte Story-Lücke der letzten beiden Spiele. Der Wechsel in das göttliche Jenseits bringt zudem frische Mythologien ins Franchise. Skepsis bleibt bei den Begleitern. Ein sprechender kosmischer Würfel namens Frank klingt im ersten Moment skurril für den sonst so ernsten Ton der Reihe. Das Potenzial für ein frisches, agiles Gameplay ist aber riesig.
Glaubt ihr, dass Fayes „dreckiger“ Kampfstil den Wucht-Verlust von Kratos‘ Leviathan-Axt ausgleichen kann, oder bricht das Jenseits-Szenario mit Frank dem Würfel zu stark mit dem epischen Ton der Nordischen Saga?