Grand Theft Auto Online erwirtschaftet laut Daten aus einem aktuellen Hack der Gruppe „ShinyHunters“ durchschnittlich 1,32 Millionen US-Dollar pro Tag, während Red Dead Online im gleichen Zeitraum weit abgeschlagen bleibt.
Ein massiver Daten-Leak bei Rockstar Games legt die Umsatzströme der beiden großen Online-Ableger offen. Die am 13. April 2026 verifizierten Dokumente decken den Zeitraum von September 2025 bis April 2026 ab und verdeutlichen die wirtschaftliche Dominanz von „GTA Online“. Während Grand Theft Auto wöchentlich rund 9,6 Millionen US-Dollar einnimmt, generiert „Red Dead Online“ im selben Intervall lediglich etwa 500.000 US-Dollar.
Konsolen sichern das Geschäft
Die geleakten Statistiken erklären die strategische Entscheidung Rockstars, die PC-Version von GTA 6 vorerst hintenanzustellen. Die Umsatzverteilung pro Plattform zeigt ein extremes Gefälle:
| Plattform | Wöchentlich aktive Nutzer | Wöchentlicher Umsatz |
| PlayStation 5 | ~3,47 Mio. | ~$4,49 Mio. |
| Xbox Series X | ~1,13 Mio. | ~$1,87 Mio. |
| PlayStation 4 | ~1,89 Mio. | ~$0,97 Mio. |
| Xbox One | ~1,03 Mio. | ~$0,92 Mio. |
| PC | ~0,89 Mio. | ~$0,26 Mio. |
Obwohl der PC eine loyale Hardware-Basis hat, generiert die PS5 allein fast das Siebzehnfache des PC-Umsatzes. Das Geschäftsmodell stützt sich dabei auf eine minimale Gruppe von Zahlern: Nur etwa 4 % der Spielerbasis sind für diese Summen verantwortlich. Langfristig betrachtet ist das System „Shark Cards“ die tragende Säule; zwischen 2014 und 2024 wurden damit über 5 Milliarden US-Dollar umgesetzt.
Das Ende von Red Dead Online war eine logische Konsequenz
Die Zahlen geben nun schwarz auf weiß die Antwort darauf, warum Rockstar den Support für „Red Dead Online“ faktisch eingestellt hat. Mit einem geschätzten Jahresumsatz von 26,4 Millionen US-Dollar gegenüber fast 500 Millionen US-Dollar bei „GTA Online“ fehlt bei „RDO“Red Dead Online“ schlicht die Skalierbarkeit. Die Wartung und Content-Produktion für ein Spiel mit deutlich geringerer Monetarisierung pro Kopf rechnet sich für ein Studio dieser Größenordnung nicht, wenn die Kapazitäten stattdessen in die Entwicklung von „GTA 6“ fließen können.
Für Konsolenspieler bestätigt der Leak die Priorisierung ihrer Plattformen; die PS5 ist und bleibt die Cashcow für Rockstar Games. PC-Nutzer müssen sich hingegen damit abfinden, dass sie wirtschaftlich das Schlusslicht bilden, was die späten Release-Termine technisch und strategisch untermauern. Die Daten zeigen zudem: Solange 4 % der Spieler weiterhin massiv in In-Game-Währungen investieren, wird sich am Fokus auf Mikrotransaktionen in zukünftigen Titeln nichts ändern.
Mit „GTA 6“ gibt es zudem Hinweise, dass Rockstar Games die Plattform im Stil von Roblox ausbauen möchte.