Hands-On: Battlefield 6 Open Beta #2 – Auf dem Weg zurück zu alter Stärke

Die Battlefield 6 Beta macht auch am zweiten Wochenende Lust auf mehr: klassische Battlefield-Features, solide Performance und spannende Maps in der Vorschau.

Niklas Bender
Niklas ist seit 2023 als Freelancer und Editor-in-Chief bei PlayFront.de aktiv. Er liebt die PS5, schreibt pointiert, bissig und mit klarer Meinung – egal ob zu...

Nach dem ernüchternden Battlefield 2042 war die Skepsis groß: Kann Battlefield noch einmal wirklich überzeugen? Das erste Open Beta Weekend von Battlefield 6 liefert einen vorsichtigen, aber überwiegend positiven Eindruck. Vier Karten, einige Fahrzeuge und ein begrenztes Arsenal – die Beta zeigt schon jetzt, dass DICE das klassische Battlefield-Feeling wiedergefunden hat, ohne moderne Komfortfunktionen wie Sliding oder Crouch-Running zu vernachlässigen.

Klassiker zurück, modernes Gameplay integriert

Für Fans der Serie fühlt sich Battlefield 6 sofort vertraut an. Klassen, Takedown-Animationen und Scoreboards sind zurück, das Movement hat das typische Battlefield-Gewicht, und die Gunplay-Balance stimmt. Gleichzeitig wurden moderne Features sinnvoll integriert, sodass das Spiel frisch wirkt, ohne altbacken zu sein. Die Mischung aus schnellen Gefechten und taktischer Tiefe trifft genau den Nerv der Reihe, eine Rückkehr zu der Ära von Battlefield 3 und 4, die viele Fans schmerzlich vermisst haben.

Die Frostbite-Engine leistet erneut gute Arbeit. Battlefield 6 sieht nach wie vor sehr gut aus und läuft erstaunlich flüssig, selbst auf den Basis-Konsolen. EA hat außerdem die 8. Konsolengeneration hinter sich gelassen, was für ein konsistentes Spielerlebnis auf aktuellen Plattformen sorgt.

Trotz der positiven Eindrücke gibt es typische Beta-Baustellen: Netcode-Probleme wie nicht registrierte Treffer oder „Durch-die-Wand“-Kills treten vereinzelt auf, sind aber bisher im Rahmen dessen, was man von einer offenen Beta erwarten kann.

Subjektive Beta-Eindrücke: Chancen und kleine Sorgen

Neben den Stärken gibt es einige Punkte, die noch Aufmerksamkeit verdienen:

1. Shotgun-Inkonsistenz – Die Shotgun kann Gegner auf kurze Distanz schnell ausschalten, ist aber stark vom Aim abhängig. Für mich war sie manchmal sehr effizient, ein anderes Mal habe ich Punkt-Blank-Schüsse verfehlt. Das macht sie mächtig, aber auch unzuverlässig.

2. Sichtbarkeit und Map-Positionen – Auf einigen Maps verschwinden Spieler stark im Hintergrund oder nutzen ungewöhnliche Spots wie Überführungen für fragwürdige Advantage-Positionen. Das gehört zwar zum taktischen Gameplay, kann aber Frust erzeugen. Eventuell könnten zerstörbare Elemente oder kleine Anpassungen die Balance verbessern.

3. Einsteigerfreundlichkeit und TutorialsBattlefield lebt von Rollenvielfalt und Teamplay. Aktuell gibt es wenig Anleitung für Einsteiger, etwa wie Tickets funktionieren oder wie man effektiv Medic, Scout oder Engineer spielt. Tutorials oder ein Trainingsbereich für Fahrzeuge und Helikopter könnten das Spielerlebnis deutlich zugänglicher machen.

Zerstörung und Map-Design

Die überarbeitete Zerstörungsmechanik ist eine willkommene Rückkehr zum klassischen Battlefield-Stil, erzeugt aber auf Maps wie Cairo teilweise Chaos in der Deckung. Spieler müssen lernen, sich auf dynamische Umgebungen einzustellen. Solange DICE das Balancing zwischen Spektakel und spielerischer Fairness hält, kann die Mechanik aber zu spannenden Matches führen. Das UI ist visuell gelungen und erinnert an Battlefield 4, könnte aber intuitiver sein. Besonders der standardmäßig ausgeblendete Kompass erschwert präzise Squad-Kommunikation.

Vorsichtiger Optimismus

Insgesamt vermittelt die Beta das Gefühl, dass Battlefield 6 zurück auf Kurs ist. Die klassischen Stärken sind wieder da, die Technik überzeugt, und das Spielgefühl stimmt. Kleine Baustellen – Inkonsistenzen bei Waffen, Sichtbarkeitsprobleme auf Maps und fehlende Tutorials – sind fairerweise Beta-typisch und könnten bis zum Release behoben werden.

Für Fans der Serie ist die Beta ein Hoffnungsschimmer. Für Neueinsteiger zeigt sie ein technisch solides Spiel, das taktische Tiefe und moderne Features sinnvoll kombiniert. Weekend #2 hat gezeigt, wie stabil diese positiven Eindrücke bleiben. Wenn DICE die noch offenen Punkte adressiert, könnte Battlefield 6 wieder zu einem echten Favoriten im Shooter-Genre werden.

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