Hardware Check: Lioncast Lenkrad und LC20 Controller mit Turbo Funktion

Der Third-Party Hardwarehersteller Lioncast hat uns erneut zwei seiner Produkte zur Verfügung gestellt, die wir in den letzten Tagen ausführlich testen konnten, darunter ein Lenkrad und einen PS3-Controller mit Turbo Funktion. Ob man uns erneut mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis überraschen kann und ob Lioncast auch qualitativ damit überzeugt, das erfahrt hier bei uns.

Lenkrad mit Pedalen

Das neue Lenkrad kommt im Set mit Pedalen und Schaltung. Das Hauptaugenmerk lag natürlich gleich wieder auf der Verarbeitung, die äußerlich durchweg einen guten Eindruck macht, nicht „billig“ wirkt und auch nichts klappert. Die Saugknöpfe am Boden des Lenkrads und der Schaltung sorgen für einen guten Halt und alles bleibt an seinem Platz, auch wenn man mit dem Lenkrad mal etwas forscher umgeht. An den Pedalen sind kleine Gummis angebracht, um den Boden zu schonen, jedoch bieten diese keinerlei Rutschstopp und so kann es mal passieren, dass diese nach vorn wegrutschen. Mit etwas Einfallsreichtum sollte aber auch dem entgegenwirken zu sein. Das Lenkrad an sich sowie der Schaltknauf sind leicht gummiert, wodurch man einen besseren und festen Griff hat. Gleichzeitig ergibt sich durch die Verarbeitung unterschiedlicher Materialien ein hochwertigerer Eindruck.

Die Installation ist kinderleicht. Die Pedalen und die Schaltung werden mittels Kabelverbindung mit dem Lenkrad verbunden und das Lenkrad mit der PS3. Das war es schon und die PS3 erkennt das Lenkrad ohne Probleme als Controller. Etwas Nachteilig ist, dass nur eine Standardkonfiguration der Tastenbelegung möglich ist und Pedale immer mit Viereck und X belegt sind. Lassen sich Gas und Bremse im Spiel nicht auf diese Tasten legen, kann man die Pedalen nicht nutzen. Hier bedarf es unter Umständen noch Nachbesserung. Dafür sind alle Tasten am Lenkrad gut zu erreichen und durch das Steuerkreuz in der Mitte kann man ohne Probleme durch die Menüs navigieren.

Getestet haben wir das Lenkrad mit „Need for Speed: Shift 2 Unleashed“, „Gran Turismo 5“ und dem neuen „F1 2012“, so dass wir einen guten Eindruck im Arcade- wie auch im Simulations-Genre sammeln konnten. Bei allen drei Spielen konnte man die Tastenbelegung frei wählen, so dass wir das das komplette Set testen konnten, einschließlich Pedalen. Bei Gran „Turismo 5“ und „F1 2012“ hat das Lenkra ohne Probleme funktioniert. Gas und Bremse sind gut dosierbar, die Schaltung hat problemlos funktioniert und die Lenkimpulse wurden direkt übertragen. Das Ansprechverhalten des Lenkrads kann zusätzlich mit einem Regler am Lenkrad in drei Stufen eingestellt werden. Ist der Regler auf „High“ gestellt, reagiert das Lenkrad direkter und muss nicht so weit eingeschlagen werden, um den vollen Lenkeinschlag im Spiel zu erreichen. Auf „Low“ hat das Lenkrad am meisten Spiel und man kann sehr genau den Lenkeinschlag korrigieren. Die Einstellung „Middle“ ist die goldene Mitte. Bei „Shift 2 Unleashed“ hingegen ist sofort eine extreme Verzögerung zwischen Hardware und Spiel aufgefallen. Zwischen dem Einlenken am Lenkrad und dem tatsächlichen Lenken im Spiel lagen mehrere Zehntelsekunden. Somit war das Spiel mit dem Lenkrad nahezu unspielbar. Ob hier ein Softwareseitiges Problem vorliegt oder die Hardware dran schuld ist, können wir leider nicht sagen. Hier muss man einfach testen.

Fazit

„Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase macht es richtig Spaß mit dem Lioncast Lenkrad um die Strecken zu heizen. Die Verarbeitung ist durchweg gut und durch die Saugknöpfe am Boden stehen Lenkrad und Schaltung immer fest. Nur die Pedalen sind ab und zu verrutscht. Durch das Plug’n Play Prinzip fällt die Installation zudem kinderleicht. Zu bemängeln wäre die nicht einstellbare Tastenbelegung am Lenkrad selbst, sowie die mögliche Inkompatibilität zu einigen Spielen. Damit haben aber auch andere Hersteller zu kämpfen. Was wir jedoch erneut sagen können ist, dass Lioncast mit dem Lenkrad vor allem im günstigen Einsteigersegment wieder voll überzeugen kann, das für gerade einmal 39,99 Euro erhältlich ist.“

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Lioncast PS3 Controller LC20 mit Turbo Funktion

Das erste, was einem auffällt, wenn man den Controller das erste Mal in der Hand hat, ist das Gewicht. Er ist sehr leicht und somit auch für längere Spielsessions an einem Stück geeignet Das dürfte vor allem daran liegen, dass er keinen Akku hat, denn der LC20 wird mit einem 3 Meter Kabel mit der Konsolen verbunden. Somit dürften in der Regel schon mal alle Reichweitenprobleme eliminiert sein. Das Nächste was uns aufgefallen ist, dass der Controller von Lioncast etwas größer ausfällt als im Verglich der DualShock-Controller von Sony. Gerade für Spieler mit großen Händen, sollte das durchaus vorteilhaft sein. Die Verarbeitung ist auch hier wieder sehr gut. Nichts klappert oder knarzt. Die Tasten haben einen sehr angenehmen Druckpunkt. Lediglich L3 und R3 sind etwas straff und es bedarf ein wenig mehr Kraft sie zu drücken. Das war allerdings in keinem Spiel hinderlich. Das Digipad hingegen ist etwas anders gestaltet als beim PS3 Controller. Hier hat man keine vier einzelnen Richtungstasten, sondern einen Kreis, ähnlich wie bei einem Xbox Controller. Der Funktionalität schadet das allerdings nicht und es war zu keiner Zeit hinderllich, die Richtungstasten schnell und fehlerfrei zu drücken.

Als besonderes Merkmalverfügt der Controller über eine Turbofunktion. Um sie zu aktivieren, drückt man die Turbo-Taste sowie die Taste, die mit der Turbofunktion belegt werden soll. Ergebnis ist eine Art Dauerfeuer. Musste man die Taste vorher schnell und oft hintereinander drücken, reicht es nun die Taste gedrückt zu halten. Vor allem Shooter-Veteranen dürften daran hier Freude haben und sich einen kleinen Vorteil erhoffen. Hat man nämlich eine Waffe mit Einzelfeuer oder Feuerstoß, muss man die Taste nicht mehr oft und schnell drücken, sondern lässt den Finger bequem drauf.

Fazit

„Der Lioncast PS3 Controller LC20 überzeugte uns ebenfalls durch eine gute Verarbeitung, dem 3 Meter Kabel und einem guten ergonomischen Design. Der Druckpunkt der Tasten ist sehr gut und bietet als zusätzliches Extra eine vorteilhafte Turbo-Funktion. Allerdings unterstützt der Controller kein Sixaxis-Feature, was jedoch so oder so in den wenigsten Spielen eingesetzt wird, geschweige denn genutzt werden muss und daher zu verschmerzen ist. Wer sich noch einen zusätzlichen Controller zulegen, aber nicht viel Geld ausgeben möchte, sollte einen Blick riskieren, denn der Lioncast LC20 kostet nur 12,99€.”

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Getestet und geschrieben von Christian Klisch

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