Wer hätte gedacht, dass ein Spiel über Mäuse so viel Größe ausstrahlen kann? Hela, das charmante Koop-Abenteuer von Windup Games, der 2026 für die PS5 erscheint. Das Spiel könnte genau das bieten, was dem Indie-Segment der Plattform manchmal fehlt: Ein atmosphärisches, kooperatives Abenteuer mit Herz.
Gemeinsam durch Skandinavien
Hela versetzt euch in die pelzigen Pfoten mutiger Nagetiere, die sich gemeinsam durch eine naturinspirierte 3D-Welt bewegen. Bis zu vier und Spieler können lokal oder online zusammenarbeiten, um Rätsel zu lösen, kleine Herausforderungen zu meistern und in Fragmenten eine Geschichte zu entdecken, die nicht mit dem Holzhammer kommt, sondern subtil und liebevoll erzählt wird.
Der Fokus liegt auf Koop, aber auch Solo lässt sich Hela spielen. Dabei verspricht das Spiel nicht nur eine visuelle Reise durch skandinavisch angehauchte Landschaften, sondern auch ein narratives Erlebnis, das sich organisch entfaltet. Wer gut zuhört und genau hinschaut, wird mit Details belohnt.
Kleine Taten, große Wirkung
Statt typischer Progressionssysteme setzt Hela auf „Acts of Kindness“ – kleine Handlungen, die die Welt sichtbar verändern. Das klingt vielleicht erstmal kitschig, ist aber eine erfrischend andere Idee in einer Zeit, in der Games oft auf Zynismus oder Eskalation setzen. Ob das Gameplay diesen Anspruch langfristig trägt, bleibt natürlich offen, dazu fehlen noch tiefergehende Eindrücke.
Aber genau hier liegt der Reiz. Wenn Windup Games es schafft, das Puzzle-Design sinnvoll mit dem Storytelling zu verbinden und den Koop-Faktor nicht zur Pflicht, sondern zur Bereicherung macht, könnte Hela ein echter Überraschungshit werden. Was bleibt, ist ein ungewöhnlich stilles, fast meditatives Spielkonzept, das dennoch Raum für gemeinsames Erleben bietet. In einer Branche, die oft lauter, größer, schneller denkt, wirkt Hela fast wie ein Gegenentwurf, ohne belehrend zu sein.
Wie sehr braucht PlayStation solche Spiele – und was sagt das über den Zustand des Indie-Angebots auf der Plattform aus?

