Highguard steht seit seiner Enthüllung bei den Game Awards unter besonderer Beobachtung, und erst recht seit der Veröffentlichung. Dennoch zeigen sich die Entwickler bei Wildlight Entertainment entspannt und planen bereits einen Singleplayer-Modus. Ein Release wird allerdings frühestens in zwei Jahren erwartet.
Das bestätigten die Studio-Mitgründer Dusty Welch und Chad Grenier in einem Interview mit TheGamer. Trotz des klaren Live-Service-Fokus soll Highguard perspektivisch mehr sein als ein reiner PvP-Raid-Shooter.
Entwickler denken über Singleplayer-Kampagne nach
Laut Grenier besteht intern ein starkes Interesse daran, die Welt und Figuren von Highguard stärker erzählerisch auszubauen. Ein Singleplayer-Modus könnte genau das leisten, mit klarer Story, fester Dramaturgie und mehr Kontext für die spielbaren Charaktere. „Selfishly, we crave a single-player experience someday“, so Grenier offen.
Dabei handelt es sich aktuell nicht um eine offizielle Ankündigung, sondern um eine Zielvorstellung. Welch spricht davon, dass ein möglicher Reveal sogar erst bei den Game Awards 2028 realistisch wäre. Das ist weit entfernt, und vorsichtig formuliert.
Warum ein Singleplayer für Highguard Sinn ergeben könnte
In der Theorie passt ein Story-Modus gut zu Highguard. Das Spiel setzt auf große Maps, Reittiere für schnelle Fortbewegung und klar definierte Charaktere, alles Elemente, die auch in einer Kampagne funktionieren könnten.
Gleichzeitig wäre es ein klarer Richtungswechsel. Der aktuelle Fokus liegt auf PvP, Loyalität der Kernspielerschaft und Live-Service-Strukturen. Ein Singleplayer müsste deshalb mehr sein als ein Nebenprodukt. Halbherzige Missionen würden der Marke eher schaden als helfen.
Der Blick auf den Ist-Zustand bleibt entscheidend. Highguard erreichte zwar fast 100000 gleichzeitige Spieler auf Steam, kämpft aber aktuell mit überwiegend negativen Bewertungen. Genannt werden vor allem Optimierungsprobleme und unausgereiftes Gameplay. Probleme, mit denen Vorreiter wie Apex Legends ebenfalls zu kämpfen hatten.
Solange diese Baustellen nicht gelöst sind, bleibt ein ambitionierter Singleplayer ein Versprechen auf Vorrat. Dass ein Lead-Designer betont, man brauche keine riesigen Spielerzahlen, sondern loyale Fans, ist ehrlich, ersetzt aber keine technische Stabilität.
Ein Singleplayer-Modus für Highguard kann funktionieren, wenn er sauber produziert, klar positioniert und nicht als Ablenkung vom Kerngame missbraucht wird. Zwei Jahre geben Zeit. Die Frage ist, ob Wildlight sie nutzt, um erst die Basis zu stabilisieren.
Wie seht ihr das: Braucht Highguard überhaupt einen Singleplayer, oder sollte sich das Team voll auf Multiplayer und Balance konzentrieren? Unsere Hands-on Vorschau zum neuen Shooter gibt es noch einmal hier.



