Highguard Update 1.0.4 bringt FoV-Slider auf Konsolen – sinnvolle Optionen statt großer Versprechen

Highguard erhält mit Update 1.0.4 FoV-Slider für Konsolen, neue Videooptionen und Bugfixes. Sinnvolle Verbesserungen – aber kein Grund für Euphorie.

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Wildlight Entertainment hat heute ein neues Update für Highguard veröffentlicht. Der Patch 1.0.4 reagiert auf Spielerfeedback und bringt unter anderem FoV-Slider für Konsolen, zusätzliche Videooptionen sowie Anpassungen an Steuerung und Stabilität. Es ist kein großer Wurf, aber ein notwendiger.

Gerade der neue FoV-Slider auf PS5 und Xbox Series X/S dürfte für viele Spieler das wichtigste Feature sein. Bis zu 110 Grad Sichtfeld sind nun möglich – ein Standard, der in vielen Shootern längst gesetzt ist und dessen Fehlen zum Launch entsprechend irritierte. Wildlight liefert hier also weniger Innovation als überfällige Nacharbeit.

Mehr Videooptionen, mehr Kontrolle – zumindest teilweise

Auch bei den Grafikeinstellungen legt Highguard nach. Neu sind Optionen wie das Deaktivieren von volumetrischem Nebel sowie eine Einstellung zur View Distance Quality, mit der sich der Detailgrad von Skelett-Meshes anpassen lässt. Ziel ist es laut Entwickler, CPU- und GPU-Last besser auszubalancieren. Zudem wurden Schatten und Reflexionen für niedrige Grafik-Presets optimiert.

Spieler können jetzt außerdem Chromatic Aberration, Bloom und anisotrope Materialien abschalten – ein kleiner, aber willkommener Schritt in Richtung Nutzerkontrolle. Zwei altbekannte Reizthemen bleiben jedoch bestehen: Motion Blur und Depth of Field lassen sich weiterhin nicht deaktivieren. Wildlight erklärt, man müsse diese Optionen „noch sicher testen“. Das mag technisch korrekt sein, klingt für erfahrene PC-Spieler aber eher nach Aufschub als nach Hürde.

Steuerungs-Tweaks mit Nebenwirkungen

Neu sind zudem Toggle-Optionen für Aim Down Sights und Crouch. Allerdings bringt das auch ein kurioses Problem mit sich: Wer beim ADS-Toggle sprintet, wechselt unbeabsichtigt das Visier. Auf Controller kann das schnell desorientierend wirken. PC-Spielern wird empfohlen, die Tasten neu zu belegen – Konsolenspieler haben diese Möglichkeit aktuell noch nicht. Laut Studio wird intern bereits an einer Lösung gearbeitet.

Abseits der sichtbaren Features behebt das Update mehrere Probleme bei Online-Präsenz und Matchmaking. Laut Wildlight sollen die damit verbundenen Abstürze um rund 90 Prozent reduziert worden sein. Solche Zahlen sind schwer unabhängig zu prüfen, aber selbst eine halb so große Verbesserung wäre für ein Free-to-play-Spiel dieser Art ein spürbarer Fortschritt.

Zusätzlich wurde ein Engine-Bug behoben, der Laptop-Spieler trotz höherer Einstellungen auf 60 FPS begrenzte, ein klassischer Fall von „sollte eigentlich nicht passieren“.

Highguard bleibt damit auf Kurs einer pragmatischen Weiterentwicklung. Weitere Optimierungen sind angekündigt, man brauche nur „ein paar Tage mehr zum Kochen“. Das Studio macht keine großen Versprechen. Neben technischen Korrekturen sollten vor allem die Inhalte auf den Prüfstand gestellt werden, die von den Spielern in ihrer jetzigen Form kritisiert werden.

Highguard ist kostenlos auf PC, PS5 und Xbox Series X/S verfügbar.

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