Highguard: Website offline – Steht der Shooter vor dem Aus?

Highguard verliert Spieler, das Studio baut Stellen ab – jetzt ist auch die Website offline. Was steckt dahinter und wie ernst ist die Lage wirklich?

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Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Update: Laut Wildlight befindet sich die Webseite derzeit im Wartungsmodus und wird aktualisiert. Dies hat jedoch momentan keine Priorität, da die verfügbaren Ressourcen in die weitere Entwicklung des Spiels investiert werden.

Original: Der Free-to-Play-Shooter Highguard sorgt erneut für negative Schlagzeilen. Wenige Wochen nach Release ist die offizielle Website plötzlich nicht mehr erreichbar. Statt Inhalten erscheint nur noch der Hinweis: „This site is currently unavailable.“ Das allein wäre kein Drama, doch im Kontext wirkt es brisant.

Highguard kämpft seit Launch mit massiven Problemen

Highguard wurde erst im Dezember bei den The Game Awards vorgestellt und startete im Januar offiziell. Der Launch auf Steam war solide: kurzzeitig knapp 100.000 gleichzeitige Spieler. Zwei Tage später war der Großteil davon verschwunden.

Solche Einbrüche sind bei Free-to-Play-Titeln nicht ungewöhnlich. Entscheidend ist, ob ein Kernpublikum bleibt. Bei Highguard scheint genau das nicht in ausreichender Zahl passiert zu sein. Spätere Updates – darunter ein 5v5-Modus – konnten die Zahlen offenbar nicht stabilisieren.

Hinzu kommen Berichte über Entlassungen beim Entwickler Wildlight Entertainment. Das ist kein automatisches Todesurteil, aber es ist ein Warnsignal.

Website offline: Sparmaßnahme oder Rückzug?

Aktuell ist nicht bestätigt, warum die Domain nicht erreichbar ist. Möglich wäre ein Serverumzug auf günstigere Infrastruktur, gerade wenn Nutzerzahlen sinken, reduzieren Studios oft laufende Kosten. In solchen Fällen gehen Websites kurzfristig offline.

Was gegen diese Theorie spricht: Es gibt bislang keine offizielle Kommunikation, keine Wartungsankündigung und kein Status-Update über Social Media. In einer Phase, in der Vertrauen ohnehin bröckelt, ist Schweigen selten hilfreich. Rein technisch betrachtet muss eine Offline-Website nicht bedeuten, dass Spielserver abgeschaltet werden. Backend und Webauftritt laufen oft getrennt. Aber in der öffentlichen Wahrnehmung wirkt es wie ein weiterer Dominostein.

Live-Service-Markt ist brutal und überfüllt

Highguard ist nicht das erste Projekt, das an den Erwartungen des Marktes zerschellt. Der Live-Service-Sektor ist übersättigt. Spieler investieren ihre Zeit langfristig, und wer keinen klaren Mehrwert bietet, verliert schnell.

Das Problem ist weniger die Qualität einzelner Features, sondern die Positionierung. Noch ein Online-Only-Shooter ohne starke Identität hat es schwer, gegen etablierte Platzhirsche anzukommen.

Highguard ist nicht offiziell eingestellt. Aber die Indikatoren sprechen für ein Projekt, das wirtschaftlich unter massivem Druck steht. Interessant wird sein, ob Wildlight transparent kommuniziert und ob überhaupt noch genug Spieler bereit sind, dem Titel eine zweite Chance zu geben.

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omnigamer
17. Februar 2026 20:08

Wer hätte das gedacht, dass CONCORD 2 nach dem krassen Erfolg von Concord floppt.
Oder anders ausgedrückt, Concord 2 tritt in die Fu8stapfen von Concord.

Jedes Studio, dass so was gerade produziert mit EX-Titanfall, Call of Duty, overwatc, fortnite genius Devs sollte mal schnell sich einen Plan B ausdenken-

ghost
17. Februar 2026 23:04
Reply to  omnigamer

oder ihr ganer seid toxischer geworden 33³

Crydog
18. Februar 2026 07:42
Reply to  ghost

Natürlich daran wird es wohl gelegen haben

GucktInDenSpiegel
18. Februar 2026 07:49
Reply to  ghost

Nö, generische Games haben es in einem übersättigten Markt generell sehr schwer.

Und da es online-only ist, ist die Sache ziemlich eindeutig.
Dass die Entwickler Streamer angehen (lol), statt sich selbst zu fragen: „Was für ein Spiel möchten WIR machen?“ und nicht einfach Checklisten abarbeiten die halt aktuell sind bei der Konkurrenz – Grafikstil, UI, Content und Gameplay 08/15 – vielleicht 1-2 Features die noch nicht so umgesetzt wurden aber dadurch halt total generisch wirken, ist halt auch so eine Sache.

Im Nachhinein behauptet man dann vermutlich, es sei ein „Herzensprojekt“ gewesen oder man habe „schon immer so ein Spiel machen wollen“. Nach dem „Streamer sind Schuld“ narrativ würde mich es nicht wundern.

Marathon wird es auch schwer haben, wenn sie nur die „Hardcore“-Extraction-Shooter-Fans bedienen wollen. Neugierige, die es sich trotzdem holen, werden dann schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt – und dadurch womöglich auch die durch die Arc-Raiders-Welle angezogene Fraktion abschrecken. Das reicht vermutlich langfristig nicht aus, um Sony zufriedenzustellen.

Aber mal abwarten: 1. Welches Fazit sich nach dem Server-Slam bildet und 2. Ob es überhaupt eine gute Idee war, die Story hinter Seasons zu packen.

Crydog
18. Februar 2026 07:49
Reply to  ghost

Vielleicht sollten die Entwickler erstmal die fehler bei sich suchen anstatt deren Konsumenten die schuld dafür zu geben. Was kommt als nächstes, die Kunden haben das game nicht verstanden? Ich glaube die Kunden haben das game sehr gut verstanden und haben gewählt mit ihren Brieftasche bzw. Was noch wichtiger ist, mit ihren Zeit investment

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