Highguard: Wildlight entlässt Großteil des Teams nach Release

Nach dem Start von Highguard entlässt Wildlight große Teile des Teams. Offizielles Statement bestätigt Einschnitte trotz laufendem Support.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Nur wenige Wochen nach dem Start von Highguard hat Wildlight Entertainment offenbar den Großteil seiner Belegschaft entlassen. Mehrere Entwickler bestätigten ihre Kündigung öffentlich über LinkedIn. Inzwischen liegt auch eine offizielle Stellungnahme des Studios vor.

Highguard erschien am 26. Januar 2026 als Free-to-Play-Raid-Shooter mit Fokus auf Basenzerstörung und Helden-Skills. Für das 2022 gegründete Studio – aufgebaut von ehemaligen Respawn- und Infinity-Ward-Entwicklern – war es der erste Titel. Der Marktstart verlief solide, die Resonanz fiel jedoch gemischt aus.

Offizielle Bestätigung und persönliche Reaktionen

In einem Statement spricht Wildlight von einer „unglaublich schwierigen Entscheidung“. Man habe sich von „einer Anzahl von Teammitgliedern“ getrennt, während eine Kernmannschaft das Spiel weiter betreuen und weiterentwickeln solle. Man sei stolz auf das Erreichte und dankbar für die Community.

Parallel dazu äußerten sich mehrere Betroffene deutlich offener. Level Designer Alex Graner schrieb: „Unfortunately, along with most of the team at Wildlight, I was laid off today.“ Besonders bitter: Es gebe „viel unveröffentlichten Content“, auf den er sich gefreut habe.

Auch Principal Sound Designer Geoffrey Garnett bestätigte die Entlassungen und sprach von einem „unglaublichen Team“, dessen gemeinsame Reise abrupt ende. Gameplay Engineer Geoffrey Tucker und Senior Software Engineer Jessie Y. meldeten ähnliche Erfahrungen. Der Tenor: Stolz auf die Arbeit, baber überraschtes Ende.

Highguard in einem harten Marktumfeld

Highguard trat in ein überfülltes Live-Service-Segment ein. Free-to-Play-Shooter konkurrieren nicht nur um Spieler, sondern um langfristige Bindung. Technisch bot das Spiel eine solide Basis mit Heldenfähigkeiten, kooperativen Raids und zerstörbaren Strukturen. Doch genau hier liegt das Risiko: Solche Systeme brauchen stetigen Content-Nachschub.

Branchenintern sind projektbezogene Einstellungen üblich. Nach einem Release werden Teams oft verkleinert, wenn Entwicklungsphasen abgeschlossen sind. Allerdings fällt der Zeitpunkt hier auf: Wenige Wochen nach Launch signalisiert eine so deutliche Reduktion zumindest wirtschaftlichen Druck oder eine strategische Neuausrichtung. Konkrete Verkaufs- oder Spielerzahlen nannte das Studio nicht.

Ob Highguard sich stabilisiert oder schrittweise an Sichtbarkeit verliert, hängt nun davon ab, wie viel Substanz im verbleibenden Team steckt. Für Spieler heißt das: Updates genau beobachten und nicht nur Roadmaps glauben.

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Frank Müller
18 Tage zuvor

So ein mist. Wenn man an Spielern vorbei entwickelt

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