Horizon Steel Frontiers: Guerrilla „bestätigt“ eigenes Multiplayer-Projekt

Horizon Steel Frontiers ist nicht Guerrillas eigenes Multiplayer-Spiel. Das Studio arbeitet an einem separaten Horizon-Projekt für PS5.

Mark Tomson
Mark ist Managing Director von PlayFront.de und berichtet täglich über PlayStation, Gaming-Hardware und Videospiele. Sein Fokus liegt auf Sony-Konsolen, technischen Analysen und kritischen Reviews. Neben News...

Nach der Ankündigung rund um Horizon Steel Frontiers herrschte kurzzeitig Verwirrung in der Community. Handelt es sich bei dem MMO von NCSoft um das lang erwartete Multiplayer-Projekt von Guerrilla Games?
Journalist Jason Schreier (Bloomberg) hat diese Frage nun beantwortet: „Das NCSoft-Horizon-MMO ist ein separates Spiel. Guerrilla arbeitet an seinem eigenen Multiplayer-Projekt.“

Damit steht fest: wir bekommen zwei eigenständige Online-Erlebnisse im Horizon-Universum. Während NCSoft an einem globalen MMO für PC und Mobile arbeitet, konzentriert sich Guerrilla offenbar weiter auf ein Konsolenprojekt mit engerer Bindung an die Hauptserie.

„Mehr Wege, Maschinen zu jagen“

Guerrilla selbst hat die Aussagen von Schreier indirekt bestätigt. In einem kurzen Statement erklärt das Studio: „Wir haben die Zusammenarbeit mit NCSoft geliebt und freuen uns darauf, gemeinsam in der Welt von Horizon Maschinen zu jagen. Bei Guerrilla arbeiten wir weiterhin fleißig daran, euch noch mehr Wege zu bieten, genau das zu tun. Mehr dazu in Zukunft.“

Damit ist klar: Die Zusammenarbeit mit NCSoft ist partnerschaftlich, aber kein Ersatz für das eigene Projekt. Guerrilla bleibt also der kreative Kern des Franchise und dürfte an einem Titel arbeiten, der stärker auf PlayStation-Hardware zugeschnitten ist, vermutlich für PS5 oder schon mit Blick auf PS6.

Zwei Ansätze, ein Ziel: die Horizon-Welt erweitern

Aus Branchensicht ergibt das Sinn. Sony verfolgt seit Jahren eine Dualstrategie: Einerseits AAA-Blockbuster wie Horizon Forbidden West oder God of War Ragnarök, andererseits Service-Spiele mit langfristiger Spielerbindung.

Horizon Steel Frontiers bedient den zweiten Bereich – breit angelegt, zugänglich, potenziell lukrativ durch Mikrotransaktionen. Guerrillas eigenes Multiplayer-Projekt hingegen dürfte ein Core-Gamer-Erlebnis bleiben, mit Fokus auf Qualität, Story und kooperativem Gameplay.

Gerüchte sprechen seit 2022 von einem „Monster Hunter-artigen“ Koop-Titel, der Spielergruppen auf gemeinsame Jagden gegen Maschinen schickt. Das würde perfekt zu den neuen Aussagen passen.

Ob Horizon Steel Frontiers und Guerrillas Projekt sich ergänzen oder konkurrieren werden, bleibt abzuwarten. Das Franchise wächst aber in zwei Richtungen, eines für die Masse, eines für die Fans der Hauptreihe. Wenn beides funktioniert, könnte Horizon bald das werden, was Destiny für Bungie oder The Division für Ubisoft ist, ein Universum mit unterschiedlichen, aber verbundenen Spielerlebnissen.

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