Das laute Weinen um das Sterben des physischen Datenträgers wird nun von höchster Stelle genau dorthin befördert, wo es hingehört: auf den Müllhaufen eigener Versäumnisse. Wer heute Entrüstung über fehlende Disc-Laufwerke klagt, hat die eigene Kaufhistorie vergessen. Die Industrie vollzieht nur, was die Masse bestellt hat.
Knapp drei Wochen ist es jetzt her, dass Sony die Bombe platzen ließ. Seitdem verwandeln die Spieler das Netz in einen digitalen Kindergarten, weil sie die Konsequenzen ihrer eigenen Bequemlichkeit nicht wahrhaben wollen. Was wir hier seit Wochen nüchtern darlegen, bekommt nun von höchster Stelle das finale Siegel aufgedrückt.
Die Bequemlichkeit besiegt die Eigentumsrechte
Ein gesichtsloser Megakonzern entscheidet nicht am grünen Tisch gegen das Kunststoffmedium. Das tut die Buchhaltung anhand von Nullen und Einsen. Chet Faliszek, ehemaliger Entwickler bei Valve, spricht die unbequeme Wahrheit ohne PR-Schminke aus. Der Konsument hat längst gewählt. Digital.
„Ihr, die Verbraucher, habt eine Entscheidung getroffen, und eure Entscheidung gilt dem Digitalen“, sagt Faliszek. „Ich höre immer wieder Kommentare wie: ‚Oh, sie sollten Speicherkarten anbieten. Sie sollten …‘ Aber gerade jetzt, heute – die Spiele, über die wir sprechen, sind heute im Handel erhältlich. Die gebrauchten Spiele sind heute im Handel erhältlich, und ihr geht nicht in den Laden und kauft sie.“
Die Zahlen lügen nicht. Wenn der digitale Marktanteil die 80-Prozent-Marke sprengt und gerade mal eine Handvoll Spiele es lohnenswert macht, die Presswerke überhaupt noch anzuschmeißen, ist jede Diskussion über eine angebliche Konzern-Verschwörung hinfällig. Das Plastik im Regal war nett für das Ego, verlor aber gegen den Komfort des Sofort-Start-Knopfs.
Kein Betriebswirt unterhält eine teure Logistikkette für nostalgische Minderheiten. Presswerke, Frachtcontainer, Zwischenhändler – all das kostet Geld. Geld, das der Kunde nie wieder durch den Kauf von Retail-Versionen reingeholt hat. Wer Retail-Ketten verhungern lässt, darf sich nicht über leere Regale wundern. Es ist das Prinzip von Ursache und Wirkung.
Die Illusion von der großen Empörung
Die lauten Boykottaufrufe in den sozialen Netzwerken sind reine Selbstdarstellung. Sie spiegeln nicht das echte Kaufverhalten wider. In der Kommentarspalte wird die digitale Enteignung beklagt – der Zugang zum Spiel bleibt bekanntermaßen an die Gnade der Server-Betreiber gebunden –, während parallel der nächste Vorbesteller-Button im Store geklickt wird.
Das Verhalten ist berechnend und faul. Jahrelang wurden Rabatt-Aktionen auf digitalen Plattformen gefeiert und der Gebrauchtmarkt links liegen gelassen. Der Bequemlichkeits-Kult hat seinen Preis gefordert. Das Ende der physischen Alternative ist nur das finale Ergebnis dieser Entwicklung.
Die Schuld bei Sony, Microsoft oder den Publishern zu suchen, entlastet nur die eigene Bequemlichkeit. Konzerne reagieren auf Geldströme. Wer sein Geld jahrelang rein digital verbrannt hat, muss jetzt nicht die Entrüstung simulieren.
Die Disc stirbt nicht durch böse Absicht von oben. Sie stirbt an der Faulheit ihrer Nutzer. Ihr wolltet die schmerzfreie Sofortverfügbarkeit auf Knopfdruck. Jetzt habt ihr sie – samt der absoluten Kontrolle der Plattformbetreiber über eure Bibliothek. Jammern zwecklos. Das Urteil habt ihr selbst gesprochen.

Ich mag es wenn mein regal voller games ist 🫡🤷♂️ noch paar figuren , lösungsbücher und dekoelemente 🥰 da geht mir das gamerherz auf 🫡✌️
So ganz richtig ist das nicht denn nicht jedes Spiel wird ausreichen physisch angeboten, das Angebot wurde schon lange Verknappt und man darf hierbei auch nicht immer Konsole und PC vermischen
Der Half Life Writer hat keine Ahnung, ich habe hunderte von Spielen und alle auf Disk. Steam hat damals mit seinem Online Zwang für Half Life angefangen mit der Scheiße, kenne viele PCler die damals gekocht haben vor Wut , so einige wollten Gabe damals eine verpassen.
Auch mit Disks lassen sich heute Gewinne erwirtschaften, aber das reicht den geldgierigen Säcken von Sony, Rockstar und co. nicht, daher Download only und Streamingdreck.
Aber sie alle haben nicht mit dem Widerstand der Spieler gerechnet.
Laber keinen Bullshit, von wegen „ihr wolltet das“.
Ich hab 95% meiner Spiele auf Disc 🤷
Keine ps6 für mich
Wie gut das so ein Ballerkopf weiß was wir wollen, oder ich will. Der soll mal lieber die finger vom Spiegel lassen 😜
Was auch auffälig ist, das sich jetzt jeder Valve oder Ex Valve Mitarbeiter zu wort meldet. Denen haben wir mit Steam das alles erst zu verdanken. Und da wurde auch keiner gefragt. Man erinnere sich an den Shitstorm beim HL2 release und das einige erst wochen später spielen konnten weil die DL-Server zusammen gebrochen sind. Digital voll Super sowas muss man haben🤣🤣🤣
Auf den Punkt gebracht.
Stimmt absolut
Jetzt mal rein von den Geschmäckle den das hinterlässt, muss ich einfach sagen das ich physische Medien extrem unpraktisch im Vergleich finde
Miki Tzimisce die Faulheit des Menschen ist unantastbar!
Rainer Markiefka und? Ist was an Faulheit schlimm im privaten Bereich?