Intergalactic: The Heretic Prophet – Insider deutet konkreten Release an

Intergalactic: The Heretic Prophet soll 2027 erscheinen – wie frühere Naughty-Dog-Spiele im Frühjahr. Insider deutet an, warum dieser Plan riskant ist.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Naughty Dog will mit Intergalactic: The Heretic Prophet offenbar dorthin zurück, wo sich das Studio sicher fühlt: ins späte Frühjahr oder den Frühsommer. Bloomberg zufolge peilt Sony aktuell einen Release zur Jahresmitte 2027 an. Ein vertrautes Zeitfenster, denn auch Uncharted 4 erschien einst im Mai, The Last of Us und Part II jeweils im Juni. Nur Zufall oder Absicht?

Doch genau diese Absicht steht jetzt unter Druck. Die Rede ist von einer internen Demo und massivem Crunch, um die Deadlines zu halten.

Ein bewährtes Zeitfenster – mit alten Problemen

Ein Mid-2027-Release passt perfekt in Naughty Dogs Historie. Genug Abstand zum Weihnachtsgeschäft, maximale Aufmerksamkeit und weniger Konkurrenz kurz vor der Sommerpause. Für Sony ist das kalkulierbar. Für die Entwickler offenbar weniger.

Bloomberg berichtet, dass Intergalactic: The Heretic Prophet mehrere interne Deadlines verpasst hat. Im Oktober folgte darauf die Reaktion, darunter verpflichtende Überstunden, mindestens acht zusätzliche Stunden pro Woche, gedeckelt bei 60 Stunden. Das Ganze sieben Wochen lang, um eine interne Demo rechtzeitig fertigzustellen.

Dass der akute Crunch inzwischen beendet ist, könnte der Jahreszeit geschuldet sein. Viele im Studio sollen jedoch befürchten, dass die eigentliche Belastung erst im letzten Entwicklungsjahr beginnt. Und das wäre bei einem Mid-2027-Release genau jetzt die kritische Phase.

Die Demo als Stolperfalle

Aktuell ist unklar, wann wir Intergalactic: The Heretic Prophet wiedersehen. Die fertige Demo könnte 2026 als erstes echtes Gameplay gezeigt werden – öffentlich oder hinter verschlossenen Türen. Beides ist womöglich problematisch. Interne Demos erzeugen Druck von oben, öffentliche Präsentationen zusätzlichen von außen. Wer etwas zeigen muss, poliert Systeme, die vielleicht noch nicht tragfähig sind. Das ist ein klassischer Crunch-Treiber.

Hier wiederholt sich ein Muster, das man bei Naughty Dog kennt. Erst wird der Zeitplan sportlich, dann wird er mit Mehrarbeit verteidigt. Die Ironie: Das Studio hatte nach The Last of Us Part II gezielt neue Leute eingestellt, um genau solche Engpässe zu vermeiden. Viele dieser Strukturen scheinen inzwischen wieder weggebrochen zu sein.

Später als geplant?

Offiziell spricht niemand von einer Verschiebung. Bloomberg auch nicht. Trotzdem liegt sie auf dem Tisch. Wenn der interne Druck weiter steigt, könnte Sony entscheiden, den Release zu schieben – vielleicht in den Herbst. Manche spekulieren sogar über ein Szenario als spätes PS5-Spiel oder frühes PS6-Aushängeschild – wahrscheinlich sogar beides. Belege dafür gibt es nicht, aber der Gedanke liegt nahe.

Intergalactic: The Heretic Prophet folgt klar Naughty Dogs bewährtem Release-Muster. Die Produktion zeigt womöglich aber schon jetzt Risse, obwohl das Ziel noch gut zwei Jahre entfernt ist. Entweder der Plan wird realistischer, oder die Geschichte wiederholt sich. Und dann nicht aus Nostalgie, sondern aus Mangel an Alternativen.

Abgesehen davon besteht die Befürchtung, dass Intergalactic: The Heretic Prophet nur eine Neuauflage von The Last of Us mit anderem Skin sein wird. Überdramatisiert und nicht mehr so mutig wie einst Uncharted.

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