Jetzt auch noch SSDs: Warum Konsolenfans 2026 tiefer in die Tasche greifen könnten

2026 drohen steigende SSD-Preise: Weniger NAND-Wafer von Samsung & SK Hynix könnten Konsolen-Upgrades für PS5 und Xbox teurer machen.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

2026 droht eine neue Preisbremse für Gamer. Nicht nur Grafikkarten und Prozessoren stehen auf der Einkaufsliste vieler Hersteller unter Druck, nun könnten auch SSDs teurer werden. Laut einem Bericht des Marktforschers Omdia planen die Speicher-Giganten Samsung und SK Hynix, im laufenden Jahr weniger NAND-Flash-Wafer zu produzieren.

Konkret könnten Samsungs Produktion von 4,9 auf 4,7 Millionen Wafer und die von SK Hynix von 1,9 auf 1,7 Millionen Wafer sinken. Auf den ersten Blick klingt das nach einem moderaten Rückgang, für die Branche insgesamt könnte es jedoch spürbare Folgen haben.

Geringere Produktion, höhere Preise?

Hinter dem Schritt steckt offenbar mehr als nur technische Planung. Analysten vermuten, dass die Hersteller ihre Margen anheben wollen. NAND-Flash ist nach wie vor gefragt, hauptsächlich in Rechenzentren. Und während Arbeitsspeicher zuletzt dramatisch teurer wurde, halten sich SSD-Preise bisher nur moderat. Eine geringere Waferproduktion könnte den Aufwärtstrend bei SSDs beschleunigen, auch wenn die Konsolenhersteller langfristige Verträge und größere Lagerbestände haben.

Ein weiterer Faktor ist die technische Umstellung auf neue Speichertechnologien. Hersteller wechseln zunehmend von Triple-Level-Cell-Chips (TLC), die drei Bit pro Zelle speichern, auf Quad-Level-Cell-Chips (QLC). Trotz weniger Wafer lassen sich damit theoretisch mehr Daten unterbringen, ein Vorteil für Server und Rechenzentren, weniger aber für Gamer, die auf die schnelleren TLC-Laufwerke der PS5 oder Xbox Series X|S angewiesen sind. TLC bleibt für Endkunden-SSDs nach wie vor Standard.

Was bedeutet das konkret für Konsolenbesitzer?

Zunächst einmal: Die internen SSDs von PS5 und Xbox dürften kurzfristig nicht ausverkauft sein. Hersteller halten in der Regel Vorräte bereit, und die Produktion verzögert sich erst nach Monaten spürbar. Bei externen Laufwerken oder Upgrade-SSDs könnte es hingegen teurer werden. Wer also plant, seine PS5 oder Xbox mit zusätzlichem Speicher auszustatten, sollte 2026 mit höheren Preisen rechnen, und gegebenenfalls früher zuschlagen.

Die Zahlen sind zudem alles andere als endgültig. Samsung und SK Hynix haben in der Vergangenheit ihre Produktion flexibler gestaltet als zunächst angekündigt, und auch der Übergang zu QLC könnte mittelfristig zusätzlichen Speicher liefern.

Dennoch zeigt auch an diesem Beispiel, dass die Zeiten, in denen Speicherpreise stabil blieben, endgültig vorbei sein könnten. Für Konsolenfans bedeutet das, dass auch der eigene Speicher zum erhöhten Kostenfaktor wird.

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Dimii Lemke
24 Tage zuvor

Die Samsung 8Tb kostet jetzt 1050€ vor Wochen lag die bei 800€ das fand ich schon teuer. Na dann komm ich eben mit meiner 2 Tb aus. Wer weiß was in der ps6 drin ist.

Weedyconzales
25 Tage zuvor

Ich finde es toll wie der „Fortschritt“ auf Kosten des (ehrlicherweise hirnlosen) Pöbels immer weiter geht und Beifall geklatscht wird.
Ich ärgere mich nur dass ich keinen RAM als Vorrat gekauft habe denn ich dann 800% teurer verkaufen kann.
Weil seien wir ehrlich, „Masterracer“ sind so Master und so Race dass sie die Preise gerne bezahlen.
Daher, macht sie nackig und nehmt ihnen noch Haut und Haare ab.

Crydog
26 Tage zuvor

Bin abgesichert meine ps5 hat 4tb ssd,mein ally x auch plus zwei nvme ssd noch frei liegen mit 2tb und 1tb von der ally x

Leon Rieck
26 Tage zuvor

Einfach nur noch zum kotzen das alle herstellen die Produkte runderfahren für die Kunden wie wir und nur noch auf ki und ai gehen wen das so weiter geht ist pc gaming tot

Christopher Baldauf
25 Tage zuvor
Reply to  Leon Rieck

Leon Rieck Geld regiert die Welt
Wir als kleine Abnehmer sind nun mal den massenabnehmern unterlegen
Verständlich

Weedyconzales
25 Tage zuvor
Reply to  Leon Rieck

Die Kunden, also ihr, schreit doch förmlich nach immer mehr KI. KI Smartphone, KI Toaster, KI Lüfter, KI Fruchtsaft. Alles wird geKIt, alle fahren voll drauf ab. Daher fresst was ihr bestellt.
Wer den Aufsatz nicht selbst schreiben will zahlt an anderer Stelle drauf. Monetär wie intellektuell.
Wer zu faul oder zu blöd ist ein Buch zu lesen oder selbst zu rechnen wird abgehängt von denen die es können.
Ich persönlich finde die Entwicklung toll, endlich zeigen die Jahre der Indoktrination und der Unbildung ihr Potential die Menschen wieder in ihr verdientes Sklaventum zu führen.
Kein Geld, kein Geist. Nur malochen für den Adel und dann sterben. So wie es vorgesehen ist.
Gerade Almans wissen eh nix mit Freiheit und Verantwortung anzufangen.

Crydog
25 Tage zuvor
Reply to  Weedyconzales

Richtig das main ziel dieser ganzen A.I firmen das wir die Abos abschließen weil irgendwann kann sich keiner eine eigene Hardware leisten gamepass und gefoce now werden es schon regeln

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