Saber Interactive siedelt das kommende John Wick-Spiel zeitlich vor dem ersten Kinofilm an und verzichtet bewusst auf die Perfektion des etablierten Auftragskillers. Chief Creative Officer Tim Willits bestätigt gegenüber IGN, dass die spielerische Entwicklung vom talentierten Kämpfer zur legendären „Baba Yaga“ im Fokus steht.
Das bisher namenlose Projekt rückt einen jüngeren John Wick ins Zentrum, der sich laut Willits in den Kämpfen noch instinktiver und weniger präzise verhält als in der Filmvorlage. Die Entwickler nutzen diesen Prequel-Ansatz, um eine mechanische Lernkurve zu etablieren.
Vom instinktiven Kämpfer zur Legende
Während der Protagonist im ersten Film bereits als vollendeter Profi eingeführt wird, soll das Spiel die Phase abbilden, in der seine Fähigkeiten noch nicht vollständig geschliffen sind. Dieser Ansatz ermöglicht eine klassische Progressionsstruktur, in der Spieler Erfahrung sammeln und Fertigkeiten freischalten, um den Status des gefürchteten Attentäters zu erreichen.
Inhaltlich orientiert sich die Struktur an der Dynamik der Filme, die Willits als sehr videospielnah beschreibt. Der Ablauf folgt einem Rhythmus aus Standardgegnern, Elitesoldaten und Bosskämpfen. Damit rückt das Spiel in die Nähe von Titeln wie Max Payne oder Sifu, wobei der Fokus auf der Kombination aus Schusswaffen und Nahkampf liegt. Ein Detail der Handlung steht bereits fest: Da die Geschichte vor den Ereignissen des ersten Films spielt, wird der Tod des Hundes, der den Rachefeldzug der Kinoreihe auslöste, keine Rolle im Spiel einnehmen.
Bisher größtes Projekt für Saber Interactive
Saber Interactive bezeichnet das Projekt als die bisher größte Ankündigung der Studiogeschichte. Ein konkreter Releasetermin oder finale Plattformbestätigungen über den ersten Teaser beim Sony State of Play hinaus stehen noch aus. Die gezeigten Szenen, in denen Wick für einen Anzug Maß nehmen lässt, unterstreichen aber den zeitlichen Rahmen der Anfänge seiner Karriere.
Der Entwickler steht damit vor der Aufgabe, die kinetische Eleganz der Filme in ein funktionierendes Progressionssystem zu übersetzen. Die Entscheidung, einen noch ungeschliffenen Wick zu steuern, ist ein notwendiger Kniff, um die typische Videospiel-Entwicklung vom Anfänger zum Meister glaubhaft zu begründen. Ob das Gun-Fu-Konzept ohne die volle Präzision der Vorlage die nötige Wucht entfaltet, wird sich zeigen müssen, sobald erste Gameplay-Szenen die bisherigen Teaser ablösen.
Hat was von sleeping dogs oder trug Crime