Kingdom Come: Deliverance wohl als native PS5-Version geplant

Kingdom Come: Deliverance soll als native PS5-Version erscheinen. Was das bedeutet, warum es gerade jetzt spannend ist und was Spieler erwarten dürfen.

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

Du wachst als Henry auf, der Sohn eines Schmieds. Noch riecht das Dorf nach Brot und Eisen, doch schon wenige Minuten später liegt es in Schutt und Asche. Was mit dieser Szene begann, hat 2018 viele Spieler überrascht, mit einer offenen Mittelalterwelt, die sich nicht wie ein Spiel, sondern wie eine Zeitreise anfühlte. Jetzt mehren sich Hinweise, dass Kingdom Come: Deliverance bald nativ auf der PS5 erscheinen könnte.

Native PS5-Version statt simplem Patch

Der X-Account „PlayStation Size“, bekannt für seine verlässlichen Datenleaks aus dem Backend des PSN, hat eine neue PS5-Version von Kingdom Come: Deliverance entdeckt. Und nein, damit ist offenbar nicht einfach nur ein Performance-Patch für die bestehende PS4-Fassung gemeint, sondern eine tatsächlich eigenständige, native PS5-Edition. Eine offizielle Bestätigung durch die Warhorse Studios steht noch aus, aber wenn sich der Leak bewahrheitet, dürfte das für viele Fans ein Grund zur Freude sein.

Denn obwohl das Spiel auch auf PS4 technisch ambitioniert war, blieb die Umsetzung nicht frei von Problemen: lange Ladezeiten, Performance-Einbrüche, grobe Kanten in UI und Steuerung. Gerade in einem Spiel, das auf historische Immersion setzt, wirken solche technischen Stolpersteine schnell störend. Eine sauber optimierte PS5-Version könnte das Erlebnis auf ein neues Level heben, vorausgesetzt, es bleibt nicht bei kosmetischen Verbesserungen.

Warum das gerade jetzt interessant ist

Warhorse hat gerade erst Kingdom Come: Deliverance 2 veröffentlicht. Eine überarbeitete PS5-Fassung des ersten Teils wäre da ein kluger Schachzug als Wiedereinstieg für Veteranen oder als späte Einstiegschance für alle, die das Spiel damals verpasst haben. Vor allem jüngere Spieler, die mittlerweile mit einer PS5 eingestiegen sind, könnten so ohne Umwege in die mittelalterliche Welt Böhmens eintauchen. Vorausgesetzt, die Neuauflage bietet mehr als nur eine höhere Auflösung.

Interessant bleibt, ob Warhorse tatsächlich neue Features integriert, etwa haptisches Feedback, schnellere Ladezeiten durch die SSD oder gar überarbeitete Texturen und Beleuchtung. All das bleibt Spekulation. Klar ist nur: Wenn man sich schon die Mühe macht, eine native PS5-Version zu entwickeln, sollte sie auch spürbar moderner wirken.

Die Rückkehr von Kingdom Come: Deliverance auf der PS5 wäre mehr als nur ein technisches Update. Sie könnte zeigen, wie sehr sich das Studio weiterentwickelt hat, und ob es gelernt hat, Historie und Spielbarkeit noch besser zu verbinden. Bleibt zu hoffen, dass Warhorse bald offiziell Stellung bezieht. Und vielleicht stellt sich dann auch die Frage: Müssen wir das Spiel noch einmal neu bewerten?

Was meint ihr – würdet ihr euch Kingdom Come: Deliverance auf PS5 noch einmal (oder zum ersten Mal) antun, wenn die Umsetzung stimmt?

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