Das legendäre Rollenspiel-Remake von „Star Wars: Knights of the Old Republic“ (KOTOR) hat endlich ein Lebenszeichen von sich gegeben – doch die Nachricht ist ein schwerer Schlag für alle, die auf einen baldigen Release gehofft haben.
Eine durchgesickerte Nachricht von Sabers neuem Chief Business Officer, Steve Allison, deutet darauf hin, dass das Spiel intern für das Jahr 2028 eingeplant ist. Ein bitterer Vorgeschmack für eine Community, die ohnehin seit Jahren auf glühenden Kohlen sitzt.
Die unendliche Odyssee um Revan
Wir erinnern uns: Die Ankündigung des Remakes im Jahr 2021 sorgte für kollektive Schnappatmung. Seitdem herrscht fast ausschließlich Chaos. Nach dem Entwicklerwechsel weg von Aspyr hieß es lange Zeit nur, das Projekt liege bei Saber. Später sickerte durch, dass die Tochterfirma Mad Head Games die eigentliche Arbeit übernommen hat.
Jetzt bringt ausgerechnet eine Fan-Anfrage zu Space Marine das KOTOR-Schiff wieder ins Wanken. Der neue Saber-Chef Steve Allison wollte eigentlich nur besorgte Spieler beruhigen und versichern, dass Saber keine Lust auf aggressive Mikrotransaktionen hat.
Um seine langfristigen Pläne für das hauseigene Publishing zu untermauern, listete er Meilensteine für das Jahr 2028 auf. Neben Space Marine 3 und einem neuen John Wick-Spiel tauchte dort ein Name auf: „hoffentlich das KOTOR-Remake“.
Hoffentlich. 2028. Das tut weh.
Spieler brauchen Geduld
Machen wir uns nichts vor: Ein geplanter Release im Jahr 2028 bedeutet, dass das Spiel noch Jahre von einer Fertigstellung entfernt ist. Das ist kein kleiner Feinschliff mehr. Hier wird ein ganzes Fundament neu hochgezogen.
Auf der einen Seite ist es gut, dass Saber dem Projekt die nötige Zeit gibt. Niemand will ein unfertiges, lieblos hingewursteltes KOTOR. Auf der anderen Seite ist die Geduld der Fans am Ende. Wenn ein Spiel sieben Jahre nach seiner ersten Ankündigung immer noch in der Schwebe hängt, verliert selbst der optimistischste Gamer irgendwann den Glauben.
Ein kleiner Trost bleibt: Die Abwesenheit von räuberischen Mikrotransaktionen scheint bei Saber oberste Priorität zu haben. Allison betonte, dass der Fokus auf dem Hauptspiel und kostenlosen Community-DLCs liegt. Das ist die Art von Publishing, die wir uns wünschen. Wenn das Spiel dann aber erst erscheint, wenn die PS5 schon fast zum alten Eisen gehört, bleibt ein fader Beigeschmack.
Das KOTOR-Remake lebt, aber es liegt im künstlichen Koma. Die 2028-Aussage zeigt überdeutlich, dass die Turbulenzen der letzten Jahre tiefe Spuren hinterlassen haben. Wer jetzt noch ungebremsten Hype verspürt, ignoriert die Realität der Spieleentwicklung. Wir müssen uns auf eine sehr, sehr lange Wartezeit einstellen. Hoffen wir einfach, dass sich das Warten am Ende auch lohnt.
