Eidos-Montréal arbeitete an einem Lord of the Rings-Spiel mit starkem Story-Fokus, doch das Projekt wurde früh eingestellt. Laut Berichten handelte es sich um ein erzählerisch geprägtes Spiel mit kartenbasierten Mechaniken und einer Struktur, die an Telltale erinnerte. Die Entwicklung kam offenbar nicht über eine frühe Phase hinaus, dennoch sind nun erste Bilder daraus aufgetaucht.
Das Studio, bekannt für seine Arbeit an Tomb Raider und Deus Ex, geriet nach der Embracer-Übernahme zunehmend in die Rolle eines Support-Teams. Mehrere interne Projekte fielen Kürzungen zum Opfer, darunter ein Legacy of Kain-Soft-Reboot und eben dieses Lord of the Rings-Spiel. Die jetzt aufgetauchten Bilder geben erstmals einen konkreteren Eindruck davon, was geplant war, auch wenn sie nur Momentaufnahmen eines frühen Konzepts sind.
Lord of the Rings zwischen Umbar und Bree
Die Konzeptgrafiken (via Mp1st) stammen aus dem Portfolio eines ehemaligen Eidos-Montréal-Künstlers. Sie zeigen verschiedene Orte aus Mittelerde in einer Top-down-Perspektive. Besonders häufig taucht Umbar auf, eine Hafenstadt an der Küste Gondors, die in Tolkiens Werken als Hochburg der Korsaren beschrieben wird. Schiffe, trockene Biome und massive Hafenanlagen passen gut zu dieser Vorlage.
Ein weiteres Motiv dürfte Fans sofort bekannt vorkommen: das Gasthaus „Zum tänzelnden Pony“ in Bree. Der Dateiname der Illustration lässt hier wenig Spielraum für Interpretation. Diese Ortswahl deutet darauf hin, dass das Spiel nicht nur große Schlachten, sondern auch erzählerisch wichtige Schauplätze in den Fokus rücken wollte.
Gameplay-Fragmente und offene Fragen
Neben Artwork existiert ein kurzes Video, das die Bucht von Umbar vor und nach dem Fall der Stadt zeigt – offenbar als visuelle Darstellung von Entscheidungen oder Story-Fortschritt. Weitere Bilder zeigen frühe Gameplay-Tests, darunter untexturierte 3D-Umgebungen, sichtbare Raster und simple Mechaniken wie Leitern zum Klettern. Rote Silhouetten erinnern an Orks, wobei interne Notizen explizit von „Corsairs“ sprechen.
Wie genau die Kartenmechaniken hier eingebunden werden sollten, bleibt unklar. Die Draufsicht und Nahkampf-Ansätze wirken eher wie ein Action-RPG. Möglich ist, dass das Konzept mehrfach angepasst wurde oder bewusst Genregrenzen überschreiten wollte.
Letztlich bleibt ein Gefühl von verpasstem Potenzial. Ob das im Spieleralltag funktioniert hätte, ist reine Spekulation. Eidos-Montréal arbeitet laut Berichten inzwischen an einem neuen Open-World-Action-Adventure auf Basis der Unreal Engine 5. Die Frage ist: Wird das Studio dort die kreative Freiheit bekommen, die diesem Lord of the Rings-Projekt offenbar gefehlt hat?
Was meint ihr, hätte ein storylastiges Lord of the Rings-Spiel abseits klassischer Action eine Chance gehabt?

was Mit diesem Studio passiert ist meiner Meinung nach eines der größten aktuellen gaming Verbrechen/Ungerechtigkeiten
ich liebe jedes spiel von eidos Montreal und mit deus ex human revolution und mankind divided haben sie zwei der besten Spiele jemals abgeliefert
auch das unnötig und unfairerweise heruntergemachte thief ist einfach grandios und ein kleines Meisterwerk
guardians of the galaxy war ebenfalls super und ist eines der besten superhelden Spiele, auch da man mal kein Standard superhelden Spiel abgeliefert hat und es sich erfrischend anders spielt. sieht auch noch überragend aus
tomb raider muss man eh nichts zu sagen….
embracer Sollte es endlich mal auf die kette bekommen und sie an einem Abschluss der deus ex trilogie arbeiten lassen.
Danach dann eine neue Marke mit stealth, Entscheidungen und hammer setting + geiler story
Wenn das ein studio kann, dann eidos Montreal