Der Hongkonger Hedgefonds Oasis Management fordert den sofortigen Rücktritt von Kadokawa-CEO Takeshi Natsuno bei der anstehenden Hauptversammlung.
Oasis ist mittlerweile mit 13,76 Prozent der größte Aktionär des Mutterkonzerns von FromSoftware. Der Vorwurf wiegt laut Reuters schwer. Natsuno habe es versäumt, den gigantischen Erfolg von „Elden Ring“ finanziell richtig auszunutzen.
Der FromSoftware-Mutterkonzern wackelt
Für uns Spieler ist Kadokawa vor allem das Powerhouse hinter FromSoftware. Doch hinter den Kulissen brennt die Hütte. Der Aktivist Oasis Management kritisiert, dass der Auslandsvertrieb von „Elden Ring“ komplett bei Bandai Namco liegt. Dadurch fließe massiv Geld ab, das eigentlich direkt bei Kadokawa und den Entwicklern landen müsste. Profit-Abfluss im großen Stil.
Zusätzlich untermauern die Zahlen die Kritik. Die Eigenkapitalrendite des Konzerns stürzte im letzten Jahr auf mickrige 0,5 Prozent ab, nachdem sie 2022 noch bei 9,4 Prozent lag. Der operative Gewinn verfehlte selbst die nach unten korrigierten Prognosen. Die großen Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis haben sich bereits auf die Seite des Investors geschlagen. Sie empfehlen den Aktionären offiziell, gegen die Wiederwahl des CEO zu stimmen. Es droht ein brutaler Denkzettel.
Dazu kommt eine endlose Kette von Skandalen. Ein verheerender Ransomware-Angriff mit massivem Datenleck, Ärger mit der Kartellbehörde wegen der Ausbeutung von Freelancern und ein wegen Olympia-Korruption verurteilter Ex-Aufsichtsratschef. Sony stieg 2024 entgegen großen Hoffnungen nur mit 10 Prozent ein und schweigt zum aktuellen Voting. Natsuno argumentiert zwar, ein Chefwechsel würde mitten im Umbau nur Unsicherheit bringen, die Geduld scheint dennoch am Ende.
Wie seht ihr das: Sollte sich das FromSoftware-Mutterkonzern-Management komplett heraushalten und den Vertrieb künftiger Hits wie einem potenziellen „Elden Ring 2“ wieder komplett an Publisher wie Bandai Namco abgeben, oder blockiert das den langfristigen Erfolg des Studios?
