Bungie schickt den Extraction-Shooter „Marathon“ in die nächste Testphase und liefert erstmals eine reine PvE-Spielwiese. Ob es die Spielerzahlen retten kann, ist ungewiss.
Am 21. Juli startet das Mid-Season-Update für die laufende Alpha- beziehungsweise Beta-Phase. Im Zentrum steht der zeitlich begrenzte Modus „Vault Breaker“, der die Brücke zu einer dauerhaften PvE-Komponente in Season 3 schlagen soll. Das Studio reagiert damit direkt auf die anhaltende Kritik am reinen PvP-Fokus und den schwindenden Spielerzahlen im Genre.
Roguelite-Struktur gegen die UESC-Fraktion
Der neue Modus wirft das klassische PvPvE-Konzept der Standard-Karten über Bord. Bis zum 4. August kämpfen Solo-Spieler, Duos oder Trios im Cryo-Archiv ausschließlich gegen KI-Gegner. Bungie nutzt hierfür eine Roguelite-Struktur. Spieler starten mit einem schwachen, kostenlosen „Sponsored Kit“, das über die Event-Währung „Vault Data“ schrittweise für den aktuellen Run verbessert wird.
Der Haken bleibt beim Beuteprinzip. Ausrüstung und Waffen, die während des Runs im Archiv gefunden werden, dürfen nicht dauerhaft extrahiert werden. Einzige Ausnahmen sind Event-Währungen und kosmetische Belohnungen. Wer dauerhafte Ausrüstung für das normale Spiel freischalten will, muss die Event-Währung im speziellen Event-Shop eintauschen.
Harte Grenzen für den Granaten-Spam
Die Sandbox-Änderungen greifen tief in die Meta der Standard-Modi ein. Bungie limitiert die Anzahl der mitgebrachten Granaten und Schutzschilde drastisch. Vor dem Match dürfen maximal zwei defensive oder offensive Wurfgegenstände ausgerüstet sein. Wer im Match mehr will, muss diese auf der Karte finden. Das System riegelt den unkontrollierten Einsatz von Bubble Shields im Endgame ab. Konsequent.
Bei den Waffen gibt es die üblichen Schadenskorrekturen. Die Schrotflinte WSTR erhält mehr Basisschaden, verliert jedoch jegliche Präzisions-Multiplikatoren und büßt an Reichweite ein. Die dominante D54-Kampfpistole verliert ebenfalls an Multiplikator-Stärke und Reichweite. Sie benötigt nun drei statt zwei präzise Feuerstöße für einen Abschuss gegen Standard-Schilde.
Bungie nutzt die Spieler als Versuchskaninchen für den kommenden PvE-Modus. Das ist legitim, lindert aber die generelle Skepsis gegenüber dem reinen Extraction-Konzept nicht. Wer „Marathon“ ohnehin spielt, nimmt die Balance-Änderungen und kosmetischen Dreingaben mit. Für Skeptiker bietet der zweiwöchige PvE-Ausflug eine nette Gelegenheit, die Schussmechanik ohne den permanenten Druck durch feindliche Trios zu testen. Ein echter Kaufgrund für die finale Version ist diese temporäre Testphase jedoch noch lange nicht.
Eine vollständige Vorschau zum Mid-Season-Update hat Bungie unter diesem Link veröffentlicht.

Es wird das Spiel auch nicht retten. Die Community von Bungie will Destiny 3 oder weiteren Support für Destiny 2.
Werde ich mal ausprobieren, der PVP modus war auf dauer nicht meins.