Bungies Launch von „Marathon“ offenbart eine hässliche Fratze der Gaming-Kultur. Während verifizierte Käufer auf Steam das Spiel mit 90 % Zustimmung feiern, inszeniert sich auf Metacritic ein regelrechter Mob. Ein User-Score von aktuell 5,1 ist hier kein Urteil über Gameplay-Loops oder UI-Design, sondern das Ergebnis einer Zweitverwertung von altem Groll, der längst keine sachliche Basis mehr hat.
Was wir derzeit auf Metacritic sehen, ist kein Review-Prozess, sondern eine Abrechnung mit Phantomen. Dass Nutzer dort „uninteressantes Gameplay“ oder „komplizierte UIs“ vorschieben, während die tatsächlichen Spieler auf Steam, die das Produkt besitzen und Zeit investiert haben, das Gegenteil attestieren, entlarvt die Plattform als zunehmend unglaubwürdig. Nicht der erste Fall, bei dem massives Review-Bombing am Ruf kratzt.
Kritik als performative Wut
Der Fokus auf den längst beigelegten Plagiatsfall oder die Schließung von Bluepoint Games zeigt das eigentliche Kalkül der Hater. Es geht nicht um das Spiel im Wohnzimmer, sondern um die maximale Beschädigung der Marke Bungie oder Sonys Geschäftsentscheidungen. Metacritic fungiert hier nur noch als Ventil für eine Spoiler-Kultur, die das Produkt bereits vor dem ersten Match abgehakt hat.
Ein User nutzt die Review-Spalte etwa weniger für eine Gameplay-Analyse, sondern lieber für eine exzessive Geschichtsstunde in Sachen Sony-Frust: ‚Sony schlägt mit einem weiteren Meisterwerk der Geldmacherei zurück. […] Glückwunsch Sony, die ultimative Trilogie des Scheiterns ist mit Concord 3 komplett!‘ Man muss diese Gabe der prophetischen Vorverurteilung fast bewundern – wer braucht schon Spielstunden, wenn er noch eine alte Rechnung offen hat?
Auf Steam & Co. hingegen sehen wir die nackte Wahrheit derer, die die Hardware-Barriere überwunden und den Kauf getätigt haben. 90 % positive Resonanz auf Steam und 4.68 im PlayStation Store bei einem Bungie-Titel sind – trotz der im Vergleich zu Destiny geringeren Reichweite – ein massives Qualitätszeichen. Die Spieler feiern genau das, was die Metacritic-Nutzer blind abstrafen. Es ist ein Sieg der spielerischen Substanz über die lautstarke Empörung derer, die „Marathon“ vermutlich nie über das Hauptmenü hinaus gesehen haben.
Dass Sony und Bungie die Kritiker-Reviews bis Ende März zurückhalten, wirkt vor diesem Hintergrund fast wie eine Schutzmaßnahme gegen den Lärm der Uninformierten, wenngleich dies für mich eine billige Ausrede ist. Das Spiel ist da und hat Kritiken verdient, aber bitte fair.
Die Konsequenz für unser Hobby
Die Schere zwischen 5,1 und 90 % zeigt, dass wir uns auf aggregierte Scores ohne Kaufverifizierung nicht mehr verlassen können. Für den informierten Gamer bedeutet das: Der User-Score auf Metacritic ist als Entscheidungshilfe klinisch tot. Er ist zu einem Schauplatz für ideologische Kämpfe verkommen, bei denen das eigentliche Spiel nur noch Statist ist.
Wer „Marathon“ aufgrund dieser „Kritik“ meidet, bestraft sich am Ende nur selbst, indem er eine der stärksten Shooter-Erfahrungen des Jahres ignoriert, nur weil ein digitaler Mob alte Rechnungen begleichen will. Warum dieser Mob in vielen Punkten komplett danebenliegt, verrate ich in meinem aktuellen Review.
„Marathon“ ist das Opfer einer modernen Kultur geworden, die Fakten durch Gefühl ersetzt. Wer wissen will, wie gut das Spiel wirklich ist, muss die 5,1 ignorieren und dorthin schauen, wo echtes Geld und echte Spielzeit geflossen sind: zu den 90 % auf Steam oder in den PlayStation Store. Dein Geldbeutel ist bei den Steam-Reviews besser beraten als bei der ungeprüften Wut auf Metacritic.

Leute, mal ehrlich: Die Diskussion hier im Thread spiegelt genau das Chaos wider, das wir im Artikel analysieren.
An McFly und Boris: Wenn wir über das Kalkül von Embargos berichten oder die Diskrepanz zwischen 90 % Steam-Zustimmung und 5,1 Metacritic-Hass aufzeigen, ist das kein ‚Zündeln‘. Es ist die Abbildung der Realität. Wir generieren keine Klicks durch Hass, sondern durch die Einordnung desselben. Wer glaubt, dass wir den Mob erst erschaffen, unterschätzt die Eigendynamik der Hype-Zyklen gewaltig. Wir sind das Flutlicht, nicht der Brandstifter.
An Crydog: Dein Argument, man dürfe eine Meinung haben, ohne zu kaufen, ist legitim, nennt sich Marktanalyse. Aber eine 0-Punkte-Bewertung auf Metacritic ist keine Meinung, sondern ein Sabotage-Versuch am Produkt, das man technisch gar nicht beurteilen kann. Das ist genau die Art von Frust, die wir kritisieren. Man kann Sonys Kurs kritisieren, ohne ein funktionierendes Spiel als ‚unspielbaren Müll‘ abzustempeln.
Wir berichten weiter über das, was ist, auch wenn es ungemütlich ist. Wer kritische Berichterstattung mit ‚Öl ins Feuer gießen‘ verwechselt, wünscht sich eigentlich nur ein Werbeblatt. Das wird es bei mir nicht geben.
Naja ich meinte auch nicht die 0 Wertungen. Eine 0 wertung ist für mich wenn ein spiel kaputt ist sowas wie Golem. Nur es wird dann halt immer gegen argumentiert ob man das spiel überhaupt gespielt hat um es bewerten zu können ist do bei diesen horizon fortnine oder damals part 2 genaso. Ich muss das horizon fortnine nicht kaufen,dann spielen und dann festzustellen das es für mich ein 0 von 0 ist. Weil für mich auch ein horizon etwas andere bedeutet als fortnine Grafik sowas gehört dazu auch eine persönliche Erwartung. Ein requiem ist für 11 von 10 und trotzdem hat das spiel Objekt auch Schwächen. Ich finde es schwierig Verallgemeinerungen. Weil letztlich endlich wissen wir nie die Initiation hinter der Bewertung. Und Bewertungen sind immer subjektiv auch das bestes beispiel part 2 von der Fachpresse 11 von 10 Auszeichnung hier Auszeichnung da. Für mich ist das die größte Enttäuschung der videospiel Geschichte. Klar story 0 von 10 für mich aber das das game technisch herausragend ist ist 10 von 10. Es gibt auch sowas nicht wie DIE PRESSE ihr macht ein super Job was die Aufklärung angeht und hinterfragt,das machen andere Presse Vertreter nicht. Genauso wie es gibt nicht den mob es gibt auch nicht den fanboy/girl whatever. Aber Verallgemeinerungen helfen einem gewisse Sachen zu brennen weil man einfach nicht die zeit hat oder manche die lust sich die gegen Argumente anzuhören. Es ist viel leichter z.b andere im schlimmsten Fall persönliche zu diffamieren
Teil 2
Um sich nicht weiter inhaltlich mit den Argumenten auseinander zu setzen. Ich habe z.b gelesen das bungie die Presse oder die spieler gebeten hat das spiel nicht vorzeitig zu bewerten also hand auf herz wo kommen wir dahin wenn man es nicht vorzeitig bewerten soll. Wann dann wenn alle ihr geld schon ausgegeben haben und erfahren haben das das game nicht für einen ist? Dann könnte man argumentieren warum requiem jetzt bewerten es kommen doch noch mindestens 2 dlc raus erst dann ist das spiel fertig oder noch besser fighting games also wann soll man marvel token bewerten in 10 jahren wenn die Roadmap fertig ist?
Klar es sind nur 40€ aber verdient mal erstmal 40€. Die ganze industrie ist an Hybris nicht mehr zu übertreffen.
Naja, ich bezeichne die ganze Gaas-Strategie als Müll, weil ich persönlich keinen Benefit davon habe und den nie bekommen werde. Die Leute haben damals die Gaas-Strategie verteidigt, weil wir durch Querfinanzierung mehr Singleplayer-Spiele bekommen hätten. Wie man jetzt sehen kann, ist das nicht der Fall (bei PC-Ports auch). Es dient nur der Gewinnmaximierung, mehr nicht, für die Investoren. Bungie wurde gekauft, nicht weil sie visionär sind, sondern weil sie mit Destiny (hoffe, ist richtig geschrieben) eine vermeintlich unendliche Geldquelle haben/hatten. Und wenn man überlegt, wie viel verbrannte Erde der Gaas hinterlassen hat, dann kann man den Frust der Leute verstehen. Besonders dann, wenn gescheiterte Management-Entscheidungen dann entweder auf die Entwickler abgewälzt werden, durch Studioschließungen (Bluepoint) oder durch generelles Erhöhen der Preise, was nicht nur alles mit Inflation, Kriegen oder Corona zu tun gehabt hat. Ich meine der horizon fortnine trailer das disslike ratio zu like ratio ist doch schon ein Zeichen das die leute solche spiele nicht haben möchten aber nein es wird trotzdem sich hingestellt mit einem selbstbewusst sein als hätte man gerade claire obscure 33 erfunden. Wie heißt es in Psychologie kognitive dissonanz. Wenn sony uns erzählt die ganze zeit wie wichtig ihnen die ps als community ist aber dann ein L move nach den anderen machen. Das gesagte passt nicht zu den gemachte und das die leute deswegen frustriert sind wie gesagt verstehe ich
Schon lustig wie nie Artikel darüber gschrieben werden wenns ein positives Review-Bombing gibt.
Neben der Kaufentscheidung sind Reviews halt ein weiterer Weg wie die Spieler der Industrie klar machen was gefällt und was nicht – und viele Spieler haben von Bungie eben was anderes erwartet als einen migränen-induzierenden Extraction-Shooter; weshalb jetzt halt viele ihrem Frust Luft machen.
Jemand der sich im Internet informiert und sich dann nur auf Metacritic verlässt und eine Kaufentscheidung fällt ohne andere Reviews (Steam/PSN) oder Let’s-Plays anzusehen, der ist selber schuld.
ÌNaja ich finde es schwierig wenn man sagt das man nur dann eine meinung haben darf nur wenn man das spiel gespielt oder gekauft hat. Bei last of us part 2 wäre meine Meinung genauso negativ auch wenn ich es mir nicht gekauft hätte bzw. Gespielt. Das kaufen und beim spielen selbst wurde mir klar das es sowas von ein fehlerkauf war und ich nicht die Zielgruppe für das spiel bin. Will damit sagen das die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt und man macht es sich zu einfach wenn man sagt das die Bewertungen nur ideologisch getrieben sind
Es ist aber nun mal ideologisch. Zu oft habe ich auf Gaming Seiten von den hatern gelesen „das Spiel muss floppen“, „ich will das es floppt“, „ich hoffe das die Käufer auf die schn.auze fallen!“
Genau diese Leute sind es die sich die test beta runtergeladen haben nur um es mit einem von fünf Sternen zu bewerten und die bei metacritic 0 punkte geben.
Da steht Sony drauf, das ist der Grund für den hate anders kann man sich das nicht erklären.
Wenn man ein Spiel nicht mag dann spielt man es nicht und gut ist aber lässt nicht solche Sprüche permanent ab.
Ich habs auch nicht gespielt und trotzdem kann mit guten Gewissen sagen das das game nicht für mich ist und wird es auch nicht. Ich kann mir das nur so vorstellen das es leute gibt die einfach mit sony Kurs unzufrieden (bin ich auch) und wünschen sich das das game flopt (wünsche ich mir auch) aber ich wüsste was bessere mit meine zeit anzufangen als es Probe zu spielen,auf metecritic anmelden und extra schlechte Review schreiben. Aber Daumen runter machen auf Youtube besonders bei horizon fortnine Trailer soviel zeit muss sein da mache ich kein hell draus.
Sorry, aber Seiten wie eure tragen leider auch ihren Teil im Spiel um Review-Bombing und Vorverurteilungen dazu. Ich lese gerne bei euch , und finde eure kritische Auseinandersetzung mit der Gaming Industrie auch erfrischend. Aber gerade was Artikel über Spiele wie Marathon oder auch generell Konzerne wie Sony (über die seit längerem eher kritische Stimmen von euch kommen), seid ihr auch stets mit vorne dabei was den digitalen Mob angeht.
Eine kritische Auseinandersetzung mit Themen wie Crunch, Sell out, etc.p.p. ist wichtig und richtig , kann aber oft als Meinungsverstärker für den Hate im Netz was das Thema Gaming angeht benutzt werden.
Regelrechte Öl ins Feuer gießen Artikel trifft es ganz gut! Hier werden Artikel verfasst nur um Klicks zu generieren… Ständig am zündeln die jungs und verkaufen es als die eigene Meinung.
Edit,
Wollte eigentlich schreiben das sie es als kritische Berichterstattung verkaufen. Kritik ist wichtig, aber das hier hat mehr was von provozieren.
Es ist schon krass was manche für Langeweile haben.
Ich habe es im PSN gekauft, da ist such meine Bewertung und das wars.
Wie fail muss man sein sich eine free beta herunter zu laden nur um einen Stern zu geben oder bei meta eine 0 Punkte Bewertung als wäre das Spiel unspielbar und läuft vor lauter bugs nicht, das Gegenteil ist der Fall.