Marathon will Arc Raiders-Spieler abgraben – mit Ansage

Mit einem extremen Ranked-Modus will Bungie Marathon klar gegen ARC Raiders positionieren – und deren Hardcore-Spieler gezielt abgreifen.

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Nach der ersten öffentlich spielbaren Alpha von Marathon wirkte Bungies neuer Extraction-Shooter noch unentschlossen. Casual oder Hardcore? Beides zugleich schien nicht zu funktionieren. Ein aktueller Leak legt nun nahe, dass Bungie sich entschieden hat, und dabei gezielt ARC Raiders-Spieler ins Visier nimmt.

Wie Forbes berichtet, stammen die Informationen von dem Leaker X0X_Leak. Bungie selbst hat den Ranked-Modus bisher weder bestätigt noch kommentiert. Inhaltlich klingt das Konzept allerdings alles andere als halb gar.

Marathon setzt auf Hardcore – ARC Raiders bleibt außen vor

Der geplante Ranked-Modus von Marathon folgt einem kompromisslosen Prinzip: Risiko, Verlust, Fortschritt nur durch Erfolg. Zugang erhält nur, wer hochwertiges Gear trägt. Zusätzlich müssen Spieler einen sogenannten Holotag kaufen und ausrüsten – stirbt man, droppt dieser. Wer fremde Holotags lootet, sammelt Rangpunkte. Die Tags existieren in mehreren Stufen von Bronze bis Pinnacle, eventuell sogar darüber hinaus.

Der Rangfortschritt bemisst sich nicht nur am Überleben, sondern am Wert der extrahierten Beute. Wer scheitert, verliert Rang. Wer lebend rauskommt, aber nur mit Ramsch, tritt auf der Stelle. Einige Maps bleiben niedrigeren Rängen komplett verschlossen, andere sind nur im Team spielbar. Ranked als Hochsicherheitsbereich, nicht als nette Zusatzplaylist.

Im direkten Vergleich wirkt ARC Raiders fast schon zahm. Zwar gibt es dort inzwischen Matchmaking für Spieler ab Level 40, ein echtes Ranked-System existiert aber nicht, und laut Roadmap wird sich das bis ins Frühjahr auch nicht ändern.

Risiko statt Reichweite

Die Idee kommt in der Community bislang gut an, zumindest laut Reaktionen auf den Leak. Trotzdem bleibt das Konzept heikel. Extraction-Shooter sind ohnehin nervenaufreibend, hier steht zusätzlich der komplette Fortschritt auf dem Spiel. Dazu kommt das altbekannte Problem: Cheater. In einem Modus, in dem Tod gleich Totalverlust bedeutet, wäre jeder Hacker-Vorfall pures Gift.

Auch Bungies eigene Historie mahnt zur Vorsicht. Ein Blick auf den Ranked-Crucible von Destiny 2 zeigt, wie schnell ambitionierte Modi an Spielermangel leiden können. Marathon benötigt keine Hunderttausende gleichzeitig wie ARC Raiders, aber eine stabile Hardcore-Community ist Pflicht.

Sollte Bungie den Leak bestätigen, positioniert sich Marathon klar: weniger Masse, mehr Schmerzgrenze. Ob das langfristig funktioniert, zeigt sich frühestens ab dem 5. März. Spätestens dann dürfte Bungie offiziell Farbe bekennen müssen – ob freiwillig oder nicht.

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