Das spekulierte Standalone-Spiel rund um den Anti-Helden Venom befindet sich laut Branchen-Insider Jason Schreier weiterhin in Arbeit, trotz gegenteiliger Aussagen von Synchronsprecher Nadji Jeter.
Während Jeter (Miles Morales) in einem Interview behauptete, das Projekt sei nach dem Tod von Tony Todd eingestellt worden, dementierte Schreier diese Meldung kurz darauf knapp mit den Worten: „Das ist nicht wahr“.
Widersprüchliche Aussagen zur Entwicklung
Die Verwirrung um das Projekt, das intern oft unter dem Arbeitstitel „Venom: Lethal Protector“ geführt wurde, erreichte am Wochenende einen neuen Höhepunkt. Nadji Jeter gab gegenüber dem YouTube-Kanal Love It Film an, dass Insomniac Games die Arbeit an dem Spin-off aufgrund des tragischen Verlusts von Tony Todd († 2024), der Venom in „Marvel’s Spider-Man 2“ seine markante Stimme lieh, beendet habe.
Jason Schreier, bekannt für seine exzellente Vernetzung innerhalb der PlayStation Studios, widersprach dieser Darstellung auf ResetEra umgehend. Unklar bleibt dabei, ob Schreier lediglich die komplette Einstellung des Spiels oder den genannten Grund (Todds Tod) dementiert. Da Insomniac bereits in der Vergangenheit mit dem Recasting von Hauptrollen, etwa Peter Parkers Gesichtmodell, pragmatisch umging, wäre ein Projektabbruch allein wegen einer Neubesetzung branchenunüblich.
PS5-Abschied oder PS6-Brücke?
Strategisch steht Insomniac Games vor einer logistischen Herausforderung. Ursprüngliche Leaks aus dem großen Ransomware-Angriff Ende 2023 deuteten auf einen Release im Jahr 2025 hin. Mit dem nun offiziell für den 15. September 2026 angekündigten „Marvel’s Wolverine“ verschieben sich die Prioritäten.
Aktuelle Berichte aus Entwicklerkreisen legen nahe, dass Sony intern noch abwägt:
- Option A: Ein Release als Cross-Gen-Titel für PS5 und die kommende Hardware-Generation, ähnlich wie Miles Morales.
- Option B: Eine Verschiebung als technisches Zugpferd für die PlayStation 6, um die Brücke zu Marvel’s Spider-Man 3 zu schlagen.
Während die Existenz des Spiels durch Schreiers Update als gesichert gilt, ist ein zeitnaher Release unwahrscheinlich. Der Fokus liegt bei Insomniac derzeit klar auf „Marvel’s Wolverine“, zu dem im Frühjahr neue Details und Vorbesteller-Optionen erwartet werden. Wer auf eine PC-Version hofft, wird – wie bei Ghost of Yōtei – wohl erneut eine Wartezeit von mindestens ein bis zwei Jahren nach dem Konsolenstart in Kauf nehmen müssen.
Nüchtern betrachtet ist ein Venom-Spiel zu wertvoll, um es einzustellen. Die Mechaniken für den Charakter existieren bereits in der Engine von „Marvel’s Spider-Man 2“. Dass Jason Schreier so direkt interveniert, ist meist ein Zeichen für aktive Entwicklung. Rechnet jedoch nicht mit einer Veröffentlichung vor 2027 – vermutlich als einer der letzten großen Titel für die PS5 oder als früher Showcase für die nächste Hardware-Generation.