Marvel’s Wolverine kurz vor Fertig? Praktikanten arbeiten mit am Finish

Insomniac Games lässt Praktikanten an Marvel's Wolverine für PS5 mitarbeiten. Ein ungewöhnlicher Schritt, der Gamern und Studios neue Chancen verspricht – mit einem Augenzwinkern.

Niklas Bender
Niklas ist seit 2023 als Freelancer und Editor-in-Chief bei PlayFront.de aktiv. Er liebt die PS5, schreibt pointiert, bissig und mit klarer Meinung – egal ob zu...

Die Zukunft des Gamings liegt in den Händen … von Praktikanten? Zumindest teilweise. Insomniac Games, das gefeierte Studio hinter Spider-Man und hoffentlich bald auch „Marvel’s Wolverine„, öffnet diesen Sommer seine Türen für Studierende, die mit an einem der wohl heißesten PS5-Titel basteln dürfen.

Während andere Praktika mit Kaffeekochen und Excel-Tabellen glänzen, gibt’s hier Krallen, Blut und ganz viel In-House-Engine.

Ein Praktikum, das sich gewaschen hat – mit Adamantiumseife

Sony nennt das Ganze ein „PlayStation Internship Program“ und verspricht, die Gaming-Talente von morgen in Blockbuster-Projekte einzubinden. Dass das nächste Wolverine-Abenteuer nun unter anderem auch von Menschen betreut wird, die gestern noch „Game Design 101“ gehört haben, klingt zuerst wie ein schlechter Scherz – ist aber bitterernst.

Natürlich steht hinter jedem Praktikanten eine Armee erfahrener Entwickler, die verhindern, dass Logan plötzlich in Flip-Flops durch Manhattan tapst. Trotzdem ist es ein interessanter Schritt: Während andere Studios maximal eine Runde Bugfixing an Praktis abtreten, heißt es bei Insomniac: „Willkommen in der Crunch-Zone, Kids!“

Aber hey, wenn man schon sein Pflichtpraktikum machen muss – warum nicht gleich beim Studio, das Spider-Man fliegen ließ (äh, schwingen)?

Zwischen Lernkurve und Laserklauen: Sony macht Ernst – irgendwie

Sony positioniert sich mit dem Programm als moderner Arbeitgeber, der jungen Leuten Verantwortung überträgt und ihnen echte Einblicke gewährt. Ob das wirklich nur aus Idealismus geschieht oder vielleicht auch daran liegt, dass gute Entwickler immer schwerer zu finden (und zu bezahlen) sind? Man munkelt.

Gleichzeitig darf man aus der Einladung an Praktikanten aber auch einen positiven Schluss ziehen: Die Tatsache, dass frische Talente nun an „Marvel’s Wolverine“ mitarbeiten dürfen, deutet stark darauf hin, dass das Spiel Fortschritte in der Entwicklung macht. Wenn Praktikanten ran dürfen, ist das Grundgerüst vermutlich schon gegossen – jetzt wird poliert, gefixt und gefeilt. Kurz gesagt: Das Spiel nähert sich mit schnellem Schritt (und ausgefahrenen Krallen) der Zielgeraden. Laut Insomniac Games ist das Ende zwar noch nicht „annähernd“ erreicht, aber es wird aktiv weiterentwickelt.

Wir gönnen’s den Praktis – ernsthaft. Einmal selbst an einem AAA-Spiel mitarbeiten, statt nur in Discord-Foren darüber zu diskutieren? Klingt nach einem Traum. Solange keiner auf die Idee kommt, die Endsequenz von „Marvel’s Wolverine“ an ein Uniseminar zu outsourcen, ist alles gut.

Insomniac beweist Mut – oder Experimentierfreude. Wer Marvel’s Wolverine am Ende spielt, wird sich vielleicht fragen: „Ist das hier das Werk von Profis … oder von sehr, sehr talentierten Praktikanten?“
Vielleicht lautet die Antwort: Beides. Und das ist gar nicht mal so schlecht.

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