Seit Ewigkeiten angekündigt, aber noch immer nicht erschienen. Das „Max Payne 1&2 Remake“ befindet sich dennoch in einer stabilen Entwicklungspipeline, wie der jüngste Finanzbericht beweist.
Remedy Entertainment kehrt im ersten Quartal 2026 in die Gewinnzone zurück, maßgeblich gestützt durch die stabilen Entwicklungsgebühren für die „Max Payne 1&2“-Remakes. Während das Studio bei Titeln wie „Control Resonant“ das volle finanzielle Risiko des Self-Publishings trägt, fungiert die Partnerschaft mit Rockstar Games als entscheidendes Sicherheitsnetz für die finnischen Entwickler.
Remedy meldet für das erste Quartal einen Gewinn, obwohl der Umsatz leicht auf 13,1 Millionen Euro sank. Dass die Bilanz trotzdem positiv ausfällt, liegt an der strategischen Aufteilung des Portfolios. Die Remakes von „Max Payne 1&2“ werden komplett von Rockstar Games finanziert. Remedy trägt bei diesem Projekt somit kein finanzielles Risiko bei der Entwicklung, aber einen stetigen Zufluss an Gebühren, die das operative Geschäft decken. Es ist die nötige Disziplin, die der neue CEO Jean-Charles Gaudechon einfordert, um den massiven Marketing-Push für kommende Eigenproduktionen vorzubereiten.
Warum Max Payne für Remedy überlebenswichtig ist
Die Bedeutung der Remakes geht über die reine Nostalgie hinaus. Remedy nutzt die Kooperation mit Rockstar Games, um die eigene Technologie – die Northlight Engine – weiter zu verfeinern, ohne die Kosten allein stemmen zu müssen.
- Risikoverteilung: Rockstar trägt die Produktionskosten, Remedy stellt das kreative Know-how.
- Technologie-Transfer: Optimierungen für Max Payne fließen direkt in die Entwicklung von „Control Resonant“.
- Markenstärkung: Ein Erfolg der Remakes steigert den Wert von Remedys gesamtem Katalog.
Interessant ist der Blick auf die Tantiemen. Diese haben sich auf fast 5 Millionen Euro verdoppelt, getrieben durch Dauerbrenner wie „Alan Wake 2“. Remedy wandelt sich vom reinen Auftragsstudio zum unabhängigen Publisher. Das „Max Payne“-Projekt ist in dieser Übergangsphase der Anker, der es dem Studio erlaubt, bei „Control Resonant“ keine Kompromisse einzugehen. Die hohe Eigenkapitalquote von fast 69 Prozent unterstreicht, dass die Finnen derzeit aus einer Position der Stärke heraus agieren.
Das Fundament steht also. Remedy muss nun auch in Zukunft beweisen, dass sie wirtschaftliche Stabilität mit künstlerischem Anspruch vereinen können. Die Partnerschaft mit Rockstar Games für Max Payne nimmt zwar etwas den Druck vom Kessel, gleichzeitig ,muss das Team bei den eigenen Marken aber „All-In“ gehen. Wenn das Marketing für Control in den nächsten Monaten anzieht, muss das Studio zeigen, dass es auch ohne den großen Bruder Rockstar Massenerfolge landen kann.
Wird die düstere Atmosphäre von Max Payne in der modernen Engine heute noch genauso einschlagen wie damals, oder ist das Franchise zu sehr ein Kind seiner Zeit?
Das wird schon 😉. Hoffe, es erscheint auch für die PS5 Pro, die Steuerung am PC war immer etwas knifflig mit Bullettime zielen …