Ein massiver Story-Leak via IGDB enthüllt das Szenario von „Metro 2039“, das am Donnerstag offiziell vorgestellt wird. Wir kehren als Exilant in ein Moskau zurück, das unter der fanatischen Herrschaft der Spartan-Ranger und ihres Anführers Hunter steht.
Der Leak beschreibt eine düstere Kehrtwende für die Reihe: Die einstige Bastion der Hoffnung, die Spartans, haben sich unter Hunter zu einem totalitären Regime gewandelt, dem „Novoreich“.
Die Rückkehr zum Ursprung – mit einem Twist
Der Leak bestätigt, was der Titel bereits andeutete: Die Reise führt uns weg von der Freiheit aus Exodus und zurück in das „dunkle Herz“ der Moskauer Metro. Doch die Ausgangslage hat sich radikal verändert.
- Vom Helden zum Despoten: Hunter, der Mentor aus dem ersten Teil, scheint die Metro mit „Propaganda und Angst“ geeint zu haben. Das Ziel: einen neuen Krieg gegen die Oberfläche und einen mysteriösen „dunklen Feind“.
- Ein neuer (alter) Protagonist? Die Rede ist von einem „zurückgezogenen Fremden“, der im Exil von Albträumen geplagt wird. Dass dieser gezwungen wird, die Ruinen Moskaus zu betreten, lässt vermuten, dass wir nicht zwingend Artyom spielen – oder zumindest einen Artyom, der mit seiner Vergangenheit gebrochen hat.
Nachdem „Metro Exodus“ die Serie in die Breite geführt hat, scheint „Metro 2039“ die Daumenschrauben wieder anzuziehen. Die Beschreibung von „Erkundung, Überleben und Stealth“ in einer „tödlichen Welt“ deutet auf die Rückkehr der klaustrophobischen Horror-Elemente hin, die Fans an 2033 so liebten.
Der Konflikt ist laut Leak ein „Kampf um die Seele der Metro“. Das impliziert, dass wir es nicht nur mit Mutanten zu tun bekommen, sondern mit einem tiefgreifenden politischen und moralischen Zerfall innerhalb der menschlichen Fraktionen. 4A Games scheint hier die Gesellschaftskritik der Romane von Dmitry Glukhovsky wieder deutlich stärker zu gewichten.
Ein riskantes, aber nötiges Manöver
Dass die Spartan-Ranger – bisher die „Guten“ – nun als fanatische Unterdrücker dargestellt werden, ist ein genialer erzählerischer Schachzug. Es nimmt der Serie die Vorhersehbarkeit und erhöht den Survival-Druck massiv. Wenn das Gameplay diese beklemmende Story-Atmosphäre einfängt, könnte 2039 das bisher intensivste Metro werden.
Hunter als fanatischer Anführer des „Novoreichs“ – geht euch dieser radikale Bruch mit den Spartans zu weit, oder ist das genau der düstere Zündstoff, den die Reihe nach dem eher optimistischen Ende von „Metro Exodus“ braucht?