Microsoft prüft laut aktuellen Berichten die Streichung des kommenden Call of Duty aus dem Game Pass Ultimate, um das wirtschaftliche Gleichgewicht des Abo-Dienstes zu stabilisieren.
Der Tech-Gigant Microsoft steht offenbar vor einer strategischen Kehrtwende: Das für 2026 erwartete „Call of Duty: Modern Warfare 4“ könnte entgegen bisheriger Zusagen nicht zum Release im Game Pass Ultimate erscheinen. Hintergrund sind interne Analysen, die zeigen, dass die Integration der Shooter-Serie sowohl dem Franchise-Umsatz als auch der Wirtschaftlichkeit des Abo-Modells schadet.
Die Kannibalisierung des Game-Pass-Budgets
Laut Insider Jez Corden sorgt Call of Duty für ein Ungleichgewicht in der internen Abrechnung bei Microsoft. Der Konzern nutzt eine Formel, bei der Einnahmen basierend auf der Spielzeit („member weighted revenue“) an die Studios verteilt werden.
- Umsatz-Vakuum: Aufgrund der enormen Popularität beansprucht Call of Duty einen überproportionalen Anteil des monatlichen Budgets.
- Mangel an Content-Vielfalt: Das Geld, das in Call of Duty fließt, fehlt an anderer Stelle, um neue Inhalte einzukaufen oder zu finanzieren, die die Abwanderung von Abonnenten (Churn) verhindern könnten.
- Entwertung der Marke: Die Verfügbarkeit „ohne Zusatzkosten“ führt dazu, dass Spieler den Titel schneller deinstallieren, wenn er nicht sofort überzeugt, anstatt sich intensiv mit der Mechanik auseinanderzusetzen – ein Phänomen, das bei Vollpreistiteln seltener auftritt.
Preiserhöhung und neue Tier-Strukturen
Erst im Oktober 2025 hob Microsoft den Preis für Game Pass Ultimate massiv an, um die Integration von Call of Duty zu rechtfertigen. Sollte der Shooter nun gestrichen werden, steht Microsoft unter Zugzwang, das Preis-Leistungs-Verhältnis anzupassen.
Dataminer haben unter den Codenamen „Triton“ und „Duet“ bereits Hinweise auf neue, günstigere Abostufen gefunden. Diese sollen sich primär auf First-Party-Klassiker wie Halo, Fallout 4 oder Gears 5 konzentrieren, während aktuelle Blockbuster wie Call of Duty wieder als klassische Buy-to-Play-Titel oder über separate Add-on-Abos vermarktet werden könnten.
Für Abonnenten bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Unsicherheit. Wer den Game Pass Ultimate primär für Call of Duty abonniert hat, muss damit rechnen, künftig wieder 70 bis 80 EUR für die jährliche Veröffentlichung auszugeben oder in ein noch teureres Zusatzmodell zu wechseln.
Die Rechnung geht nicht auf. Ein Multi-Milliarden-Dollar-Franchise wie Call of Duty in ein 20- oder 30-Euro-Abo zu pressen, zerstört langfristig die Margen. Für Microsoft ist Call of Duty im Game Pass ein zweischneidiges Schwert: Es bringt zwar Rekordspielerzahlen, senkt aber den Durchschnittsumsatz pro Nutzer massiv. Sollte die Streichung kommen, ist das ein Eingeständnis, dass das bisherige „Day One“-Versprechen für AAA-Produktionen dieser Größenordnung wirtschaftlich nicht tragbar ist.
Ich sag es schon immer der Game Pass wird/hat die Xbox total vernichtet. Harakiri vom feinsten..
Also ich bin nur zu X-Box gewechselt,weil COD mit im Gamepass ist. Ist dies nicht mehr der Fall, wird der Gamepass gekündigt, die X-Box verkauft und wieder auf Playstation umgestiegen
Natürlich liegt es daran und nicht das Black ops 7 ein super schlecht Programmiertes Spiel ist. Wenn selbst mehr Leute MW1 spielen als BO7. Zudem haben wir 6 Jahre lang inflation hinter uns. Ich persönlich werde keine 24 Euro für den Gamepass plus 90 Euro für so ein schlechtes spiel ausgeben.
Wie? 27€/Monat reichen nicht aus? Selbst wenn cod aus dem Game Pass fliegen sollte, wird der Preis kaum sinken. Microsoft hat sich mit dem Game Pass verkalkuliert. Jetzt laufen die Kunden weg.
Mit etwas Glück wird vielleicht die EU MS und Sony zwingen, Online-Gaming für westlich weniger Geld oder gar gratis anzubieten.
Das wird (leider) nicht passieren. Auf welcher rechtlichen Basis soll dierer Zang gerechtfertigt werden? Es ist ein legales Geschäftsmodell.