Das Gaming-Jahr 2025 biegt auf die Zielgerade ein. Während Sony noch euphorisch jedes DualSense-Vibrations-Upgrade feiert, hat Microsoft schon heimlich die Zahlen auf Metacritic studiert, und lächelt dezent. Im Ergebnis: 82,6 Punkte für die Xbox gegen 78,1 für die PS5.
Klar, Sony glänzt mit Ghost of Yōtei (86) und Death Stranding 2 (89), aber ein paar schwächere First- und Third-Party-Titel wie Days Gone Remastered (79), Lost Soul Aside (65) oder Midnight Murder Club (68) ziehen den Schnitt spürbar nach unten. Marketing kann noch so glänzen – Metascores lügen nicht, auch wenn sie nur einen ausgewählten Teil der gesamten Gaming-Landschaft abbilden. Death Stranding 2 alleine schlägt allerdings fast alles, was Microsoft 2025 auf PS5 gebracht hat, nur Forza Horizon 5 liegt darüber.
Konsistenz schlägt Glanz
Wer sich die nackten Zahlen anschaut, erkennt ein klares Muster. Microsoft-Titel liefern konstant Top-Werte. Forza Horizon 5 (92) liefert das erwartete Highscore-Feuerwerk, Indiana Jones and the Great Circle (88) überzeugt auf ganzer Linie, Senua’s Saga: Hellblade II (82) und Age of Empires IV: Anniversary Edition (85) halten die Qualität hoch. Selbst Titel wie The Outer Worlds 2 (79) oder Gears of War: Reloaded (79) liegen nur knapp unter 80 – weit entfernt von einem Absturz, der den Gesamtschnitt ruinieren würde. Der Microsoft Flight Simulator 2024 (inzwischen bei 76) und Ninja Gaiden 4 (80) runden das solide Bild ab.
Microsoft zeigt damit, dass eine breit aufgestellte, aber konsistente First-Party-Strategie das aufwendige Marketing-Getöse schlägt. Kein Wunder, dass sie knapp, aber verdient vorn liegen. Während Sony also noch mit großen PR-Stunts die Welt darüber informiert, dass die PS5 jetzt auch „ultra-mega-haptisches Feedback“ bietet, liefern die Xbox-Studios einfach ab, ohne das ganze Tamtam.
Die Achillesferse: Third-Party-Titel unter dem Sony Label
Der kleine Haken für Sony liegt in der Portfolio-Strategie. Die Mischung aus First-Party-Highlights und Third-Party-Exklusivtiteln wirkt auf dem Papier gut, doch im Metacritic-Vergleich zieht sie die PS5 merklich runter. Lost Soul Aside (65) und Midnight Murder Club (68) sind alles andere als Katastrophen, doch sie reichen nicht, um den Schnitt stabil oberhalb von 78,1 zu halten. Wenn man, wie Sony, nur auf einzelne Spitzenleistungen setzt, reicht das nicht automatisch, um den Durchschnitt zu retten.
Die First-Party-Spitzen beider Hersteller liegen auf extrem hohem Niveau. Death Stranding 2 (89) ist für viele ein Meisterwerk, Ghost of Yōtei (86) ebenfalls. Doch die weniger glänzenden Third-Party-Beigaben verwässern den Gesamtscore. Microsoft hat hier die Nase vorn: konstante Qualität aus den eigenen Studios und damit ein stabiler Metascore von 82,6 Punkten.
Hinweis: Obwohl Bethesda zu Microsoft gehört, agieren die Studios weitestgehend autonom und wurden daher in dieser Analyse nicht berücksichtigt. Würden Titel wie Doom: The Dark Ages (83) aber einbezogen, würde der Abstand zu Sony in Nuancen noch besser ausfallen. Das Gleiche gilt für Activision und Call of Duty: Black Ops 7. Mit seinem Metascore von 67 würde es den Gesamtdurchschnitt auf PS5 nur geringfügig nach unten drücken, aber weiterhin über 81 liegen. Gezählt wurden alle Titel, die unter den Xbox Game Studios (bzw. Microsoft) oder Sony Interactive Entertainment erschienen sind und somit direkt mit dem jeweiligen Publisher assoziiert werden.
Insgesamt kann man es noch immer als Kopf-an-Kopf-Rennen betrachten. Der Fehler liegt dabei nicht in Sonys eigenen Qualitäten, sondern vielmehr in ihrer Strategie und resultiert in einem Markenproblem. Hätten sie einfach auf die Third-Party-Titel verzichtet, hätten sie den Vergleich mit weniger Titeln für sich entschieden. Ironie?
Was Sony daraus lernen kann:
- Strategische Frage: Lieber weniger Releases mit höherer Qualitätssicherung?
- Label-Dilution: Durch Verzicht auf schwächere Third-Party-Titel die eigene Marke nicht verwässern?
- Qualitätskontrolle: Warum geben sie ihr Label für 65-68 Punkte-Spiele her?
Qualität über Marketing-Blabla
2025 zeigt eines recht deutlich, nämlich dass Quantität ein zweischneidiges Schwert sein kann. Sony punktet mit First-Party-Hochkarätern, stolpert aber über schwächere Third-Party-Titel. Microsoft bleibt ruhig, liefert stabil hohe Qualität und gewinnt so knapp, aber verdient. Ihre Strategie, sich der PS5 zu öffnen, geht somit in einem weiteren Faktor vollumfänglich auf. Beste Spiele, größter Publisher, die meisten Umsätze.
Wer also wissen will, welcher Publisher 2025 den besseren Job auf PS5 gemacht hat, kann die Zahlen sprechen lassen. Microsofts Strategie der konsistent hochwertigen First-Party-Titel schlägt Sonys glitzernde, aber inkonsistente Mischung. In einer Welt, in der Marketing-Bullshit überall glänzt, ist ein stabiler Metascore Gold wert.
*Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind die persönliche Meinung des Autors. Sie müssen nicht jedermanns Sichtweise entsprechen – ideal zum Diskutieren.


Microsoft war nur Konstant im Versagen, jede Generation ein Flop. Direkt nach den großen Studio Käufen schwallte man was von Kompetition was so schon lächerlich ist oder Marathon laufen aka durchhalten und jetzt muß man den Konkurrenten beliefern weil man auf seiner eigenen Plattform keine Verkäufe erzielen würde.
Microschrott muss ihre Spiele auf einer anderen Plattform veröffentlichen um etwas Erfolg zu haben Hahaha. Das ist doch armselig
Warum Seiten wie diese immer den (unnützen) Critic Score, statt dem User Score nehmen…?
Xbox hat Nix zu lachen.
Im PC Markt haben sie keine Chance gegen Steam und bei den Konsolen gegen PlayStation.
Die Switch 2 wird nächstes bzw. Übernächstes die Xbox series überholen was Verkäufe angeht.
Gamepass stagniert bzw. die Leute hüpfen rein und raus. Bei den Amerikanern spielen sie noch ne gewisse Rolle, weltweit sind sie Nische.
Als Publisher sind sie groß und haben auch gut Spiele ( wenn man auch gefühlt 2. IP aufkauft) aber es kommt nix richtig richtig geiles von denen.
Eigentlich schade
Letztendlich lache ich als Spieler am lautesten über das seit Jahren vorherrschende Microsoft Kasperletheater & bin mir zeitgleich gewiss über den Fakt,
dass Playstation alleine in diesem Jahr zwei der besten Games dieser Generation auf zunächst ihrer eigenen Plattform released haben.
Death Stranding 2 und Ghost of Yotei, right?
Ändert aber nichts daran das es nur zwei spiele sind und dann auch noch so reisen Abstand dazwischen da fand ich das passing bei der ps4 gen besser
„Zu den wichtigsten PS4-Exklusiv-Neuerscheinungen im Jahr 2020 gehören The Last of Us Part II, Ghost of Tsushima und Final Fantasy VII Remake. Weitere exklusive oder zeitexklusive Titel waren Nioh 2, Persona 5 Royal und Marvel’s Spider-Man: Miles Morales. “ Wenn man das mit jetzt vergleicht sieht man aus. Wobei ich würde persönlich days gone ein 90 geben aber ok Wertungen sind subjektiv