Interne Berichte legen nahe, dass Microsoft mehrere Optionen zur Umstrukturierung seiner Gaming-Sparte Xbox prüft. Das Spektrum reicht von der Gründung einer Tochtergesellschaft bis hin zum vollständigen Verkauf der Marke Xbox.
Keine Beschlüsse, aber alle Szenarien auf dem Tisch
Microsoft führt derzeit ergebnisoffene Diskussionen über die Zukunft von Xbox, wie Reuters berichtet. Laut vorliegenden Informationen aus Unternehmenskreisen wird kein fester Kurs verfolgt, sondern das fundamentale Konstrukt der Sparte hinterfragt. Drei konkrete Szenarien stehen zur Debatte.
Eine Option ist das Spin-off, also die komplette Abspaltung in ein eigenständiges Börsenunternehmen. Alternativ wird die Umwandlung in eine hundertprozentige Tochtergesellschaft nach dem Vorbild von LinkedIn geprüft. Die dritte Variante umfasst ein Joint Venture mit externen Partnern, um Risiken und Kosten zu teilen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.
Die Einleitung dieser Prüfverfahren hat handfeste Ursachen. Sinkende Verkaufszahlen bei den Konsolen und ein stagnierendes Wachstum des Xbox Game Pass belasten die Bilanz. Die Akquisition von Activision Blizzard hat die Profitabilität kurzfristig nicht gesteigert. Das Gegenteil ist der Fall. Der Druck aus der Chefetage in Redmond wächst. Im kommenden Monat drohen ohnehin Entlassungen und Budgetkürzungen im Marketing. Asha Sharma greift durch.
Der Markt erzwingt das Überdenken der Hardware
Die Prüfung dieser Optionen korreliert mit den allgemeinen Verschiebungen in der Gaming-Industrie. Das klassische Konsolenmodell verliert zugunsten von Multiplattform-Releases an Boden. Microsofts Versuch, den Markt über ein reines Abo-Modell zu dominieren, generiert nicht die notwendigen Margen. Die Entwicklungskosten für AAA-Titel steigen unaufhaltsam. Jetzt wird gegengesteuert. Das Geld für das nächste Fiskaljahr wird fast ausschließlich für etablierte Marken wie Halo, Fallout und The Elder Scrolls freigegeben.
Das Modell der Tochtergesellschaft besitzt eine klare Funktion. Es schafft finanzielle Transparenz. Xbox müsste in diesem Szenario eigenständige Bilanzen vorlegen und könnte Verluste nicht mehr im Gesamtkonzern kaschieren. Das erhöht den Druck auf das Management, vereinfacht aber gleichzeitig einen späteren Teilverkauf. Die Hardware-Sparte wird zum Klotz am Bein. Microsoft sichert sich ab.
Für den Endkunden bedeutet diese Prüfphase vor allem Unsicherheit. Microsoft stellt das bisherige Ökosystem intern zur Disposition, um die Profitabilität zu erzwingen. Sollte die Ausgliederung kommen, verabschiedet sich der Konzern endgültig vom traditionellen Hardware-Wettbewerb. Xbox wird dann zum reinen Software-Publisher für alle Plattformen. Die Konsole verkommt zum Nischenprodukt. Ende der Durchsage.

Ich würde die Konsolen von Drittherstellern bauen lassen. Ähnlich wie die Grafikkarten. Wenn höchstens eine Referenz Box anbieten und dann gibt es custome Modelle von Asus, MSI Acer usw.
Dann Magnus soc in Laptops verbauen. Welche dann auch zum zocken verwendet werden können.
Man lässt von tsmc die Chips herstellen und liefert sie an Hardwarehersteller aus. Die können dann custome Modelle bauen.. da es eh alles X86-64 Systeme sind ist der Aufwand nicht sehr groß.
Xbox, PC, PC Handhelds und xcloud gehören eh zusammen.
MS kümmert sich ums Betriebssystem und ist Publisher.
Alle 3 Optionen wären der endgültige Gnadenstoß für Xbox.
Ohne das Geld des Mutterkonzerns wäre der Laden schon 20mal insolvent gegangen.
Die Aktie will ich sehen wenn Xbox ein eigenständig Börsennotiertes Unternehmen ist 〽️ 😂
Marcel Lunz Ich denke, als reiner Publisher könnte es klappen, wenn man etwas mehr Wert auf Qualität legt.
R.I.P Xbox
Aber Microsoft kann es sich doch leisten… Die sind doch auch 95% aller PCs installiert, die haben Geld wie heu. Leider stimmt das nur teilweise, wie jede andere Firma auch denkt Microsoft gewinnorientiert, d.h. was kein Gewinn einbringt muss ausgesondert werden. Das kann einem Microsoft passieren wie auch einem Sony. Sony hat die Krise bereits bei der PS3 Fiasko überstanden, in dem sie Ihre Sony Gebäude verkauft hatten. Sony hat nich so einen starken Rücken wie die Xbox mit Microsoft. Aber auch hier gilt, manchmal ist ein starker Rücken auch hinderlich.