Cloud Gaming gilt für viele als eine der spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre, jederzeit und auf fast jedem Gerät Spiele starten, ganz ohne Konsole. Doch Microsoft scheint mit einem neuen Modell einen ungewöhnlichen Weg einzuschlagen: Laut einem aktuellen Bericht wird derzeit eine kostenlose Variante von Xbox Cloud Gaming getestet, die über Werbung finanziert wird.
Wie soll die Gratis-Variante funktionieren?
Das Prinzip klingt zunächst verlockend: Ohne Abo sollen Spieler bestimmte Inhalte streamen können, darunter Free-to-Play-Titel, einige bereits gekaufte Spiele und eine Auswahl an klassischen Xbox-Titeln. Der Haken? Vor jedem Start läuft ein rund zweiminütiger Werbespot, und die Spielzeit ist streng limitiert: maximal fünf Stunden pro Monat, aufgeteilt in Sitzungen von jeweils einer Stunde.
Die Testphase soll bald starten, mit einem breiteren Rollout „in den kommenden Monaten“. Geplant ist, dass die kostenlose Version auf PC, Konsole und auch auf Handheld-Geräten verfügbar sein wird.
Microsofts Strategie nach der Preiserhöhung
Spannend ist der Zeitpunkt: Erst vor ein paar Tagen hat Microsoft die Preise für den Xbox Game Pass um rund 50 % angehoben – ein Schritt, der viele Spieler verärgert hat. Gleichzeitig wurde Cloud Gaming von der teuren Ultimate-Stufe abgekoppelt und ist nun schon ab der günstigeren Essential-Variante nutzbar. Die neue Gratis-Version könnte also als Lockangebot verstanden werden: Wer mehr als ein paar Stunden im Monat spielen will, soll zum Abo greifen.
Ob diese Rechnung aufgeht, ist fraglich. Denn fünf Stunden pro Monat reichen kaum aus, um ein modernes Spiel ernsthaft zu erleben. Wer wirklich Cloud Gaming nutzen möchte, wird sich wohl schnell mit den Einschränkungen frustriert fühlen.
Chance oder Boomerang?
Die Idee, Xbox Cloud Gaming auch ohne Abo verfügbar zu machen, ist grundsätzlich spannend, gerade für Gelegenheitsspieler oder Neugierige, die den Service einmal ausprobieren wollen. Gleichzeitig schwingt aber die Sorge mit, dass Microsoft die Community mit Werbung und Limitierungen eher vergrault als begeistert.
Am Ende bleibt die Frage: Wird diese „kostenlose“ Version als Türöffner zum Abo verstanden – oder als weiteres Beispiel dafür, wie Gaming-Dienste immer stärker durch Werbung und Restriktionen geprägt werden?
Habe mein Abo nicht verlängert. Konsole habe ich rechtzeitig verkauft. Mit der PS5 Pro hat Sony die SeriesX vom Thorn gestoßen. Ich stehe auf Grafik, einen PC werde ich mir deshalb jedoch nicht kaufen. Ich bin einfach Konsolenspieler. Microsoft hat die Chance verpasst. Ich will JETZT bspw. Cyberpunk keinen bock deutlich besserer Grafik spielen. Das geht nur auf der Pro. Deshalb ist der Zug für Microsoft abgefahren. Jetzt noch die Sache mit dem Gamepass. Dabei waren sie auf dem richtigen Weg.
Wenn du kein pc gamer bist, deine Xbox verkauft hattest, wofür hattest du dann das Abo?
Ich habe es 3 Jahre lang genutzt ?!