MindsEye verliert seinen Publisher. Build a Rocket Boy hat laut einem Bericht von Insider-Gaming die Zusammenarbeit mit IO Interactive beendet. Die Entscheidung soll vom Entwickler selbst ausgegangen sein, nicht vom Hitmanโ und 007: First Light-Studio. Fรผr beide Seiten ist das ein ungewรถhnlicher Schritt, vor allem mit Blick auf den bisherigen Verlauf von MindsEye.
MindsEye und das Ende eines kurzen Publishing-Kapitels
MindsEye war das erste Spiel, das IO Interactive unter seinem neuen Publishing-Label verรถffentlicht hat. Und mรถglicherweise auch das letzte. Der Deal ist laut Bericht Geschichte, ebenso eine geplante Crossover-Zusammenarbeit zwischen MindsEye und Hitman. Offiziell bestรคtigt ist davon bislang nichts, weder von Build a Rocket Boy noch von IO Interactive.
Die Begrรผndung klingt dennoch nachvollziehbar. Build a Rocket Boy wolle kรผnftig selbst publizieren, um mehr Kontrolle รผber Marke, Inhalte und langfristige Ausrichtung zu haben. Autonomie statt Abhรคngigkeit. Auf dem Papier ein legitimes Ziel โ in der Praxis allerdings riskant, besonders fรผr ein Studio, das zuletzt kaum Rรผckenwind hatte.
Ein Spiel mit schwerem Ballast
Der Kontext ist entscheidend. MindsEye gilt als das am schlechtesten bewertete Spiel des Jahres 2025. Ein Metacritic-Schnitt von 37 spricht eine klare Sprache. Der Launch war von massiven Bugs geprรคgt, so gravierend, dass Sony Rรผckerstattungen gewรคhrte. Und selbst abseits der Technik fehlte es laut Spielern und Kritikern an Substanz: wenig Inhalte, eine schwache Story und kaum Motivation.
Zwar waren die Verkaufszahlen zum Start nicht katastrophal, doch das half wenig. Negative Mundpropaganda, Memes und Clips mit Glitches dominierten die Wahrnehmung. Kurz darauf folgten Entlassungen. In einem offenen Brief machten Entwickler die Studiofรผhrung um Ex-Rockstar-Produzent Leslie Benzies mitverantwortlich. Ein spรคterer BBC-Bericht legte interne Probleme weiter offen.
Mehr Kontrolle oder der letzte Versuch?
Vor diesem Hintergrund wirkt der Schritt, sich von IO Interactive zu trennen, ambivalent. Einerseits kann mehr Kontrolle bedeuten, schneller und konsequenter zu handeln โ ohne Publisher-Vorgaben. Andererseits verliert Build a Rocket Boy damit auch finanzielle Stabilitรคt, Marketingreichweite und Erfahrung im Publishing.
Ob es einen echten Comeback-Plan fรผr MindsEye gibt, ist unklar. Updates und Bugfixes allein werden das Image kaum drehen. Ohne starke Partner steigt zudem das Risiko, dass dem Studio schlicht die Mittel ausgehen, bevor eine รผberarbeitete Vision Realitรคt wird.
Der Schritt kann mutig sein, oder der Anfang vom Ende. Solange es keine offiziellen Stellungnahmen gibt, bleibt vor allem eines: Skepsis.




Die hรคtten einfach es nicht so frรผh rausbringen dรผrfen
Nach den letzen Patches ist es echt gut geworden auf der PS5 Pro