Mitarbeiter raus, Xbox-Preise rauf: Microsoft setzt neue Prioritäten

Microsoft entlässt erneut Tausende Mitarbeiter – 3 % der Belegschaft müssen gehen. Xbox-Preise steigen, Chaos inklusive. Alles nur „organisatorische Optimierung“.

Niklas Bender
Niklas ist seit 2023 als Freelancer und Editor-in-Chief bei PlayFront.de aktiv. Er liebt die PS5, schreibt pointiert, bissig und mit klarer Meinung – egal ob zu...

Microsoft hat’s mal wieder geschafft: Während man sich auf der Bühne der Wirtschaft als visionäres Tech-Unternehmen inszeniert, läuft hinter den Kulissen der altbewährte Klassiker – Mitarbeiter rauswerfen. Dieses Mal trifft es 3 % der Belegschaft. Für alle, die nicht im Controlling sitzen: Das sind mehrere Tausend Menschen, die plötzlich „nicht mehr zur strategischen Ausrichtung“ passen.

Laut CNBC will Microsoft mit dieser „organisatorischen Veränderung“ das Unternehmen besser auf den „dynamischen Markt“ vorbereiten. Man könnte auch sagen: Der Aktienkurs braucht Futter. Und was verkauft sich besser als ein paar saftige Kündigungen? Zumal man in Redmond offenbar entdeckt hat, dass sich Managementebenen ganz hervorragend wegrationalisieren lassen – natürlich nicht die Managementebene, sondern die dazwischen. Also die, die tatsächlich noch wussten, was operativ so läuft.

Wenn Optimierung heißt, dass der Hausausweis nicht mehr funktioniert

Für Xbox-Fans bedeutet das vor allem eins: noch mehr Chaos. Nachdem im Januar bereits im Gaming-Bereich die Scheren ausgepackt wurden, bleibt diesmal unklar, wen es konkret trifft. Vielleicht den einen Entwickler, der noch versucht hat, „Redfall“ zu retten. Oder den letzten Mitarbeiter, der sich an „Perfect Dark“ erinnert. Hauptsache, das nächste Forza kommt pünktlich – als 30-Stunden-Update.

Zur Erinnerung: Im Januar 2025 wurden die Entlassungen noch damit begründet, dass man sich von „leistungsschwachen Mitarbeitern“ trennen müsse. Diesmal ist es die Organisation selbst, die schuld ist. Der Vorteil: Niemand muss mehr so tun, als ginge es um Performance. Es geht einfach ums Geld.

Und weil das noch nicht reicht, hat Microsoft parallel auch noch den Preis für Xbox-Konsolen, Zubehör und Spiele erhöht. Jackpot! Erst die Leute feuern, dann den Kunden zur Kasse bitten. Wenn das kein Zukunftsmodell ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Entlassenen wenigstens noch ein Xbox Game Pass Abo behalten dürfen – für den Fall, dass ihnen langweilig wird. Oder sie vielleicht bald bei Sony anheuern. Die brauchen ja demnächst Leute, um Call of Duty als „Third-Party-Erlebnis“ zu integrieren.

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playse
6 Monate zuvor

Wir kann man so viel Gewinn erzielen und dennoch 7000 Leute entlassen. MS ist eine scheiß Firma!

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