Mortal Kombat: Legacy Kollection wächst, inklusive der schwächsten Serienableger

Mortal Kombat: Legacy Kollection erweitert sich um Mythologies: Sub-Zero und Special Forces – letzteres gilt bis heute als Tiefpunkt der Serie.

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Die Mortal Kombat: Legacy Kollection bekommt Zuwachs, und zwar ausgerechnet durch die beiden Titel, die seit jeher für Debatten in der Community sorgen. Mit Mortal Kombat Mythologies: Sub-Zero (1997) und Mortal Kombat Special Forces (2000) ergänzen nun zwei Spin-offs die bisherige Sammlung der klassischen Hauptteile. Außerdem wurde die WaveNet Arcade Version von Ultimate Mortal Kombat 3 bestätigt.

Beide Spiele erscheinen zusammen mit den bekannten Reihenvertretern Mortal Kombat, Mortal Kombat II, Mortal Kombat 3, Ultimate Mortal Kombat 3 und Mortal Kombat 4. Wie schon beim Grundpaket dürfen sich Fans auf über 20 verschiedene Versionen freuen – von Arcade über Konsole bis Handheld. Online-Matches laufen über Rollback-Netcode, also zeitgemäßer Technik, die auch Retro-Prügelspiele konkurrenzfähig hält.

Zwei Kulttitel und ein Serien-Tiefpunkt

Mortal Kombat Mythologies: Sub-Zero erschien ursprünglich für PlayStation und Nintendo 64. Das Action-Adventure gilt als ambitionierter, aber technisch schwankender Versuch, das Beat-’em-up-Universum in Richtung Story und Exploration zu erweitern. Ganz anders das Image von Mortal Kombat Special Forces: Der Titel mit Jax in der Hauptrolle landete 2000 auf PlayStation und gilt bis heute als schwächster Ableger der gesamten Serie. Ein Tiefpunkt, den auch 25 Jahre später niemand schönreden kann.

Dennoch genießen beide Spiele in der Fangemeinde einen gewissen Kultstatus. Dass sie nun in die Mortal Kombat: Legacy Kollection aufgenommen werden, zeigt, dass Digital Eclipse nicht nur die gefeierten Höhepunkte, sondern auch die weniger glorreichen Kapitel der Franchise-Geschichte konservieren will.

Digital Eclipse setzt auf Archiv statt Nostalgie-Brille

Die von Digital Eclipse kuratierte Sammlung versteht sich weniger als bloße Retro-Anthologie, sondern als interaktive Dokumentation. Neben den spielbaren Versionen warten seltene Konzeptzeichnungen, Archivmaterial und Interviews mit Serien-Mitschöpfern Ed Boon und John Tobias. Hier wird also nicht nur gezockt, sondern auch Geschichte aufgearbeitet, inklusive der weniger rühmlichen.

Retro-Sammlungen werden damit zunehmend zu lebendigen Archiven, die auch problematische Kapitel nicht ausblenden. Dass ein Titel wie Special Forces erneut ins Rampenlicht rückt, dürfte für hitzige Foren-Diskussionen sorgen, aber genau darin liegt wohl der Reiz.

Aktuell konzentriert sich die Kollektion auf die Ära von Mortal Kombat 1 bis 4. Ob spätere Titel wie Deadly Alliance oder Deception irgendwann den Sprung ins Paket schaffen, bleibt abzuwarten. Mit der Legacy-Kollektion etabliert sich Mortal Kombat nicht nur als langlebiges Fighting-Game, sondern auch als dokumentierte Kulturgeschichte, mit allen Höhen und Tiefen.

Die Mortal Kombat: Legacy Kollection erscheint voraussichtlich am 30. Oktober 2025.

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