Es ist wieder soweit: Zwei weitere Online-Spiele werden in diesem Monat dem digitalen Nirwana übergeben. Dauntless und MultiVersus – einst als Hoffnungsträger im PS5- und PS4-Multiplayer-Sektor gefeiert – machen dicht. Nicht irgendwann, sondern noch im Mai. Für viele Spieler ein Déjà-vu, für die Publisher wohl bloß ein weiterer Dienstag. Damit erhöht sich die Zahl der in 2025 eingestellten Multiplayer-Titel auf bereits sechs. Und das Jahr ist gerade mal zur Hälfte rum.
Die Server von Dauntless, einem Free-to-Play-Monsterjäger im Comicstil, gehen am 29. Mai offline. Einen Tag später folgt MultiVersus, das zwar weiterhin offline gespielt werden kann, aber dessen Kern, der Online-Multiplayer, damit seinen Sinn verliert. Was bleibt, ist ein verkrüppelter Schatten der einst ambitionierten Vision.
Vom Hype zum Grabstein – Warum Live-Service-Spiele reihenweise scheitern
Dass Dauntless stirbt, ist auch ein Spiegelbild seiner Entwickler. Phoenix Labs – einst mit viel Talent aus der Riot-Galaxie gestartet – hat sich buchstäblich verbrannt. Zwei Spiele in elf Jahren, und jetzt ist der Ofen aus. MultiVersus hingegen scheiterte an sich selbst: Nach einer erfolgreichen Beta 2022 verabschiedete man sich ein ganzes Jahr lang komplett – nur um dann 2024 mit fehlenden Features, magerem Content und keinerlei sichtbaren Verbesserungen zurückzukehren. Ein Paradebeispiel dafür, wie man eine Community aktiv gegen sich aufbringt. Die 100-Dollar-Gründerpakete? Teure Eintrittskarten für ein sinkendes Schiff.
Die vollständige Liste der diesjährigen Digitaltoten liest sich wie ein Abgesang auf das Genre – xDefiant, Resident Evil Re:Verse, Spectre Divide. Und als ob das nicht reicht, wartet schon der nächste Kandidat: Armored Warfare – ein PS4-Multiplayer-Veteran aus 2018 – wird am 30. Juli 2025 ebenfalls abgeschaltet. Die Ankündigung? Versteckt im Kleingedruckten des PlayStation Stores. Offizielle Statements des Publishers? Fehlanzeige. Noch absurder: Die Echtgeld-DLCs sind weiterhin kaufbar. Wer da noch zuschlägt, investiert in digitale Geisterschiffe – ohne Aussicht auf Rückerstattung.
Virtuelle Währungen, echtes Geld – und am Ende bleibt nur Frust
Diese Entwicklungen werfen eine alte, aber unbequeme Frage auf: Was ist ein Spiel eigentlich wert, wenn es ohne Online-Server nicht mehr existiert? Und warum schaffen es so viele dieser Titel nicht mal über die magische Dreijahresmarke?
Die Antwort liegt oft in überzogenen Erwartungen, Live-Service-Fatigue und der schlichten Tatsache, dass die meisten dieser Spiele austauschbare Baukästen ohne Herzblut sind. Kein Wunder, dass Spieler sich wieder den „Klassikern“ zuwenden – also jenen Spielen, die man auch ohne Tagespass, Battle Pass oder Serververfügbarkeit noch spielen kann.
Multiplayer 2025? Das fühlt sich eher an wie ein Friedhof mit saisonalen Sonderangeboten.


Es liegt daran das Gier keine Grenzen kennt selbst wenn die spiele Eigennamen gut sind ist das Finanzierung system ein Katastrophe oder die Entwickler ändern immer die sachen die für die community nicht gut sind bzw. Sie haben nicht nach solchen Sachen gefragt.
Und der Markt ist einfach übersätigt, z.b multiverse also mal im Ernst wer will das in Zeiten von sf6,tekken8 und mk1 spielen oder wer hat danach gefragt? Plus die Vorgänger von den spielen. Ich habe z.b auch genshin aufgehört ist immernoch ein tolles spiel aber neben wuwa stinkt es komplett ab. Da Zeit und Geld begrenzt ist habe ich mich für wuwa entschieden. Bevor einer anfängt ich schätze die Arbeit der Entwickler aber die Führungsetage bei den Unternehmen ihre eigene Mitarbeiter nicht sonst würde sie nicht beauftragen solche spiele zu entwickel. Gute mp brauchen kein finanzierungsmodell welches den leute das geld aus der Tasche zieht ,ein mp was gutes gameplay,schöne Grafik sowie keine bugs hat wird sich durchsetzten aber sowas kann man nicht planen dazu gehört ein wenig glück dazu. Man muss bereit sein risiken einzugehen anstatt den platzhirschen immer hinterher zu laufen. Und wenn man doch das Erfolg rezept kopieren will dann muss man erstens dafür sorgen das man selbst ein gutes Produkt hat und dann erst versuchen den Angriff zu starten auf den Marktführer indem man gezielt die Schwächen ausnutzen bestes beispiel genshin vs wuwa